Apfelgelee selber machen - ein einfaches Rezept

Apfelgelee aus frischem Apfelsaft schmeckt sehr fein und ist schnell gemacht. Um den Saft aus den frischen Äpfeln zu bekommen, musst du allerdings ein bisschen Zeit einrechnen.

Apfelgelee
Apfelgelee schmeckt als Brotaufstrich sehr lecker. Foto  © 5second/ iStock / Getty Images Plus
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Für selbstgemachtes Apfelgelee brauchst du frische Äpfel. Am besten eignen sich feste, säuerliche Äpfel, die viel Pektin enthalten. In der Regel sind das die alten Apfelsorten wie Gravensteiner, Cox Orange oder Boskop. Es dürfen ruhig unreife Äpfel sein. Mit diesen Äpfeln kannst du übrigens auch sehr gut Apfelmus oder Apfelkonfitüre machen.

Für das fertige Gelee solltest du Schraubgläser oder Wekgläser parat haben. Achte darauf, dass du die Gläser sterilisierst, damit dein Apfelgelee mehrere Monate haltbar bleibt.

Für die Zubereitung ist es am besten, wenn du abends den Saft vorbereitest und am nächsten Morgen das Gelee kochst. Wenn du zu den ungeduldigen Köchen gehörst, haben wir hier das Rezept für Apfelkonfitüre. Das geht bedeutend schneller. 

Unser Rezept ergibt Apfelgelee für ca. 5 Gläser à 300 ml.

Die Zutaten für das Apfelgelee

  • 2 Kg Äpfel
  • 500 g Gelierzucker (2:1 steht jeweils auf der Packung)
  • 2 El Zitronensaft
  • 1 TL Zimt (optional)

Zusätzlich brauchst du zwei grosse Töpfe zum Kochen des Gelees und einen für das Entsaften der Äpfel, ein sauberes Küchentuch und ein Hitzebeständiges Sieb für den Apfelsaft. 

Zubereitung

  1. Die Äpfel waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
    Äpfel kochen für Apfelsaft und Apfelgelee
    Um aus den Äpfeln frischen Apfelsaft zu gewinnen, werden die Stücke ca. 1 Stunde gekocht. Foto  © claudiodivizia/ iStock / Getty Images Plus
  2. Gib die Äpfel mit dem Zitronensaft in den Topf und füll ihn mit Wasser auf, bis die Apfelstücke bedeckt sind.
  3. Alles aufkochen und ca. 1 h kochen lassen, bis die Äpfel sehr weich sind. 
  4. Zum entsaften legst du das Küchentuch ins Sieb und dieses auf einen grossen Topf.
  5. Nun kippst du die gekochten Äpfel in das Sieb und lässt den Apfelsaft am besten über Nacht abtropfen. Am Schluss kannst du auch noch nachhelfen, indem du die Enden des Tuchs nimmst und die Apfelmasse ausdrückst. 
  6. Am nächsten Tag geht alles sehr schnell: Gib den fertigen Apfelsaft in den Kochtopf und den Gelierzucker dazu (optional auch den Zimt), gut rühren. 
  7. Alles aufkochen, Herd abschalten und ca. 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen. 
  8. Danach das Apfelgelee in die vorbereiteten Schraubgläser füllen bis ca. 1 cm unter den Rand. 
  9. Gläser gut verschliessen und auf den Kopf stellen, damit ein schönes Vakuum entsteht. 

Der Geliergrad variiert von Apfelsorte zu Apfelsorte. Dieser ist abhängig von deren Pektingehalt.

Dein Apfelgelee hält sich so gut ein halbes Jahr, meist so gar länger. Angefangene Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp: Wenn du dir ein Brot mit dem Apfelgelee streichst, entnimm das Gelee mit einem sauberen Teelöffel. So gelangen keine Verunreinigungen ins Glas und es entsteht kein Schimmelpilz, was bei Konfitüre leider schnell mal der Fall sein kann. 

Übrigens: Mit dem Gelee kannst du auch Desserts aufpeppen oder du gibst einen EL Gelee beim Frühstück ins Müesli oder ins Joghurt. 

Apfelgelee mit Rosmarin oder Chili

Diese Apfelgelee-Variationen sind eher für Herzhaftes geeignet und, je nachdem wie viel Chili man verwendet, nichts für den empfindlichen Gaumen. Beide Apfelgelees harmonieren gut zu Käse oder kräftigem Fleisch.

Zum Apfelgelee mit Rosmarin einfach beim Kochvorgang ein bis zwei Zweige des mediterranen Krauts geben und vor dem Abfüllen entfernen. Bei Apfelgelee mit Chili ganz nach Geschmack ein bis zwei Messerspitzen gehackte, getrocknete Chili dazu geben und  wie das Grundrezept kochen.

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