Clevere Tipps und Tricks gegen Food Waste in der Schweiz

Food Waste beginnt in der Schweiz oft schon auf dem Feld und setzt sich bis in den Haushalt fort. Mit diesen einfachen Tipps bekämpfen Sie die Lebensmittelverschwendung nachhaltig.

Hässliche Rüebli, Randen und Gurken auf einem Holztisch
Food Waste lässt sich schon auf dem Feld vermeiden. Foto: © Moisseyev / iStock / Getty Images Plus

Food Waste ist auch in der Schweiz allgegenwärtig. Über 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel werfen wir jährlich weg – davon rund eine Million in den Schweizer Haushalten. Das ist rund ein Drittel aller produzierten Nahrungsmittel, die auf dem Abfall landen. Dabei wären viele der weggeworfenen Lebensmittel noch einwandfrei. Eine Studie des Bundesamts für Umwelt besagt, dass es sich in der Schweiz bei etwa 50 Prozent des Food Waste um vermeidbare Lebensmittelabfälle handelt.

Ein grosses Problem ist, dass Food Waste oft schon auf dem Feld beginnt: So sind Bio-Rüebli & Co. oft zu krumm, zu klein oder zu dick für die Norm des Handels und kommen statt in den Verkauf in die Biogas-Anlage. Auch hier wieder: Einwandfreie Lebensmittel, die weggeworfen werden.

Um Food Waste zu verringern, gibt es inzwischen zahlreiche Projekte von Essensrettern, die sich dafür einsetzen, dass «hässliches» Gemüse oder Obst genauso wie Brot vom Vortag doch noch ihren Weg zum Konsumenten finden. Zu nennen sind zum Beispiel Grassrooted, die Äss-Bar oder Too Good To Go. Letztere ermöglichen es, vor Ladenschluss per App abgelaufene Lebensmittel günstig zu kaufen und vor dem Müll zu retten. Auch der Verein United Against Waste ist hervorzuheben. Dieser setzt sich dafür ein, dass Lebensmittelabfälle, die in der Schweizer Gastronomie entstehen, reduziert werden.

Abgesehen davon, dass es eine Katastrophe ist, wenn Lebensmittel einfach so weggeworfen werden, während andere Menschen zu wenig zu Essen haben: Die Verschwendung schadet auch unserer Umwelt. Food Waste verursacht unnötige CO2-Emissionen und treibt den Verbrauch von Land- und Wasser in die Höhe. Auch für den Verlust der Biodiversität ist die Lebensmittelverschwendung mit verantwortlich.

Dies alles, obwohl es eigentlich gar nicht so schwer wäre, ein Zeichen gegen Food Waste zu setzen. Gerade in den privaten Haushalten kann ein verändertes Konsumverhalten viel bewirken: Kleinere Portionen kaufen, den Kühlschrank übersichtlich einräumen, Reste am nächsten Tag nochmals auf den Teller bringen statt in den Abfall zu werfen. Sinn macht es auch, durch unseren Konsum eine nachhaltige und biologische Landwirtschaft zu unterstützen. Damit es normal wird, wenn Gemüse wie Gurken oder Rüebli im Geschäft nicht alle kerzengerade daliegen.

Wir Schweizer können viel verändern, wenn wir wollen. Mit unseren cleveren Tipps gegen LebensmittelverschwendungInfos zum Mindesthaltbarkeitsdatum oder Rezepten für altes Brot möchten wir zum Know-how in den Haushalten beitragen. Damit wir alle möglichst viel Lebensmittel retten und ganz einfach etwas gegen Food Waste tun können.

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