Reismilch: So gesund und nachhaltig ist die Milchalternative

Reismilch gehört mit ihrem süsslichen Geschmack zu den beliebtesten Milchalternativen. Wir zeigen, wie Sie den Milchersatz am besten verwenden, wie gesund und nachhaltig er ist plus ein Rezept zum Selbermachen.

Reismilch: so gesund und nachhaltig ist der Reisdrink
Reismilch ist wie Sojamilch, Hafermilch und Mandelmilch eine beliebte Alternative für Kuhmilch. Foto © bhofack2/ iStock / Getty Images Plus
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Reismilch gehört mit Sicherheit unter die Top 5 der pflanzlichen Milchalternativen. Neben Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch und Kokosmilch findet man den Milchersatz praktisch in jedem Supermarkt. Hier findet man sie meist unter der Bezeichnung Reisdrink.

Wir zeigen, wie Sie Reismilch am besten verwenden, wie gesund Reismilch ist und wie Reis in Sachen Nachhaltigkeit abschneidet. Zudem: ein einfaches Rezept, mit dem Sie Reismilch im Handumdrehen selber machen.

So verwenden wir Reismilch

Reismilch ist von Natur aus leicht süsslich und schmeckt daher richtig lecker im Müesli oder im Kaffee.

Auch zum Kochen oder Backen lässt sich die Milch aus Reis ohne Probleme verwenden. Je nachdem wie viel Fett die vegane Milch enthält, sollten Sie allerdings etwas Margarine dazugeben, damit sie sich wie herkömmliche Milch verhält.

Tipp von Vegan-Redaktorin Fabienne Leisibach: Für alle Desserts passt Reismilch richtig gut. Einzig wenn es um Salziges wie zum Beispiel Saucen geht, könnte der süssliche Geschmack etwas stören. Als Alternative verwenden Sie Soja- oder Dinkelmilch.

Reismilch: So gesund ist die Milch aus Reis

Wie zum Beispiel Hafermilch oder Dinkelmilch wird die Milch aus Reis zur Getreidemilch gezählt. Im Vergleich zu den ersten beiden, ist sie aber glutenfrei und daher auch für Menschen mit Zöliakie geeignet.

Auch für alle, die an einer Laktoseintoleranz leiden, ist der Reisdrink eine gute Alternative.

Das steckt drin in der Reismilch

Der Reisdrink besteht hauptsächlich aus den Zutaten Reis und Wasser.

Wie im Reis selber sind auch in der entsprechenden Milch viele wichtige Nährstoffe enthalten. Neben komplexen Kohlenhydraten sind das Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium.

Die pflanzliche Milch gehört also zu den Lebensmitteln, die sich gut für eine gesunde Ernährung eignen.

Nicht punkten kann der Reisdrink allerdings in Sachen Eiweiss und Kalzium. Gerade Veganer sollten daher für eine gesunde vegane Ernährung nicht nur auf Reismilch als Milchersatz setzen. 

Tipp von Vegan-Redaktorin Fabienne Leisibach: In den Shops gibt es Mischungen wie zum Beispiel Soja-Reis-Milch zu kaufen. Diese schneidet dank dem Soja in Sachen Protein besser ab als reine Reismilch. Zudem schmeckt sie aber süsser als reine Sojamilch, die viele Leute nicht mögen, weil sie zu herb schmeckt.

So wird Reismilch hergestellt

Die vegane Getreidemilch wird aus gesundem Vollkornreis hergestellt. Dieser wird auf höchster Stufe gekocht, püriert, mit Wasser verdünnt und gefiltert.

Um die Milch haltbar zu machen, wird sie anschliessend fermentiert. Dabei wird die Stärke im Getreide zu Zucker. Aus diesem Grund hat die Getreidemilch, auch wenn Sie sie ungesüsst kaufen, immer einen leicht süsslichen Geschmack.

Industriell hergestellter Reismilch werden zur längeren Haltbarkeit meist noch Stablisatoren oder Emulgatoren beigefügt.

Problematisch am gekauften Reisdrink ist, dass durch die industrielle Herstellung viele der gesunden Inhaltsstoffe zerstört werden. Dies können Sie ganz einfach umgehen, indem Sie die Milch selber kochen. Unser Reismilch-Rezept finden Sie weiter unten.

Reismilch: So nachhaltig ist die vegane Milch

Was die Nachhaltigkeit betrifft, ist der Reisdrink nicht ganz einfach zu bewerten.

Im Vergleich zu Kuhmilch schneidet sie bezüglich Landverbrauch und Emissionen sehr gut ab. Auch in Sachen Wasserverbrauch hat sie die Nase vorn.

Während ein Glas Kuhmilch (200 ml) etwa 200 Liter Wasser für die Herstellung braucht, sind es beim Reisdrink nur rund 54 Liter. Anders sieht die Bilanz aus, wenn man ihn anderen pflanzlichen Getränken gegenüberstellt.

Im Vergleich zu Sojamilch (5 l) oder Hafermilch (10 l) schneidet Reismilch beim Wasserverbrauch einiges schlechter ab. Nur Mandelmilch liegt mit 74 Liter pro Glas noch weiter hinten.

Nachhaltigkeitstipp: Mittlerweile gibt es Milch aus italienischem Reis. So lassen sich die Emissionen massgeblich reduzieren, weil die Transportwege viel kürzer sind, als wenn das Getreide aus Asien stammt. Achten Sie beim Kauf des Getränks auch auf Bio-Qualität.

Unser Fazit

Reismilch ist eine gesunde Alternative zu Kuhmilch für alle Menschen, die auf Laktose verzichten oder tierische Produkte in ihrer Ernährung generell meiden wollen. Im Vergleich zu tierischer Milch kann das vegane Getränk auch in Sachen Ökobilanz punkten. Allerdings gibt es pflanzliche Drinks, die hier noch besser abschneiden wie Sojamilch oder Hafermilch. 

Reismilch selber machen – das Rezept

Wenn Sie selbstgemachte Reismilch trinken, profitieren Sie am besten von den gesunden Nährstoffen im Reis. Zudem schmeckt der selbstgemachte Drink auch einfach richtig lecker.

Ihr Portemonnaie profitiert ebenfalls davon, wenn Sie das Getränk selber herstellen, denn in grosser Menge ist Bio-Reis sehr günstig zu kaufen.

Ein weiterer Vorteil: Sie machen einen grossen Schritt in Richtung Zero Waste, denn Sie sparen richtig viel Verpackung. 

Unser Reismilch-Rezept

Zutaten für einen Liter

  • 200 g weich gekochter Bio-Reis (alle Sorten, kein Risottoreis)
  • 1 l warmes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Nach Belieben: etwas Zucker oder einige Datteln zum Süssen
  • Feines Sieb oder Küchentuch
  • Verschliessbare Glasflasche 

Tipp: Mit weissem Reis schmeckt die Milch am neutralsten. Mit braunem Reis schmeckt sie leicht nussig.

Zubereitung

  1. Reis, Wasser, Salz und Zucker gut mixen oder pürieren.
  2. Die Milch mit einem Sieb oder Küchentuch filtern und in eine Glasflasche füllen.
  3. Im Kühlschrank lässt sich der Drink etwa drei bis 5 Tage aufbewahren.

Tipp: Für einen richtig feinen Geschmack etwas Zimt oder Bourbon-Vanille dazugeben.

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