Hafermilch: Darum lieben wir den gesunden Milchersatz

Hafermilch hat viele Fans – Wir finden zurecht! 4 Gründe, warum auch wir den Haferdrink mögen, wie gesund der Milchersatz wirklich ist plus wie Sie Hafermilch ganz einfach selber machen.

Hafermilch: Warum sie alle mögen und wie gesund sie wirklich ist
Ob vegan oder nicht: Die Milch aus Hafer können Sie mit gutem Gewissen in Ihre Ernährung integrieren. Foto: senata / iStock / Getty Images Plus
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Bis vor Kurzem war Sojamilch die Nummer eins in Sachen veganem Milchersatz. Heute gibt es in den Supermarktregalen eine grosse Anzahl verschiedener Milchalternativen wie zum Beispiel Mandelmilch, Reismilch, Kokosmilch oder sogar Cashewmilch. Grosser Beliebtheit erfreut sich dabei vor allem die Hafermilch.

Wir nennen 4 Gründe, warum wir auf Hafermilch stehen, gehen der Frage nach, wie gesund Hafermilch wirklich ist und haben ein Rezept parat damit Sie Hafermilch einfach selber machen können. 

Wer trinkt Hafermilch?

Hafermilch, im Handel meist Haferdrink genannt, ist beliebt. Da sie hautpsächlich aus Haferflocken und Wasser besteht, wird sie gerne von Menschen getrunken, die an Laktoseintoleranz leiden und darum keine Kuhmilch vertragen.

Für Menschen mit Zöliakie ist der Haferdrink allerdings nicht geeignet, denn das Getränk auf Getreidebasis enthält Gluten.

Zum Schutz der Milchindustrie dürfen pflanzliche Milchalternativen nicht «Milch» heissen. Entsprechende Produkte werden darum meist «Drink» genannt.

Auch wer auf Kuhmilch verzichtet, weil ihm das Tierwohl oder das Klima wichtig ist, kann die Milch aus Hafer gut in seine Ernährung integrieren.

Nicht zuletzt entscheiden sich auch Menschen, die Wert auf gesunde Lebensmittel legen, immer öfter für den Haferdrink.

4 Gründe, warum wir Hafermilch trinken

Obwohl der Haferdrink häufig auch in der Kritik steht – es heisst, sie habe zu viel Zucker und damit zu viele Kalorien –, sind wir der Meinung, dass Hafermilch eine gute Wahl ist.

Vor allem, wenn Sie auf tierische Produkte verzichten wollen und Ihnen eine gesunde Ernährung wichtig ist, stellt die Milch aus Hafer eine gute Alternative dar.

1 Wir lieben den Geschmack

Im Vergleich zu Sojamilch mit ihrem dominant-herben Geschmack, schmeckt der Haferdrink nussig, mild und etwas süsslich. Ein Geschmack, der prima zu Müesli aber auch zu Kaffee passt.

Hafermilch lässt sich auch für Cappucchino verwenden! Im Handel gibt es sogar extra Barista-Versionen, die sich für den Kaffee noch leichter aufschäumen lassen. Empfehlung unserer Vegan-Redaktorin Fabienne Leisibach: Oatly Barista Edition. Wem diese Milch etwas zu teuer ist, kann auch gut den Haferdrink Natur von Ener Bio nehmen.

2 Vielfältige Verwendung

Die vegane Milch lässt sich ganz unkompliziert auch zum Backen und Kochen verwenden. Immer wenn ein Rezept nach Kuhmilch verlangt, können Sie diese 1:1 ersetzen. Tipp: Wenn Sie mögen, können Sie so sogar etwas Zucker einsparen, da der gekaufte Drink von Natur aus süsslich ist.

3 Beste Umweltbilanz

Im Vergleich zu den anderen pflanzlichen Alternativen hat Hafermilch mit Abstand die beste Umweltbilanz. So sind für die Produktion von einem Glas Hafermilch (200 ml) laut einer von der BBC veröffentlichten Studie etwa 10 Liter Wasser nötig – viel weniger zum Beispiel als für ein Glas Mandelmilch (74 l). Für ein Glas Kuhmilch braucht es laut der Organisation Water footprint sogar rund 200 Liter.

Damit Hafermilch auch in Sachen Energieverbrauch ganz oben liegt: Achten Sie beim Kauf auf Hafer aus europäscher Produktion, am besten aus biologischer Landwirtschaft.

4 Hafermilch ist gesund

Hafer besitzt gesunde Inhaltsstoffe wie Aminosäuren, Kalium, Magnesium und gesunde Ballaststoffe. Weil der fertige Drink bei der industriellen Herstellung zur Haltbarmachung erhitzt wird, besitzt er diese Nährstoffe aber nur noch in schwacher Konzentration. Um von den gesunden Nährstoffen des Hafers richtig profitieren zu können, sollten Sie nicht fertige Hafermilch kaufen, sondern den Drink selber machen! Unsere einfach Anleitung finden Sie weiter unten.

So gesund ist Hafermilch wirklich

Aufgrund der Stärke im verarbeiteten Getreide ist der gekaufte Haferdrink von Natur aus süss. Wenn Sie es also etwas gesünder mögen, achten Sie darauf, ungesüsste Milch zu kaufen.

Haferflocken sind ein richtig gesundes Lebensmittel. Sie enthalten viele wichtige Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Antioxidantien. Hafer kann den Cholesterinspiegel senken und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Wenn Sie die gesundheitlichen Vorteile von Haferflocken richtig gut ausnützen wollten, sollten Sie diese jedoch so oft wie möglich unverarbeitet geniessen oder selber etwas damit kochen oder backen.

Hafermilch hat, wie auch Mandelmilch, relativ viele Kalorien. Allerdings ist auch Kuhmilch nicht gerade kalorienarm.

Lesetipp:

Im Gegenteil: Im Vergleich zur tierischen Milch schneidet die vegane Milch sogar gut ab.

Zudem macht der Haferdrink dank den Ballaststoffen richtig gut satt.

Wenn Sie also ein ungesüsstest Müesli mit Hafermilch zum Frühstück essen, tun Sie Ihrer Gesundheit mit Sicherheit etwas Gutes.

In Massen genossen, können Sie die pflanzliche Milch ruhig in Ihr Repertoire an gesunden Lebensmitteln integrieren.

Unsere Tabelle zeigt die Hafermilch-Nährwerte im Vergleich zu Soja-, Mandel und Kuhmilch.

Nährwerte im Vergleich (pro 100 ml)
  Fett (g) Kohlenhydrate (g) Eiweiss (g) Kalorien (kcal)
Hafermilch  1,3  8  0,3  47
Sojamilch  1,8  6  3,3  30
Mandelmilch  2,9  3,8  0,9  47
Kuhmilch  3,5  4,8  3,3  64

 

Die Nachteile von Hafermilch

Wo Hafermilch tatsächlich nicht punkten kann, ist beim Kalzium und Eiweiss. Veganer sollten für eine ausgewogene vegane Ernährung darauf achten, dass Sie Kalzium und Proteine über andere Quellen wie zum Beispiel Hülsenfrüchte, Gemüse oder Nüsse decken.

Hafermilch selber machen

Den Drink aus Hafer können Sie nicht nur kaufen, er lässt sich auch im Handumdrehen mit wenigen Zutaten selber machen.

Der Vorteil: Sie profitieren von allen gesunden Inhaltstoffen, die bei der industriellen Herstellung teilweise zerstört werden. Zudem schmeckt selbstgemachte, frische Milch auch einfach richtig fein.

Ein weiterer Vorteil: Selbstgemachte Hafermilch enthält wenig Zucker, da dieser erst während der Fermentierung in der industriellen Herstellung umgewandelt wird.

Fermentationsprozesse, bei denen ein Teil der enthaltenen Stärke umgewandelt

Quelle: https://www.smarticular.net/hafermilch-aus-haferflocken-selber-machen-rezept/
Copyright © smarticular.net
Fermentationsprozesse, bei denen ein Teil der enthaltenen Stärke umgewandelt

Quelle: https://www.smarticular.net/hafermilch-aus-haferflocken-selber-machen-rezept/
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Fermentationsprozesse, bei denen ein Teil der enthaltenen Stärke umgewandelt

Quelle: https://www.smarticular.net/hafermilch-aus-haferflocken-selber-machen-rezept/
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So geht's:

Zutaten

  • 100 g feine Haferflocken
  • 1 l Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Optional: Etwas Zucker, einige Datteln oder Birnendicksaft zum Süssen

Zubereitung

  1. Wasser aufkochen
  2. Die Haferflocken dazugeben und ca. eine Stunde aufquellen lassen.
  3. Salz und nach Belieben Datteln oder Birnendicksaft dazugeben.
  4. Alles mit dem Mixer pürieren. Achtung, die Masse sollte beim Pürieren nicht zu warm sein.
  5. Den Brei durch ein Baumwolltuch oder ein feines Sieb drücken und Milch in einer Schüssel auffangen.
  6. Die Milch in eine verschliessbare Flasche umfüllen.

Im Kühlschrank lässt sich die Milch drei Tage halten.

Tipp: Die festen Bestandteile, die im Tuch zurückbleiben, schmecken gut in Ihrem Müesli!

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