Veganer Hackbraten: Das liebste Rezept unserer Vegan-Redaktorin

Auch während der Feiertage verzichten Veganer auf nichts – nicht mal auf Hackbraten! Unsere Vegan-Redaktorin zeigt, wie veganer Braten am besten schmeckt. Das perfekte Rezept für vegane Festtage! 

veganer Hackbraten
Veganer Hackbraten: Der Klassiker für ein veganes Weihnachtsessen! Foto © mirrorimagearts / iStock / Getty Images Plus
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Ein feiner Braten gehört für mich zu Festtagen wie Weihnachten oder Silvester einfach dazu! Daran ändert es auch nichts, dass ich seit drei Jahren vegan lebe. Denn eines steht fest: Ein Braten muss nicht zwingend aus Fleisch bestehen – und gerade ein Hackbraten lässt sich ganz einfach auch vegan zubereiten. 

Auch wer bisher so gar nichts mit herkömmlichem Hackbraten anfangen konnte, darf sich freuen: Veganer Hackbraten sieht zwar ähnlich aus wie Braten, er schmeckt aber natürlich anders. Mein veganer Hackbraten besteht aus vielen Nüssen, Linsen, Pilzen und Karotten. Das macht ihn einerseits schön saftig, doch dank den Nüssen hat er trotzdem richtig Biss. 

Egal also, ob du zu den Festtagen Veganer oder Fleischliebhaber bekochen möchtest: den veganen Hackbraten werden sie alle mögen!

Und wenn du ebenfalls die Gäste überzeugen möchtest, die auch während den Festtagen besonders auf ihre Gesundheit achten: Veganer Braten ist viel gesünder als konventioneller Hackbraten, denn die enthaltenen Linsen sind reich an wertvollen Ballaststoffen, Proteinen sowie Vitaminen und Mineralstoffen.

Zuletzt wirst du merken: Der Geschmack wird alle restlos überzeugen! Zudem ist die Zubereitung wirklich keine Hexerei! Und noch besser: Veganer Braten lässt sich gut im Voraus kochen und später, wenn die Gäste da sind, in den Backofen schieben.

Hier kommt mein liebstes Rezept für veganen Braten – plus einfache Tipps zum Verfeinern.

Mein liebstes Rezept für veganen Hackbraten

Das Gute an diesem Rezept ist: Es passt zu ganz vielen Beilagen! Zum Beispiel schmeckt Wintergemüse wie Rotkohl oder Sauerkraut dazu richtig lecker. Aber du kannst den Braten auch nur mit Kartoffelpüree an Tomatensauce, weisser Sauce oder veganer Bratensauce servieren.

Wenn du Resten vom Festessen hast und du nicht mehr gross kochen magst, geniesst du den veganen Braten schliesslich ganz einfach mit einem Salat – Rote Beete oder Sellerie passen besonders gut.

Übrigens: Der Braten reicht etwa für 4 bis 6 Personen, je nachdem wie reichhaltig die Beilagen sind, die du gekocht hast. 

Zutaten für eine Kastenform von 30 cm

  • 150 g Linsen, braune oder rote
  • 140 g Karotten, fein geraspelt
  • 220 g Champignons, in Scheiben
  • 125 g Nüsse, fein gehackt (z.B. Baumnüsse, Haselnüsse, Mandeln etc.)
  • 1–2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 3 EL Tomatenpüree
  • 100 g veganen Reibkäse
  • 100 g Haferflocken oder Paniermehl
  • 3 EL Ei-Ersatzpulver
  • 1 EL Pflanzenöl 
  • 3 dl Gemüsebouillon
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Paprikapulver
  • Getrocknete Kräuter

So geht die Zubereitung

  1. Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Champignons und Tomatenmark in einer Pfanne mit Öl anbraten.
  2. Nach etwa 5 min die Linsen in die Pfanne dazugeben, mischen und kurz darauf mit Gemüsebouillon ablöschen.
  3. Die Zutaten etwa 15 min kochen lassen, bis die Linsen weich sind.
  4. Das Gemüse würzen, Sojasauce dazugeben und etwas abkühlen lassen.
  5. In einer grossen Schüssel Nüsse, Haferflocken, Käse- und Ei-Ersatz mischen.
  6. Das gekochte Gemüse dazugeben und alles gut vermengen. Die Masse sollte schön feucht sein, bei Bedarf einen Schluck Wasser oder pflanzliche Milch ergänzen.
  7. Die Hälfte der Masse in eine mit Backpapier belegte Kastenform füllen und gut mit einem Löffel andrücken.
  8. Die zweite Hälfte ebenfalls einfüllen und erneut gut andrücken und glatt streichen.
  9. Den Braten etwa 45 min bei 200 Grad in der Mitte des Backofens backen.

Lass den Braten etwas abkühlen, bevor du ihn vorsichtig aus der Kastenform hebst.

Tipp: Schneide nicht zu dünne Scheiben, damit er beim Servieren nicht auseinanderfällt.

Übrigens: Veganer Braten lässt sich im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage aufbewahren, aber besser ohne Sauce, weil er sonst aufweicht.

Vegane Rezepte für die Festtage

Tipps für deinen veganen Hackbraten

  • Variiere das Gemüse im Braten: Nimm statt Rüebli einfach mal Pastinaken oder fein geschnittenen Lauch. Etwas deftiger wir es, wenn du Kartoffeln verwendest.
  • Für einen rezenteren Geschmack ergänze die Zutaten um 3 EL Hefeflocken oder einen EL scharfen Senf.
  • Probiere verschiedene Nüsse aus: Eine Mischung aus Haselnüssen, Walnüssen und Cashewnüssen finde ich besonders lecker.
  • Experimentiere mit den Kräutern: Klar, eine französische oder italienische Kräutermischung schmeckt lecker, aber wie wäre es für das nächste Mal nur mit getrocknetem Thymian und Peterli?
  • Variiere die Hülsenfrüchte: Verwende für das Rezept statt Linsen auch mal rote oder schwarze Bohnen. Auch sehr fein: Ein Braten mit 100 g Linsen und 50 g Bohnen.
  • Du magst keine Pilze? Ersetze sie einfach durch eine klein geschnittene Aubergine! Achtung: Diese muss etwas länger in der Pfanne gebraten werden. Auch etwas mehr Salz oder Gemüsebrühe wird diese Variante benötigen.
  • Kombiniere salzig mit süss! Geniesse deinen Braten mit süssem Chutney oder einer selbstgemachten Preiselbeer-Marmelade.

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