Vegan for Beginners – Mit diesen 6 einfachen Tipps werden Sie zum Veganer

Offen sein für Neues, sich keinen Druck machen lassen und vor allem: Richtig fein und gesund essen! Mit unseren 6 cleveren Einsteigertipps klappt es leicht mit der veganen Ernährung.

Veganer werden 6 Tipps
Geht schnell und schmeckt gut! Vegiburger gibt es heute in allen Variationen. Foto © iStock / Getty Images Plus
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Veganer wird man meist nicht von heute auf morgen! Dabei spielt es keine Rolle, warum Sie auf tierische Produkte verzichten möchten. Aller Anfang ist schwer! Gerade wenn Sie Fleisch oder Milchprodukte eigentlich sehr gerne essen.

Wenn Sie sich aber bewusst werden, dass vegan zu leben nichts mit einer Prüfung zu tun hat, die man besteht oder eben nicht, wird Ihnen die Umstellung gleich viel leichter fallen.

Besonder einfach klappt’s mit den 6 Einsteigertipps unserer Vegan-Redaktorin Fabienne Leisibach!

1 Keinen Druck machen

Liegt Ihnen das Tierwohl besonders am Herzen, ist es der Klimawandel, der Sie zu einer pflanzlichen Ernährung motiviert, oder möchten Sie ganz einfach eine gesunde Ernährung in ihren Alltag bringen? Machen Sie sich bewusst, warum Sie auf vegane Ernährung setzen möchten, dann wird es Ihnen leichter fallen, Ihr Ziel umzusetzen.

Zudem: Sie machen es freiwillig! Rückschläge gibt es in diesem Sinne nicht, sondern nur Fortschritte. Mit jeder Mahlzeit ohne tierische Produkte kommen Sie Ihrem Ziel einen Schritt näher.

Veganern, die zuerst einige Jahre Vegetarier waren, fällt die Umstellung meist leichter. Vielleicht ist dies auch für Sie der richtige Weg? Oder Sie beginnen mit einem veganen Tag pro Woche oder einer veganen Mahlzeit am Tag? Finden Sie das Tempo, das für Sie passt!

2 Auf Neues einlassen

Als Veganer leben Sie nicht automatisch gesund, sondern es ist wichtig, dass Sie bewusst auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Vegane Fertigprodukte schmecken zwar oft fein, sind aber meist genauso ungesund wie die herkömmlichen Varianten.

Kochen Sie daher so oft wie möglich frisch und achten Sie auf genügend Ballaststoffe, Mineralstoffe, pflanzliches Protein und Vitamine. Damit der Aufwand überschaubar bleibt, finden Sie hier Tipps und Rezepte zum Vorkochen für das perfekte Meal Prep.

Sie werden schnell merken, wie vielseitig vegane Rezepte sind und dass es richtig viele Lebensmittel gibt, die Sie bisher vielleicht noch nie probiert haben.

Tipp on Top: Wenn Sie nur schwer auf Milch oder Fleisch verzichten, weil Sie den Geschmack mögen, sollten Sie unbedingt pflanzlichen Milchersatz und Fleischersatz auszuprobieren. Gerade beim Fleischersatz gibt es viele Produkte, zum Beispiel Planted Chicken oder Beyond Burger, die Geschmack und Textur von Fleisch sehr nahekommen. Auch Seitan oder Quorn gehören oft in diese Kategorie. Wenn Sie dies aber eher abschreckt, greifen Sie besser zu Produkten, die gar nicht erst versuchen, wie Fleisch zu sein. Dies ist meist bei Tofu der Fall oder bei Burgern aus Black Beans oder Randen.

3 Vitamin B12 ergänzen

Wer sich bewusst ausgewogen ernährt, kann mit einer veganen Ernährung alle nötigen Nährstoffe decken – mit einer einzigen Ausnahme: Vitamin B12. Das für unser Nervensystem und den Stoffwechsel wichtige Vitamin ist fast ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Gerade Veganer sollten daher regelmässig Vitamin-B12-Präparate nehmen.

Allerdings: B12 wird über Mikroorganismen in den Körpern von Tieren gebildet. Aufgrund falscher Haltung leiden aber auch Nutztiere sehr oft unter einem Vitaminmangel. Ihnen muss folglich ebenfalls B12 unters Futter gemischt werden.

4 Genügend essen

Seien Sie nicht besorgt, wenn Sie zu Beginn der Umstellung ständig Hunger haben! Ihr Körper muss sich zuerst auf die neue Ernährung einstellen. Zudem müssen Sie herausfinden, wie Sie die benötigten Kalorien am besten zu sich nehmen, denn pflanzliche Lebensmittel haben von Natur aus weniger Kalorien als tierische.

Essen Sie unbedingt genügend, um nicht Heisshungerattacken zu bekommen. Ebenfalls hilfreich ist es, immer einen gesunden Snack wie zum Beispiel einen selbstgemachten Müesliriegel oder einige Nüsse für zwischendurch dabeizuhaben.

5 Geduld mit dem Umfeld haben

«Aber was darfst du denn überhaupt noch essen?» Fast immer stossen Veganer im eigenen Umfeld auf Unverständnis. Dies kann mühsam sein, aber auch eine Chance! Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über Ihre Beweggründe. Sie «dürfen» alles essen, Sie «wollen» aber nicht mehr. Oft entstehen so spannende Gespräche. Und spätestens, wenn Sie die Zweifler das erste Mal zu einem feinen veganen Essen eingeladen haben, werden Sie auf mehr Verständnis stossen.

Achtung: Missionieren oder ein schlechtes Gewissen machen, kommt meist schlecht an. Jeder muss für sich selber entscheiden, wie er sich ernähren will. Wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen, erreichen Sie viel mehr als mit dem Zeigefinger. 

Wer seine Bekannten nicht selber bekochen möchte, sondern lieber auswärts geht, findet schweizweit eine grosse Auswahl an veganen Restaurants.

6 Nicht einschüchtern lassen

Lassen Sie sich nicht einschüchtern von veganen Influencern, die komplizierte Gerichte scheinbar im Schlaf hinkriegen und diese auch noch richtig genial präsentieren. Die machen das so gut, weil das Ihr Job ist!

Nicht jedes vegane Gericht aus Ihrer Küche muss auch auf einem Foto gut aussehen. Wichtig ist einzig, dass es fein und ausgewogen ist. Zudem soll kochen auch einfach Spass machen!

Wenn Sie es lieber einfacher haben, starten Sie am besten mit Gerichten, die immer schon vegan waren, zum Beispiel mit einem feinen Curry, mit Gemüserezepten, Suppen oder Salaten.

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