Rezept für fruchtig-süsse Rhabarberwähe

Mit der ersten Rhabarberernte ab Anfang April beginnt auch endlich wieder die Zeit für frische Fruchtwähen. Läuten Sie mit unserem Rezept für Rhabarberwähe ein genussvolles Frühjahr ein!

Rhabarberwähe: Feine Rezepte für Rhabarberwähe mit Guss
Die klassische Rhabarberwähe wird mit einem Mürbeteig und einem Guss gemacht. Foto: © okskukuruza/ iStock / Getty Images Plus
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Wie jede Fruchtwähe wird auch die Rhabarberwähe klassisch mit einem Mürbeteig gebacken. Okay, Rhabarberwähe mit Blätterteig ist eigentlich genauso verführerisch. Zunächst backen wir den Klassiker aber mit der buttrig-zarten Unterlage und einem ganz klassischen Guss.

Rhabarberwähe mit Blätterteig

Rhabarberwähe lässt sich auch ohne Guss und mit einem Blätterteig backen.Foto: © patnowa iStock / Getty Images Plus

Den Guss können Sie natürlich auch weglassen. Dann ist es allerdings ratsam, etwas mehr Rhabarber für die Wähe zu verwenden. Zudem sollten Sie für einen fruchtig-feinen Geschmack ihrer Rhabarberwähe ohne Guss zusätzlich zwei Esslöffel Zucker auf den Rhabarberstücken verteilen. Eine weitere Version: Rhabarberwähe mit Streusel. Mehr zu dieser Variante lesen Sie weiter unten.

 

 

Rhabarberwähe: Rezept mit Mürbeteig und Guss

Sie benötigen die folgenden Zutaten für eine Kuchen- oder Wähenform mit einem Durchmesser von 28 oder 30 Zentimetern:

Für den Mürbeteig

  • 200 g Weissmehl (hier passt auch Dinkelmehl gut)
  • 100 g Butter (kalt und direkt aus dem Kühlschrank, in Stücke geschnitten)
  • 50 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (alternativ 1 dl Wasser)
  • etwas Mehl zum Ausrollen des Mürbeteigs

Zudem: Butter oder Öl zum Einfetten der Backform oder Backpapier zum Auslegen.

Für den Belag

  • ca. 500 g Rhabarber (Fäden abziehen und in daumenbreite Würfel schneiden)
  • 5 - 6 EL Kokosraspeln (alternativ: Gemahlene Mandeln, Haselnüsse oder Brösmeli)
  • 2 EL Zucker

Für den Guss

  • 1 dl Milch
  • 1 dl Rahm
  • 2 Eier
  • 3 - 4 EL Zucker
  • Mark ½ Vanilleschote (alternativ: 1 TL Vanillezucker)
  • 1 EL Maisstärke

Puderzucker zum Bestäuben

So machen Sie den Mürbeteig

Zunächst kneten Sie den Teig. Das gelingt mit den Händen, den entsprechenden Knethacken für den Handmixer oder mit der Küchenmaschine. Zwingend nötig ist es, dass die grob klein gewürfelte Butter kühlschrankkalt ist. Daher sollten Sie bei der Herstellung des Mürbeteigs für die Rhababerwähe möglichst schnell arbeiten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie mit den Händen arbeiten.

Für den Teig werden zunächst das Ei (oder Wasser), Zucker und Butterwürfel vermengt und anschliessend wird das Mehl untergearbeitet. Der zu einer Kugel geformte Teig wird jetzt üblicherweise in Klarsichtfolie gewickelt.

Wer Müll vermeiden will, nimmt einfach ein sauberes Geschirrtuch. Der Teig sollte nun mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. So lässt er sich viel einfacher verarbeiten.

So machen Sie den Guss

Während der Teig ruht und abkühlt, wird der Guss für das Rhabarberwähen-Rezept angefertigt. Hierzu einfach die genannten Zutaten gut miteinander verrühren.

Nun geht es weiter mit dem Teig. Dieser wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt, und zwar etwas grösser als die Backform. Nun wird er entweder in die eingefettete Form eingelegt und der Rand etwas hochgezogen, oder Sie legen Backpapier darunter. Überstehendes Papier einfach abschneiden.

Stechen Sie den Boden gleichmässig mit einer Gabel ein und streuen Sie die Kokosraspeln oder alternativ die Brösmeli oder gemahlenen Haselnüsse über den Boden. Da Rhabarber etwas herber als üblicherweise verwendete Fruchtsorten ist, wird auf den Boden noch ein Esslöffel Zucker gestreut. Nun verteilen Sie gleichmässig die Rhabarberstücke, geben einen Esslöffel Zucker darüber und heizen den Backofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vor. Schliesslich übergiessen Sie die Rhabarberwähe mit dem Guss.

Auf der untersten Schiene sollte die feine Wähe in 30 Minuten fertig sein. Dies ist der Fall, wenn sich der Guss sichtbar bräunt.

Nun müssen Sie sich etwa 30 Minuten gedulden, um Ihre Rhabarberwähe abkühlen zu lassen. Dann kann der Kuchen aus der Form. Entweder er kühlt jetzt auf einem Kuchengitter ab oder Sie gönnen sich das erste Stück lauwarme Wähe am besten mit Schlagrahm oder Vanilleglace.

Wer mag, streut Puderzucker über die Rhabarerwähe.

Tipp: Feiner Guss mit Zitronen-Quark

Einen schnellen, ebenso feinen Guss fertigen Sie mit

  • 150 g Rahmquark
  • 2 Eier
  • 4 EL Zucker
  • 1 EL Zitronensaft 
  • Zesten einer Zitrone

Zutaten (Quark und Eier sollten zimmerwarm sein) einfach gut vermengen und damit Ihre Rhabarberwähe nach etwa 15 Minuten Backzeit krönen. Da Sie die Wähe mit der Masse abkühlen, etwa fünf Minuten länger backen – also insgesamt 35 Minuten.

Rhabarberwähe mit Streusel

Rhabarberwähe mit Streusel: feines Rezept

Die Rhabarberwähe mit Streuseln schmeckt sehr fein und knusprig. Foto: © Dar1930/ iStock / Getty Images Plus

Statt dem klassischen Guss können Sie auch feine Streusel machen. Das geht fix und geschieht stets im Verhältnis 1:1:2, beispielsweise

  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 200 g Mehl

Diese Zutaten kneten Sie mit den Händen oder Ihren Küchenhelfern zu einem krümeligen Teig. Die Streusel geben Sie direkt vor dem Backen gleichmässig über die Rhabarbern. Dieses Rhabarberwähen-Rezept mit Streuseln so backen wie oben beschrieben.

Rhabarberwähe mit Blätterteig

Rhabarberwähe mit Blätterteig

Eine Rhabarberwähe mit Blätterteig braucht nicht unbedingt einen Guss. Foto: © Nadezhda_Nesterova/ iStock / Getty Images Plus

Wer Wähen liebt, isst sie nicht nur gerne mit Mürbeteig, sondern auch mal mit Blätterteig. Hierzu tauschen Sie im obigen Rhabarberwähen-Rezept einfach den Mürbeteig mit dem Blätterteig aus dem Kühlregal des Detailhandels aus. Die Blätterteigvariante kann in den oben beschriebenen Varianten, also mit Guss, ohne Guss oder Streuseln, genossen werden. En Guete!

Wissenswertes zum Rhabarber

  • Rhababer trägt den lateinischen Namen «Rheum barbarum», was übersetzt «Barbarenwurzel» heisst.
  • Die Rhabarberpflanze stammt ursprünglich aus Russland.
  • Rhabarber ist eigentlich ein Gemüse, das aber wie eine Frucht verarbeitet wird.
  • Geerntet wird er traditionell nur bis zum 21. Juni. Dies geschieht u. a., da sich die mehrjährige Pflanze vor der Winterpause und nach der Ernte im Frühjahr regenerieren sollte.
  • Rhabarber enthält vergleichsweise viel Oxalsäure, die kann schädlich sein. Dann müsste man aber vom Rhabarber mehrere Kilo auf einmal essen.
  • Wer Rhabarber im Garten hat, sollte nicht mehr als die Hälfte der Stängel abernten. Diese werden bei der Ernte am besten am Stielansatz herausgebrochen.

 

Nachhaltigkeitstipp: Wähen sind ideal, um überschüssiges Gemüse und Früchte zu verarbeiten. Ein Grundrezept für süsse oder salzige Wähen finden Sie hier. Fruchtwähen schmecken am besten mit saisonalen Früchten. Der Rhabarber hat von ca. Anfang April bis in den Juni hinein Saison. Aprikosen aus dem Wallis eignen sich für eine süsse Wähe im Sommer und für den Spätsommer finden Sie hier ein Rezept mit Zwetschgen. Im Herbst und Winter empfehlen wir das Rezept mit Äpfeln.

 

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