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Schweizer Fair-Fashion-Labels im Überblick: Diese 11 Marken lohnen sich wirklich

Wer nachhaltige Mode aus der Schweiz sucht, will meist mehr als schöne Bilder und gute Versprechen. Entscheidend ist, wofür ein Label konkret steht: faire Arbeitsbedingungen, umweltschonende Materialien, nachvollziehbare Lieferketten, Reparaturservice oder Produktion in der Schweiz und Europa. Genau darum geht es in diesem Überblick. Du erfährst, nach welchen Kriterien wir Schweizer Fair-Fashion-Labels eingeordnet haben, worin ihre Stärken liegen und wo du genauer hinschauen solltest.

Frau im Leinenkleid läuft über eine Sommerwiese
In Fair Fashion von Schweizer Modelabels fühlen wir uns besonders wohl. Foto © Bogdan Kurylo / iStock / Getty Images Plus

Mode begleitet dich jeden Tag. Gerade deshalb macht es einen Unterschied, wie Kleidung hergestellt wird, wie lange sie hält und ob ein Label transparent zeigt, woher Stoffe kommen und unter welchen Bedingungen genäht wird. Für viele Menschen ist «nachhaltig» allerdings schwer einzuordnen: Manche Marken setzen vor allem auf Bio-Baumwolle, andere auf lokale Produktion, Kreislaufansätze oder faire Handarbeit. Ein einziges Kriterium reicht deshalb selten aus.

Statt einer reinen Favoritenliste findest du hier einen belastbaren Überblick über Schweizer Fair-Fashion-Labels. So kannst du schneller entscheiden, welche Marke zu deinem Alltag, deinem Budget und deinen Ansprüchen passt.

So haben wir Schweizer Fair-Fashion-Labels ausgewählt

Für die Aufnahme in diesen Überblick haben wir auf mehrere Mindestanforderungen geachtet. Ein Label musste einen erkennbaren Nachhaltigkeitsanspruch formulieren, Informationen zu Materialien oder Produktion öffentlich machen und ein Sortiment anbieten, das in der Schweiz erhältlich ist. Ausserdem haben wir berücksichtigt, ob eine Marke zu fairen Arbeitsbedingungen, Produktionsstandorten, Reparatur, Kreislaufmodellen oder Materialherkunft nachvollziehbare Angaben macht.

Wichtig ist dabei: Nicht jedes gute Label erfüllt in allen Bereichen dieselben Massstäbe. Manche Marken sind stark bei Schweizer oder europäischer Produktion, andere bei Rückverfolgbarkeit, wieder andere bei langlebigem Design oder Recyclingmaterialien. Deshalb ordnen wir die Labels nicht in eine künstliche Rangliste ein, sondern nach Schwerpunkten.

Diese sozialen und ökologischen Kriterien zählen

Wenn du Fair Fashion vergleichst, helfen dir vor allem diese Fragen:

  • Materialien: Werden Naturfasern, Bio-Baumwolle, Leinen, Hanf, Tencel oder sinnvolle Recyclingmaterialien eingesetzt?
  • Arbeitsbedingungen: Macht das Label Angaben zu Nähereien, Löhnen, Partnerschaften oder Produktionsländern?
  • Transparenz: Findest du konkrete Informationen statt nur allgemeiner Nachhaltigkeitsbegriffe?
  • Langlebigkeit: Sind Schnitt, Qualität und Pflege auf lange Nutzung ausgelegt?
  • Kreislaufdenken: Gibt es Reparatur, Rücknahme, Wiederverkauf oder klare Hinweise zur Pflege und Nutzung?
  • Transport und Nähe: Wird in der Schweiz oder in Europa produziert, oder werden lange Lieferketten zumindest offen erklärt?

Besonders hilfreich ist ein nüchterner Blick: Ein Label kann bei Materialien stark sein, aber wenig über Löhne sagen. Oder es produziert lokal, nutzt aber nur wenige zertifizierte Stoffe. Nachhaltige Mode ist fast immer ein Abwägen mehrerer Faktoren.

Was ein Label trotz guter Ansprüche noch nicht automatisch beweist

Begriffe wie «slow», «conscious», «green» oder «fair» klingen gut, sind aber für sich allein noch kein Qualitätsbeweis. Auch eine Produktion in Europa oder in der Schweiz bedeutet nicht automatisch, dass alle Rohstoffe nachhaltig sind oder die ganze Lieferkette lückenlos offengelegt wird. Umgekehrt ist ein Label nicht automatisch unglaubwürdig, nur weil noch nicht jeder Schritt perfekt dokumentiert ist. Entscheidend ist, ob eine Marke offen zeigt, was sie bereits erreicht hat, wo Grenzen liegen und woran sie weiterarbeitet.

Für dich als Käufer:in ist deshalb weniger wichtig, ob ein Label perfekt wirkt, sondern ob es nachvollziehbar und ehrlich kommuniziert.

Schweizer Fair-Fashion-Labels im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt dir die Labels nicht nur nach Stil, sondern auch nach Fokus, Preisgefühl, Transparenz und möglichen Grenzen. So musst du nicht jedes Mal bei null recherchieren.

Labels für Basics und Alltagsmode

1. TGIFW punktet mit minimalistischen Designs

Das Label TGIFW (Thank God It’s Fair Wear) bietet stilvolle Mode und Accessoires für Frauen an. Die minimalistischen, modernen Designs stammen von Schweizer Jungdesignerinnen. Produziert werden die Stücke per Handarbeit und unter fairen Bedingungen in Nepal aus Naturstoffen wie Bio-Baumwolle, Bambus, Hanf oder Leinen. Ausgefallen: Das Label hat auch handgeknüpfte Teppiche im Sortiment.

Einordnung: TGIFW ist besonders interessant, wenn du ruhige Designs und Naturmaterialien suchst. Die Stärke des Labels liegt in kleinen Kollektionen, handwerklicher Fertigung und einem klaren Stil. Die grösste Grenze ist die geografisch längere Lieferkette im Vergleich zu Marken mit Produktion in Europa oder der Schweiz. Umso wichtiger sind hier transparente Angaben zu Partnerbetrieben und Materialien.

Fokus Minimalistische Damenmode, Accessoires, Handarbeit
Produktkategorien Kleider, Oberteile, Accessoires, Teppiche
Preisniveau Mittel bis gehoben
Transparenz Teilweise öffentlich nachvollziehbar
Stärken Naturfasern, kleine Kollektionen, fairer Anspruch
Mögliche Grenzen Weniger nah an der Schweiz produziert als europäische Labels
Schweiz-Verfügbarkeit Online

2. Coole Streetwear von ZRKL

Das junge Label ZRKL (Circle) aus der Innerschweiz stellt coole Streetwear für Männer und Frauen her. Die einzigartigen Designs werden zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern entworfen und verleihen den Kleidungsstücken etwas Besonderes. Produziert wird die Mode zu 100 Prozent aus biologischer Baumwolle aus Indien und Tansania und unter fairen Arbeitsbedingungen. Ausserdem gibt’s bei ZRKL keine Geheimnisse: Du kannst die gesamte Produktionskette deines Kleidungsstückes per QR-Code zurückverfolgen.

Einordnung: ZRKL gehört zu den Labels mit besonders klarer Rückverfolgbarkeit. Wenn dir Transparenz wichtig ist, ist das ein starkes Argument. Gleichzeitig bleibt Streetwear stilistisch spezifisch und passt nicht zu jedem Anlass. Ökologisch sinnvoll ist vor allem, dass Rückverfolgung und Materialangaben nicht nur behauptet, sondern im Kaufprozess sichtbar gemacht werden.

Fokus Streetwear, Transparenz, QR-Rückverfolgung
Produktkategorien T-Shirts, Hoodies, Sweats, Accessoires
Preisniveau Mittel
Transparenz Öffentlich gut nachvollziehbar
Stärken Bio-Baumwolle, Lieferkettentransparenz, künstlerische Designs
Mögliche Grenzen Stärker auf Casual und Streetwear fokussiert
Schweiz-Verfügbarkeit Online

3. Sportliche Mode von Nikin 

Bei Nikin findest du coole Caps, Hoodies und T-Shirts sowie bequeme und alltagstaugliche Sportkleidung – alles versehen mit dem Logo des Labels: Einem kleinen Baum. Der sieht nicht nur schön aus, sondern ist bei Nikin auch Programm. Denn das Schweizer Modelabel produziert nicht nur nachhaltig und ökologisch, sondern lässt auch für jedes verkaufte Produkt einen Baum an einem Ort pflanzen, wo Waldstücke wegen Abholzung oder Naturkatastrophen verschwunden sind.

Einordnung: Nikin ist für viele Menschen ein leichter Einstieg in nachhaltigere Alltagsmode. Die Marke ist breit sichtbar, sportlich und gut verfügbar. Der Pflanzansatz ist ein sympathisches Zusatzargument, sollte aber nicht den Blick auf Materialien, Produktionsbedingungen und Langlebigkeit ersetzen. Entscheidend bleibt, ob das Produkt selbst sinnvoll gemacht ist.

Fokus Basics, Freizeitmode, Outdoor-nahe Alltagskleidung
Produktkategorien Caps, Shirts, Hoodies, Sport- und Freizeitkleidung
Preisniveau Mittel
Transparenz Teilweise bis gut öffentlich nachvollziehbar
Stärken Breites Sortiment, alltagstauglich, niederschwelliger Einstieg
Mögliche Grenzen Baumpflanzversprechen ersetzt keine vollständige Lieferkettenbewertung
Schweiz-Verfügbarkeit Online und in der Schweiz gut verfügbar

4. Bei Erfolg zeitlose Basics finden

Das Label Erfolg produziert weiche T-Shirts und zeitlose Strickwaren für Männer und Frauen in der eigenen Manufaktur im Thurgau. Das Unternehmen setzt dabei auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle, Schweizer Leinen oder biologisch kontrollierte Merinowolle. Die zeitlosen, schlichten Designs entwickelt ein Team in Basel. Zu kaufen gibt’s die Mode in Shops in Basel, Zürich, Bern, am Produktionsort in Bichelsee oder im Onlineshop.

Einordnung: Erfolg ist besonders spannend, wenn du Wert auf Produktion in der Schweiz legst. Die Manufaktur, die ruhigen Schnitte und der Fokus auf langlebige Basics sprechen für eine bewusste Garderobe mit wenig Trenddruck. Grenzen kann es bei modischer Vielfalt und beim Preis geben, dafür bekommst du Nähe, Reparierbarkeit und kurze Wege als Pluspunkte.

Fokus Basics, Strick, Schweizer Produktion
Produktkategorien T-Shirts, Strick, Oberteile, Alltagsmode
Preisniveau Mittel bis gehoben
Transparenz Öffentlich gut nachvollziehbar
Stärken Eigene Manufaktur, Schweizer Leinen, zeitlose Schnitte
Mögliche Grenzen Kleineres Sortiment, eher zurückhaltender Stil
Schweiz-Verfügbarkeit Online und offline in mehreren Schweizer Städten

5. Jeans für jeden Geschmack bei Fairjeans

Das Label Fairjeans bietet fair produzierte, robuste Bio-Jeans für jeden Geschmack an – von Röhrenjeans bis zur Retro-Momjeans.  Sowohl Weite als auch Länge kannst du bei der Bestellung angeben, sodass dir deine neue Lieblingshose auch wirklich passt.

Einordnung: Wer gezielt nach faireren Jeans sucht, spart sich mit Fairjeans viel Recherche. Gerade bei Denim lohnt es sich, genau hinzuschauen, weil Jeans oft besonders ressourcenintensiv sind. Ein Pluspunkt ist die Spezialisierung auf Passformen. Die Grenze: Wer komplette Outfits sucht, braucht oft noch andere Marken dazu.

Fokus Denim, Passform, Bio-Jeans
Produktkategorien Jeans
Preisniveau Mittel
Transparenz Teilweise öffentlich nachvollziehbar
Stärken Spezialisierung, robuste Materialien, Grössenvielfalt
Mögliche Grenzen Nischenfokus auf Jeans statt breites Sortiment
Schweiz-Verfügbarkeit Online

Labels für Damenmode, Design und Statements

6. Bei SANIKAI gibt’s edle Stücke

Bei Sanikai findest du edle und hochwertige vegane Mode mit dem gewissen Etwas. Gegründet wurde das Label 2015 in Zürich von Sanaz und Kai Wasser. Ethik und Nachhaltigkeit bilden die Grundpfeiler des Schweizer Modelabels: Alle Kleidungsstücke werden von Hand in einem Nähstudio in Lugano aus Natur- oder Recyclingmaterialien produziert. Kaufen kannst du die Mode in ausgewählten Shops oder online.

Einordnung: Sanikai ist eine gute Adresse, wenn du designorientierte Damenmode suchst und tierfreie Materialien wichtig findest. Die Produktion in Lugano ist ein starkes Argument für Nähe und Kontrolle. Eine mögliche Grenze liegt darin, dass «vegan» allein noch keine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung ersetzt. Entscheidend bleibt die Kombination aus Materialwahl, Langlebigkeit und transparenter Fertigung.

Fokus Vegane Damenmode, Design, Produktion in der Schweiz
Produktkategorien Damenmode, elegante Stücke
Preisniveau Gehoben
Transparenz Teilweise bis gut öffentlich nachvollziehbar
Stärken Handarbeit in Lugano, Natur- und Recyclingmaterialien
Mögliche Grenzen Vegane Ausrichtung ist nur ein Teilaspekt von Nachhaltigkeit
Schweiz-Verfügbarkeit Online und ausgewählte Shops

7. Mode von morena isabel direkt aus Zürich

Das junge Label morena isabel aus Zürich bietet eine kleine, aber feine Auswahl an zeitlosen und eleganten Kleidungsstücken aus hochwertigen Stoffen wie Leinen und Bio-Baumwolle. Hier findest du von schlichten Basics über luftige Muselin-Blusen bis zu leichten Stoffhosen alles, was sich im Frühling und Sommer einfach nur gut auf der Haut anfühlt. Aber auch ein paar warme Baumwoll-Pullis liegen im kleinen Atelier in Zürich zum Anprobieren bereit

Einordnung: morena isabel steht für eine bewusst kleine Auswahl und ruhige, tragbare Designs. Das passt gut, wenn du weniger kaufen und einzelne Teile gezielt kombinieren willst. Die Stärke liegt in der Materialnähe und im Ateliercharakter. Eine Grenze ist das eher schmale Sortiment, besonders wenn du Mode für verschiedene Jahreszeiten oder viele Grössen suchst.

Fokus Zeitlose Damenmode, kleine Kollektionen
Produktkategorien Blusen, Hosen, Basics, leichte Pullis
Preisniveau Mittel bis gehoben
Transparenz Teilweise öffentlich nachvollziehbar
Stärken Leinen, Bio-Baumwolle, Atelier in Zürich
Mögliche Grenzen Kleines Sortiment, saisonal fokussiert
Schweiz-Verfügbarkeit Atelier und online

8. Jungle Folk: Modisch, aber zeitlos

Inspiriert von den Landschaften und Menschen Kolumbiens gründete die Designerin Pauline Treis das Label Jungle Folk, welches zeitlose und minimalistische Kleidungsstücke für den Alltag bietet. Hergestellt wird die Mode in enger Zusammenarbeit mit Handwerkerinnen und Näherinnen in Kolumbien und Peru, die einen fairen Lohn erhalten. Für die Kleidung arbeitet das Unternehmen ausschliesslich mit nachhaltigen Materialien, für die Accessoires werden Recycling- und Naturmaterialien verwendet.

Einordnung: Jungle Folk verbindet Design, Handwerk und eine klar erzählte Produktionsgeschichte. Wer gerne reduziert, aber nicht langweilig gekleidet ist, findet hier starke Stücke. Gleichzeitig ist die Lieferkette weiter als bei rein europäischer Produktion. Das muss kein Ausschlusskriterium sein, verlangt aber genaues Hinschauen bei Transparenz und Materialeinsatz.

Fokus Minimalistische Damenmode, Handwerk, zeitloses Design
Produktkategorien Kleidung, Accessoires
Preisniveau Gehoben
Transparenz Teilweise bis gut öffentlich nachvollziehbar
Stärken Nachhaltige Materialien, enge Zusammenarbeit mit Produzentinnen
Mögliche Grenzen Längere Lieferwege als bei Schweizer oder EU-Produktion
Schweiz-Verfügbarkeit Online und in der Schweiz präsent

9. Slow Fashion von PURA Clothing

Bei allen Kleidungsstücken und Accessoires setzt das Zürcher Label PURA Clothing auf nachhaltige Stoffe. So besteht die Bademode aus recycelten Fischernetzen und Plastikflaschen, die bequeme Homewear zu 100 Prozent aus natürlichen Stoffen wie Tencel oder Bio-Baumwolle. Die Beachtowels des Brands werden aus den Stoffresten eines grossen Textilproduzenten gefertigt.

Zudem werden alle Teile von Hand und unter fairen Bedingungen in Italien und Portugal hergestellt. Da auch die Materialien, die PURA verwendet, aus Europa stammen, verzichtet das Label entlang der gesamten Produktionskette auf Flugreisen.

Einordnung: PURA ist vor allem dann interessant, wenn du Homewear, Bademode und kleine Kapselstücke suchst. Das Label verbindet europäische Produktion mit Recycling- und Reststoffansätzen. Wichtig zu wissen: Recycelte Kunstfasern können funktional sinnvoll sein, sind aber nicht automatisch in jedem Bereich die beste Lösung. Für langlebige Nutzung und gute Pflege bleiben Materialmix und Produktart entscheidend.

Fokus Slow Fashion, Homewear, Swimwear
Produktkategorien Bademode, Homewear, Accessoires
Preisniveau Mittel bis gehoben
Transparenz Teilweise bis gut öffentlich nachvollziehbar
Stärken Produktion in Italien und Portugal, Reststoffnutzung, europäische Lieferkette
Mögliche Grenzen Kleineres Sortiment, teils materialbedingt pflegeintensiv
Schweiz-Verfügbarkeit Online

Labels für Outdoor, Accessoires oder besondere Nischen

10. Rotauf: Radical Swiss made

Wenn du hochwertige und fair produzierte Outdoorbekleidung suchst, bist du bei Rotauf genau richtig. Das Label produziert seine Kleidung CO2-neutral und ohne umweltschädliche Chemikalien in der Schweiz, bevorzugt mit Rohmaterialien, die ebenfalls aus der Schweiz kommen. Auch cool: Ist deine Hose oder Jacke beim Klettern oder durch den Sturz vom Bike aufgerissen, kannst du sie einfach zum hauseigenen Reparaturservice bringen.

Einordnung: Rotauf gehört zu den spannendsten Labels für Menschen, die Funktion, Schweizer Produktion und Reparatur zusammendenken wollen. Gerade bei Outdoorbekleidung ist Langlebigkeit besonders wichtig, weil die Herstellung technisch aufwendig ist. Die Grenze liegt meist im höheren Preis. Dafür bekommst du eine Nutzungslogik, die auf viele Jahre statt auf einen Saisontrend ausgelegt ist.

Fokus Outdoor, Funktion, Swiss made, Reparatur
Produktkategorien Jacken, Hosen, Outdoorbekleidung
Preisniveau Gehoben
Transparenz Öffentlich gut nachvollziehbar
Stärken Produktion in der Schweiz, Reparaturservice, funktionale Langlebigkeit
Mögliche Grenzen Höheres Budget nötig, eher funktionaler Stil
Schweiz-Verfügbarkeit Online und in der Schweiz

11. Nachhaltige Unterwäsche von Schweizer Modelabels

Mode fängt schon unter dem T-Shirt und der Jeans an. Und zwar mit nachhaltiger Unterwäsche.

  1. Richtig coole Socken aus Bio-Baumwolle gibt’s von Dilly Socks und BEEYOND.
  2. Mit dem Slogan «nur nacktsein ist nachhaltiger» bringt es Flizzer auf den Punkt: Hier findest du nachhaltige Unterhosen für Sie und Ihn sowie bequeme Bustiers und Spaghetti-Tops.
  3. Wer es weniger schlicht und lieber mit nachhaltiger Spitze mag, wird bei toughts of september sicher fündig. Die elegante Lingerie des Schweizer Fair-Fashion-Labels thoose wird in Luzern entworfen und in Schweizer Manufakturen unter fairen Bedingungen genäht.

Einordnung: Unterwäsche ist oft ein guter Start in Fair Fashion, weil du hier konkrete Lieblingsstücke im Alltag häufig trägst. Achte besonders auf Hautgefühl, Waschbarkeit, Passform und Materialmix. Gerade bei Socken, Unterhosen und Lingerie lohnt sich Qualität doppelt, weil diese Stücke häufig gewaschen werden und sich billige Ware oft schnell verzieht.

Fokus Unterwäsche, Socken, Lingerie
Produktkategorien Socken, Unterhosen, Bustiers, Lingerie
Preisniveau Je nach Label mittel bis gehoben
Transparenz Je nach Marke unterschiedlich
Stärken Alltagstauglicher Einstieg, häufig genutzte Basics
Mögliche Grenzen Materialmischungen sind oft funktional, aber nicht immer ideal für Kreislaufmodelle
Schweiz-Verfügbarkeit Online, teils lokal

Wie du Labels besser vergleichst

Transparenz, Siegel und Lieferkette

Wenn du zwischen mehreren Marken schwankst, hilft ein einfacher Dreischritt: Erstens schaust du auf das Produkt selbst. Zweitens auf die Lieferkette. Drittens auf die Glaubwürdigkeit der Kommunikation. Gute Labels nennen Materialien präzise, beschreiben Produktionsorte konkret und erklären ihre Standards verständlich. Vorsicht ist angebracht, wenn eine Marke vor allem mit einzelnen Wohlfühlbegriffen arbeitet, aber kaum nachvollziehbare Details liefert.

Auch Siegel können helfen, aber sie ersetzen nie den Blick auf das Gesamtbild. Ein zertifizierter Stoff sagt noch nicht alles über Schnitt, Reparierbarkeit, Transport oder Überproduktion.

Preis, Stil und Alltagstauglichkeit

Das nachhaltigste Kleidungsstück ist oft das, das du lange und gern trägst. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf den Preis im Moment des Kaufs zu schauen, sondern auf die Nutzung über die Zeit. Frag dich: Passt das Teil zu mindestens drei vorhandenen Outfits? Trägst du es auch in sechs Monaten noch? Lässt es sich leicht pflegen? Sitzt es bequem genug für deinen Alltag?

Gerade Familien und Menschen mit engem Budget profitieren oft stärker von einer kleinen, gut kombinierbaren Garderobe als von vielen Einzelkäufen. Sinnvoll ist auch, zuerst dort umzusteigen, wo du Kleidung besonders häufig trägst: Basics, Unterwäsche, Jeans, Jacken oder Schuhe. Wenn du dazu weiterlesen willst, findest du bei uns auch Beiträge zu Fair Fashion, Second Hand Shops, nachhaltigen Jeans, nachhaltigen Schuhen, nachhaltigen Basics und Greenwashing in der Mode.

FAQ zu Schweizer Fair-Fashion-Labels

Sind Schweizer Labels automatisch fair?

Nein. Ein Schweizer Markenname oder ein Firmensitz in Zürich, Basel oder Luzern sagt noch nichts darüber aus, wo Rohstoffe herkommen, wo genäht wird und wie transparent die Lieferkette ist. Schweizer Labels können sehr glaubwürdig arbeiten, aber auch hier gilt: Du solltest auf konkrete Informationen zu Materialien, Produktion und Standards achten.

Wo kann ich Schweizer Labels online und offline kaufen?

Viele Marken verkaufen direkt im eigenen Onlineshop. Einige haben zusätzlich Ateliers, Showrooms oder Partnergeschäfte in Schweizer Städten. Wenn du ungern retourniersst, lohnt sich der Blick auf stationäre Verkaufsorte oder Beratungstermine. Das spart Transport, reduziert Fehlkäufe und macht es leichter, Passform und Material wirklich zu beurteilen.

Woran erkenne ich, ob ein Label transparent arbeitet?

Ein transparentes Label nennt nicht nur Werte, sondern zeigt Details: Produktionsländer, Partnerbetriebe, Materialien, Zertifizierungen, Pflegehinweise, Reparaturangebote oder Rückverfolgbarkeit. Je konkreter diese Informationen sind, desto besser kannst du selbst einschätzen, ob die Marke zu deinen Ansprüchen passt.

Ist teure Mode automatisch nachhaltiger?

Nein. Ein hoher Preis kann mit fairer Produktion, kleinen Stückzahlen und hochwertigen Materialien zusammenhängen, muss es aber nicht. Umgekehrt kann ein günstigeres Teil die bessere Wahl sein, wenn du es lange trägst, gut pflegst und es wirklich in deinen Alltag passt. Nachhaltigkeit entsteht aus Qualität, Nutzung und ehrlicher Herstellung zusammen.

Mit welchem Bereich lohnt sich der Einstieg am meisten?

Am einfachsten gelingt der Einstieg oft bei den Teilen, die du besonders oft trägst: T-Shirts, Jeans, Unterwäsche, Socken, Hoodies oder eine gute Jacke. Dort merkst du Qualität im Alltag schnell und kannst deine Garderobe Schritt für Schritt umstellen, ohne alles auf einmal neu kaufen zu müssen.

 

 

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