Geld sparen muss nicht schwierig sein! Mit diesen 16 Spartipps klappt's

Geld sparen klingt für viele nach Verzicht. Dabei schont es nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Wir verraten 16 tolle Tipps, mit denen Sie garantiert weniger ausgeben und gleichzeitig mehr Nachhaltigkeit in den Alltag bringen.

Geld sparen: 16 Spartipps für einen nachhaltigeren Alltag
Geld sparen: Schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Foto © PeopleImages / E+
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Einen nachhaltigen Lebensstil umsetzen und Geld sparen – ist das eigentlich vereinbar? Mit dieser und vielen anderen Fragen werde ich immer wieder konfrontiert. Denn Geld spielt eine grosse Rolle im Alltag und viele Leute haben Angst, mehr Geld auszugeben, wenn Sie auf Nachhaltigkeit achten.

Darum möchte ich hier ein für alle mal mit den grössten Vorurteilen gegenüber einem «Öko-Lifestyle» aufräumen und Ihnen gleichzeitig sinnvolle Tipps verraten, mit denen Sie nicht nur Geld, sondern auch Zeit, Abfall und Nerven sparen. Denn Nachhaltigkeit lohnt sich – auch finanziell.

Im Artikel: 

Das hat Geldsparen mit Nachhaltigkeit zu tun

«Ist Bio nicht viel teurer? Wie kannst du dir das eigentlich leisten?» Wer versucht, nachhaltiger zu leben, kennt diese Fragen sicherlich. Gerade als Studentin habe ich immer wieder die gleichen Kommentare über mich ergehen lassen. Die Antwort habe ich mittlerweile immer parat: Nein, Einkaufen im Unverpackt-Laden ist nicht teurer. Denn ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln und anderen Konsumgütern bedingt auch einen bewussten Umgang mit Geld und umgekehrt.

Für alle, die nachhaltiger leben und gleichzeitig Geld sparen möchten, gibt es einige hilfreiche Tipps. Und dafür müssen Sie Ihr Leben nicht einmal auf den Kopf stellen.

Das grosse Vorurteil: Ein nachhaltiger Lebensstil ist teuer

Wie schon gesagt: Wenn Sie bewusst einkaufen, sparen Sie Geld. Wir haben oft das Verlangen danach, etwas Neues zu kaufen, um uns für etwas zu belohnen oder einfach um einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen. Solche Intuitivkäufe sind nicht günstig. Denn wie oft lässt man nicht Unmengen an Geld im Supermarkt liegen, weil man mit leerem Magen einkaufen geht?

Im Unverpacktladen Geld sparen

Das Tolle an losen Lebensmitteln: Man kauft nur, was man wirklich braucht. Foto © monkeybusinessimages / iStock / Getty Images Plus

Geld sparen Sie am besten, indem Sie überlegt einkaufen – nicht indem Sie zu den günstigsten Produkten oder den besten Angeboten im Regal greifen.

Klar, faire Mode und biologische Lebensmittel sind teurer als konventionelle Produkte und Fast Fashion. Aber auch hier liegt der Clou darin, nur das zu kaufen, was Sie wirklich brauchen. Und wer über teure Preise im Unverpackt-Laden schimpft, macht wahrscheinlich den Fehler, die Preise mit Discounter-Preisen zu vergleichen. Das Schöne beim Einkaufen von losen Lebensmitteln ist: Sie kaufen nur ein, was Sie wirklich brauchen. So sparen Sie nicht nur bares Geld, sondern vermeiden auch Food Waste. Denn mal ehrlich: Wie oft brauchen wir wirklich eine Familienpackung Nudelsauce oder einen 10-Kilo-Sack Äpfel?

Gut für den Geldbeutel und die Umwelt: 16 Spartipps

Langfristig Geld sparen und nebenbei etwas Gutes für die Umwelt tun – mit unseren Spartipps ist das kein Problem. Und das Beste daran: Die Tipps lassen sich direkt umsetzen!

Spartipp 1: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel

Mein Fahrlehrer hatte Recht: Das günstigste am Autofahren ist der Führerschein. Lassen Sie das Auto öfter mal stehen und nutzen Sie stattdessen Bus und Bahn. Das schont Umwelt und Geldbeutel. Noch günstiger: Verzichten Sie ganz auf's Auto. Dann sparen Sie nicht nur Benzinkosten, sondern auch Kfz-Steuern, Reperaturkosten und die teure Versicherung. Es gibt in der Schweiz gute Carsharing-Plattformen, die Sie nutzen können.

Spartipp 2: Kaufen Sie achtsam ein

Achtsamkeit ist nicht nur ein Gesundheits-Trend. Wer achtsam einkaufen geht, spart auch Geld. Überlegen Sie sich vor jedem Kauf, ob er wirklich notwendig ist.

Spartipp 3: Second Hand Kaufen

Der Vintage-Look ist angesagt! Ausserdem sparen Sie viel Geld, wenn Sie auf gebrauchte Kleidung, Möbel und Haushaltsutensilien setzen. Es gibt zahlreiche Schweizer Tauschbörsen und Sharing-Plattformen, bei denen Sie so ziemlich alles tauschen und gebraucht kaufen können. Wenn Sie Ihre Garderobe aufpeppen möchten, hilft Ihnen unsere Übersicht mit Second Hand Shops.

Spartipp 4: Das Handy ausschalten

Unser Smartphone ist täglich in Gebrauch. Meistens von morgens bis abends vor dem Zubettgehen. Unnötige Handy-Abos und Internet-Flats kosten nicht nur viel Geld, sondern verleiten auch zum ständigen rumsurfen. Das wiederum verbraucht Strom, lässt das Handy schneller verschleissen und sorgt für Kopfschmerzen. Genug Gründe, um das Gerät zwischendurch mal auszuschalten. Darüber hinaus sollten Sie beim Handy-Abo genau hinschauen und die Angebote vergleichen. Übrigens: Handys – aber auch andere Multimediageräte – kaufen Sie am besten gebraucht. Inzwischen gibt es dafür einen guten Markt mit fairen Angeboten.

Spartipp 5: Leitungswasser trinken

Leitungswasser trinken

Plastik und Geld sparen: Einfach Leitungswasser trinken. © rclassenlayouts / iStock / Getty Images Plus

Ich gebe zu, dieser Tipp ist etwas ausgelutscht. Und trotzdem verdient er hier einen Platz: Wenn Sie Wasser aus dem Hahn trinken, sparen Sie Geld und vermeiden Abfall. Denn wer Wasser in Plastikflaschen kauft, gibt eigentlich nur Geld für Plastik aus. Das Wasser kommt schliesslich (fast) umsonst aus dem Hahn. Für mehr Geschmack sorgen Sie mit selbstgemachten Eistee oder Sirup.

Spartipp 6: Stand-by Modus – nicht so öko wie sein Ruf

Der Stand-by Modus ist gerade beim PC besonders beliebt. Tatsächlich zieht er aber eine Menge Strom und spart kein bisschen Energie. Fahren Sie den Computer einfach herunter, wenn Sie ihn nicht mehr benötigen. Abschalten gilt übrigens ganz besonders auch beim Modem und der Stromleiste. Hier finden Sie weitere Infos zum Stromsparen.

Spartipp 7: Eröffnen Sie ein kostenloses Girokonto bei einer nachhaltigen Bank

Konten sind in der Schweiz nicht zwangsläufig kostenlos. Sie zahlen eine Jahres- oder Monatsgebühr für Ihr Konto? Das ist ein guter Anlass, um zu einer nachhaltigen Bank zu wechseln und ein kostenloses Girokonto zu eröffnen.

Spartipp 8: Nehmen Sie Ihre Taschen mit zum Einkaufen

Plastiktüten kosten nicht nur Geld, sondern sind auch eine unnötige Belastung für die Umwelt. Ausserdem reissen sie schneller als der gute alte Jutebeutel.

Spartipp 9: Lebensmittel retten

Gehören Sie noch zu den Menschen, die Angst vor abgelaufenen Produkten haben? Dann wird es Zeit, umzudenken. Die meisten Lebensmittel sind deutlich länger haltbar, als auf der Verpackung steht. In vielen Läden werden Lebensmittel kurz vor dem Verfallsdatum  günstiger angeboten. Das verhindert Food Waste und spart Geld.

Spartipp 10: Vermeiden Sie Online-Shopping

Online-Shopping verleitet zum Kaufrausch. Denn ein Klick ist schneller getan als der Weg zum Laden. Das ist nicht nur ein teures Vergnügen, sondern auch nicht besonders nachhaltig. Denn Online-Bestellungen haben wegen des Transports keine gute Öko-Bilanz.

Spartipp 11: Meal-Prep spart Geld und Abfall

Mit Meal Prep Geld sparen

Essen vorkochen: Geld sparen und gesünder leben. Foto © Ella Olsson / Unsplash

Morgens einen Coffee to go, zum Zmittag ein belegtes Brötli im Stehen und Abends noch schnell eine Pizza auf die Hand: Fast Food ist weder günstig, noch gut für Ihren Körper. Meal-Prep ist aus gutem Grund total im Trend: Beim Vorkochen können Sie im Alltag Geld Sparen und tun mit gutem Essen etwas für Ihre Gesundheit. Last but not least sparen Sie Unmengen an Abfall, wenn Sie Ihr Essen selber kochen.

Spartipp 12: Wäsche richtig waschen

Hand auf's Herz: Wie oft ist Ihre Waschmaschine nur halb voll? Dabei kostet jede Wäsche viel Energie und Wasser. Und auch das Waschmittel wird gerne überdosiert. Wenn Sie Ihre Wäsche richtig waschen, sparen Sie Energie und bares Geld!

Spartipp 13: Duschzeit reduzieren

Gewusst? Pro Minute kommen durchschnittlich 12 bis 15 Liter Wasser aus einem herkömmlichen Duschkopf. Wer beim Duschen also Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen will, sollte nicht nur Sparaufsätze auf Dusche und Wasserhähne setzen, sondern auch die Zeit unter der Dusche runterdrehen. Sparaufsätze kosten übrigens lediglich ein paar Franken, sie lohnen sich also schon nach kürzester Zeit.

Spartipp 14: Konsum ist keine Belohnung

Sie haben eine Prüfung bestanden, das Bewerbungsgespräch bestens gemeistert oder einfach nur einen harten Tag gehabt? Belohnen Sie sich mit einem Spaziergang, Zeit mit Ihren Liebsten oder einem gemütlichen Abend mit einem Lieblingsbuch. Denn wer sich mit einer Shopping-Tour belohnt, gibt viel Geld aus und kann sich nur kurz über den Glücksrausch freuen.

Spartipp 15: Nutzen Sie wiederverwendbare Kaffeefilter

Heutzutage gibt es unzählige Kaffeemaschinen mit den tollsten Programmen. Dabei schmeckt traditioneller Filterkaffee doch mindestens genauso gut wie der aus der Kapselmaschine. Verwenden Sie waschbare Kaffeefilter aus Baumwolle. Das spart Geld und vor allem jede Menge unnötigen Verpackungsabfall! Ein Vergleich: ein Kilo Kaffee in Kapseln kostet ca. 70 Franken. Ein Kilo Fairtrade Bio-Kaffee dagegen gerade mal zwischen 15 und 30 Franken.

Spartipp 16: Günstiger reisen

Campen statt Luxushotel

Günstig Urlaub machen beim Campen oder Airbnb. Foto © vitranc / E+

Für die Ferien gibt man gerne mal ein bisschen mehr Geld aus. Schliesslich will man sich in den Ferien keine Geldsorgen machen.

In Zeiten des Klimawandels sollten Sie jedoch die Reise mit dem Zug oder dem Auto einer Flugreise vorziehen. Auch der Verzicht auf’s Luxushotel spart Kosten: Stattdessen bietet sich eine Airbnb Wohnung in der Schweiz oder im grenznahen Ausland an! Gewusst? auch in der Schweiz können Sie um die Welt reisen, wenn Sie diese 12 Reiseziele in der Schweiz ins Auge fassen.  

Auch Campen ist wieder total angesagt! Camping ist jedoch nicht für jeden was, dabei bietet es einen so grossen Mehrwert: Sie verbringen Zeit im Freien, verzichten auf den Überfluss am All-inclusive-Buffet und sparen unbemerkt jede Menge Geld. Eine richtige Win-Win-Situation!

Warum sparen nicht verzichten heisst

Beim Einkaufen wird so oft viel Geld ausgegeben für Dinge, die man eigentlich gar nicht braucht. Gerade in Zeiten des digitalen Bezahlens und wenn es ausreicht, die Kreditkarte kurz über das Kartenlesegerät zu ziehen, kann schnell richtig viel Geld ausgegeben werden. Und das ganz unbemerkt.

Minimalismus ist ein sinnvoller Trend, der dem Massenkonsum entgegtritt. Dabei sollen wir lernen, den Fokus auf das Wesentliche zu richten. Versuchen Sie's mal: Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl, das stylische T-Shirt einfach im Laden hängen zu lassen und sich zuhause dann darüber zu freuen, was alles schon im eigenen Schrank hängt. Achtsames Einkaufen schont ausserdem ganz nebenbei Ihren Geldbeutel.

Wer Geld spart, gewinnt also noch obendrauf. Verzichten ist dabei ein Wort, dem ein viel zu bitterer Beigeschmack anhaftet. «Verzicht ist die höchste Form der Selbstliebe» – an diesem Zitat ist wirklich was dran. Schätzen Sie das wert, was Sie haben. Und nach und nach schrumpft das Bedürfnis nach etwas Neuem, Besseren und vor allem: Teureren.

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