Kühlschrank einräumen: So bleiben Lebensmittel länger frisch

Muss die Milch ganz oben stehen, dürfen Tomaten ins Gemüsefach und wohin gehören Eier? Den Kühlschrank richtig einräumen scheint umständlich. Ist es aber gar nicht. Einige einfache Tipps, damit Ihre Lebensmittel möglichst lange frisch bleiben.

Kühlschrank richtig einräumen: So halten Lebensmittel länger
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Allein in Schweizer Haushalten landen etwa 100 kg Lebensmittel pro Person und Jahr im Abfall. Wie Sie das Wegwerfen durch richtiges Einräumen des Kühlschranks ganz einfach reduzieren können, zeigen die folgenden Tipps.

Kühlschrank richtig einräumen startet beim Auspacken

Die Wurst frisch vom Metzger, der Käse in der Plastikverpackung und die Champignons in der Plastiktüte. Eigentlich alles Frische, bis auf die in Schutzatmospäre verpackten Lebensmittel, sollte nach dem Einkauf aus der Verpackung raus und in ein geeignetes Behältnis verlegt werden.

Besonders gilt das, wenn die Packung aus Plastik besteht. Als Alternative sind Schüsseln aus Glas oder auch Tupperdosen geeignet, weitere Tipps dazu gibt es im Beitrag «Ökologische Verpackungen: Worin Lebensmittel am besten aufbewahren».

Grundregel zum Kühlschrank einräumen: Teilen Sie ihn in Kältezonen auf

Egal, wie viele Fächer ein Kühlschrank hat, können Sie ihn immer in drei Kältezonen einteilen. Der kälteste Bereich ist immer unten, Ausnahmen sind dabei Spezialfächer in ganz modernen Kühlschränken oder das klassische Gemüsefach.

Der Unterschied von der unteren Glasplatte zur oberen Ablage kann mitunter 5 Grad Temperaturdifferenz ausmachen. Auf die Haltbarkeit vieler Lebensmittel hat das Einräumen in ein ungeeignetes Fach daher unter Umständen einen starken Einfluss.

Was an welche Stelle gehört: So räumen Sie den Kühlschrank richtig ein

Auf die unterste Glasplatte kommen jene Lebensmittel, welche die meiste Kühlung benötigen. Hier liegt etwa Wurst, Fleisch und Fisch am besten. Dazu gehören andere, leicht verderbliche Lebensmittel, die kältere Temperaturen gut vertragen. Südfrüchte kommen hier etwa auf keinen Fall hin.

Ein Stockwerk höher, also in der mittleren Kältezone, können Milchprodukte wie Käse oder Joghurt verstaut werden. Hier ist übrigens auch die angebrochene Milch sehr gut aufgehoben, denn auf der mittleren Platte hält sie meist einige Zeit länger als an ihrem üblichen Standplatz in der Tür. Denn die Türstauräume sind weniger kalt als der Bereich in der Mitte.

In der dritten und damit oberen Zone werden gekochte Lebensmittel untergebracht. Auch Ketchup, Senf und das angebrochene Marmeladenglas stehen hier bestens.

Gemüsefach und Tür bestücken: Das kommt in die Sonderfächer

Selbst ältere Kühlschrankmodelle haben meist ein oder zwei Fächer ganz unten im Kühlschrank, die zur Lagerung beispielsweise von Salat, Wurzelgemüse oder Kräutern geeignet sind. Hier können Sie aber im Sommer auch die Erdbeeren oder Ähnliches für kurze Zeit verstauen. 

Die Fächer der Tür sind nicht so kalt wie die unteren zwei Kältezonen des Kühlschranks. Dementsprechend können Sie hier unempfindliche Lebensmittel einordnen, oder solche, die es nicht zu kalt mögen. Ganz oben in der Tür lassen sich zum Beispiel frische Eier und die Butter lagern. Der Rest der Tür ist für Getränke optimal.

Tipp für noch weniger Abfall: Im Kühlschrank Ordnung halten

Sie sehen mal wieder die Wurst vor lauter Käse nicht und der Joghurt versteckt sich tapfer hinter den ganzen Schraubgläsern? Dann ist es Zeit, zwischendurch mal im Kühlschrank Ordnung zu schaffen. Denn was Sie nicht sehen, geht schnell vergessen und verdirbt eventuell, bevor Sie wieder darauf stossen.

Dabei ist eine gewisse Übersicht zu behalten ganz einfach. Gläser oder Becher werden von gross nach klein sortiert, Tuben erhalten eine gemeinsame Box und verpackte Lebensmittel werden vielleicht nach Haltbarkeitsdatum aufgestellt. Stets nach dem Motto: Was am kürzesten hält, kommt in den Vordergrund.

Was am besten gar nicht in den Kühlschrank sollte

Es gibt zahlreiche frische Lebensmittel, die den Kühlschrank so gar nicht mögen. Die einfache Grundregel dafür lautet auf die Herkunft zu achten. Exotisch und wärmeliebend? Dann hat das Lebensmittel nichts im Kühlschrank zu suchen. Allen voran: Tomaten, Mangos oder Bananen. Aber auch Gurken, Äpfel sowie Birnen zeigen sich wenig begeistert von den kalten Temperaturen und sollten besser in der Obstschale ausserhalb des Kühlschranks ihren Platz finden.

Autor: Jürgen rösemeier-Buhmann