Haselnüsse: 6 Gründe, warum sie so gesund sind

Haselnüsse liefern nicht nur gesunde Fette, sondern auch wichtige Vitamine und Mineralien. Warum wir die heimische Nuss öfter essen sollten.

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Haselnüsse: Gesund dank Vitaminen, gesunden Fetten und Inhaltsstoffen

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Für viele gelten Nüsse als Kalorienbomben, dabei sind die knackigen Kerne so richtig gesund. Auch und gerade wegen dem Fett, das sie enthalten. Gut, vielleicht nicht unbedingt als kalorienreicher Brotaufstrich auf Haselnussbasis oder in Form einer Tafel Noisetteschokolade. Pur aber schon. Sechs Gründe, warum Sie öfter Haselnüsse knabbern sollten.

Eine Faustregel lautet: Eine Handvoll Haselnüsse am Tag essen ist gesund.

1. Haselnüsse und ihr gesundes Fett

100 Gramm haben etwa 650 Kilokalorien, damit sogar nochmals etwa 100 mehr als eine durchschnittliche Tafel Schokolade. Schuld daran ist der Gehalt von mehr als 30 Prozent Fett. Doch dieses Fett ist vornehmlich «das Gute», die ungesättigten Fettsäuren, auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren genannt.

Diese ungesättigten Fettsäuren sind für viele Vorgänge im Körper wichtig. Sie schützen beispielsweise das Herz-Kreislaufsystem oder vor zu hohen Cholesterinwerten, sind Baustein unserer Zellen und hemmen entzündliche Prozesse wie Arthritis und sollen sogar vor manchen Krebsarten schützen. Selbstverständlich immer in gewissen Mengen zu sich genommen.

2. Volle Power für Gehirn & Nerven

Haselnüsse: Gesund dank Vitaminen, gesunden Fetten und Inhaltsstoffen

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Haselnüsse sind gesund, da sie besonders viel des wertvollen Lecithins enthalten. Lecithine sind eine Gruppe von speziellen Fetten, die unter anderem Bestandteil der Schleimschicht im Darm und der Lunge sind. Damit wirkt sich ihr Konsum auch hier positiv aus.

Besonders wertvoll ist Lecithin für unsere geistige Leistungsfähigkeit, denn Lecithin soll die Leistung unseres Gehirns fördern und gerade bei Stress belastbarer machen.

3. Haselnüsse liefern jede Menge Mineralien

Haselnüsse sind auch gesund aufgrund der enthaltenen Mineralien. Dank Zink sind sie gut für unser Immunsystem. Zähnen und Knochen liefern sie wichtiges Kalzium. Letzteres macht zudem unsere Muskeln leistungsstark und schützt das Herz.

Praktisch: Kalzium wird idealerweise in Kombination mit Magnesium aufgenommen. Auch das liefern die gesunden Haselnüsse.

Weitere wichtige Mineralien in der Haselnuss sind Eisen, Phosphor und Kalium.

4. B-Vitamine in der Haselnuss

Vitamine sind bekanntermassen ebenfalls gut für die Gesundheit. Auch hier geizt die Haselnuss nicht. So liefert die Nuss diverse B-Vitamine, unter ihnen auch Vitamin B 9, besser bekannt als Folsäure. Dieses Vitamin ist an zahlreichen komplexen Vorgängen im Körper beteiligt und ein Mangel kann unter anderem die fötale Entwicklung negativ beeinflussen.

Bereits bei Kinderwunsch gezielt Haselnüsse essen? Das soll nicht schaden.

5. Besonders viel Vitamin E für schöne Haut

Hinzu kommt das Schönheits- und Zellschutz-Vitamin E. Im Vergleich zu anderen Nüssen liefert die Haselnuss hiervon besonders viel. Vitamin E fungiert im Körper als Antioxidans und soll sich positiv auf das Hautbild auswirken.

Frische Haselnüsse erkennen

Haselnüsse: Gesund dank Vitaminen, gesunden Fetten und Inhaltsstoffen

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  • In Plastik verpackte Haselnüsse können schnell Schimmelpilz bilden. Kaufen Sie deshalb unverpackte Nüsse.
  • Ob die Haselnuss wirklich frisch ist, erkennen Sie bei geschälten Haselnüssen an der Farbe des Inneren: Frische Nüsse sind weisslich, alte Nüsse gelblich.
  • Sind die Nüsse noch in der Schale, können Sie den Schütteltest machen: Wenn es innen drin klappert, ist die Nuss nicht mehr frisch.

6. Die Verdauung dankt

Die Runde der gesunden Inhaltsstoffe schliesst sich mit einem positiven Effekt auf die Verdauung. Mit knapp 10 Prozent Gehalt an Ballaststoffen sowie als Lieferant von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen gilt die gesunde Haselnuss auch noch als positiv für die Verdauung.

Haselnüsse sind im Rahmen einer bewusst gesunden Ernährung sehr willkommen. Und das Schöne: Geschmack und einen schönen Biss liefern sie auch noch.

Nusssorten im Überblick

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Königin der Nüsse: Die Macadamia schützt Herz und Kreislauf

Die Frucht des Macadamia-Baums gehört zu den teuersten Nusssorten der Welt, weshalb man sie die Königin der Nüsse nennt. Da sie eine sehr harte Schale hat, findet man die Macadamia im Detailhandel meist nur in geschälter Form.


Diese Nuss hat einen sehr hohen Fettgehalt, der aber vor allem aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Diese sollen positiv auf das Herz-Kreislauf-System wirken. Aber Vorsicht, die gesunde Wirkung gilt nur bei Menschen. Für Katzen und Hunde sind sie giftig. Foto: © rostovtsevayulia / iStock / Thinkstock

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Negative Wirkung der Haselnuss

Typisch für Nüsse: Die Haselnuss kann Allergien hervorrufen. Diese kann mild ausfallen, teils aber auch schwer. Während bei einer leichten Allergie ein nesselartiges Gefühl im Mund und ein Kribbeln auftreten kann, löst eine schwere Allergie auf Haselnüsse im schlimmsten Fall Atemnot aus.

Gefährlich wird es auch, wenn die Nüsse ranzig geworden sind. Sie schmecken dann pelzig oder bitter.

Anbau in der Schweiz und Europa

Haselnüsse: Die Ernte und Produktion

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Haselnüsse sind eine der ältesten Nussarten, die in Europa angebaut wird. Bereits die Römer bauten sie an und sie war ein beliebtes Geschenk. Heute kommt 70 Prozent der weltweiten Haselnussernte aus der Türkei.

Zwar bestünde laut dem Magazin Schweizer Bauer auch seitens der Landwirte Interesse daran, die Haselnuss in der Schweiz zu kultivieren. Doch finanziell lohne es sich nicht, schreibt das Magazin.

Haselnüsse im eigenen Garten

Die besten Haselnüsse sind immer noch jene aus dem eigenen Garten. Hierzulande gedeihen die Bäume sehr gut. Sie sind pflegeleicht und robust. Haselnüsse können ab Anfang September bis ca. Ende Oktober geerntet werden.

Die reifen Nüsse fallen beim leichten Schütteln der Äste vom Baum. Richtig reife Nüsse fallen aber auch von selber zu Boden. Die geernteten Haselnüsse können Sie in einer Schale waschen, gut abreiben und an einem trockenen Ort lagern.

 

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann, Sabina Galbiati, September 2018