Alte Gemüsesorten neu entdeckt: Rezepte für Topinambur

Die Massenproduktion von Lebensmitteln und diverse Modetrends auf dem Teller liessen so manche alten Gemüse-Sorten in Vergessenheit geraten. So verschwand Vieles was einst unsere Speisen bereicherte von Anbauplänen und Speisekarten. Dies wandelt sich gerade etwas. Darum hier einige Rezepte für das fast vergessene, aber leckere und vielseitige Topinambur.

Alte Sorten: Rezept für Pastinaken und Topinambur
Topinambur, der auch Jerusalem Artischoke genannt wird, ist eine der gesunden wie vielfältigen alten Gemüsesorten, die heute wiederentdeckt werden und Abwechslung auf den Tisch zaubern. Rezept für Topinambur-Suppe und Pastinaken-Pasta, zwei wahre Gaumenfreuden. Foto: beti gorse, iStock, Thinkstock
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Die alten Gemüsesorten, deren Anbau glücklicherweise wieder in Mode kommt, sind meist Wurzelgemüse wie Steckrüben, Schwarzwurzel oder auch Topinambur. Die ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika stammende Pflanze ist verwandt mit der Sonnenblume und erhielt in Frankreich zuerst ihren Namen topinambour nach einem brasilianischen Indianerstamm. Die ebenfalls süsslich schmeckende Wurzel der Topinambur kann vielfältig für die moderne Küche verwendet werden. Sie fand lange Zeit nur noch als Viehfutter Verwendung. Doch dafür ist sie viel zu schade, hat man zum Beispiel mal ein Rezept für Topinambur-Suppe probiert. 

Rezept für Topinambur-Suppe

Zutaten für 4 Personen:

450 g Topinambur, 300 ml Hühner- oder kräftige Gemüsebrühe (ideal: ein selbstgemachter Fond), 300 ml Milch, 150 ml Sahne, etwas Saft einer frisch gepressten Zitrone, eine Zwiebel, Salz, etwas Zucker, frisch gehackte Petersilie, 1 EL Butter, 1 EL Olivenöl, Salz und frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer.

Für dieses Topinambur-Rezept die Knolle gründlich unter Wasser sauber bürsten oder schälen, grob würfeln und sofort in eine Schüssel Wasser mit dem Zitronensaft geben. Sonst werden diese schnell braun. Butter und Olivenöl in einem Topf erhitzen, gehackte Zwiebel und getrocknete Topinambur-Würfel hinzugeben, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und etwa 5 – 10 Minuten dünsten lassen. Nun mit der Brühe und der Milch ablöschen und etwa 20 Minuten köcheln lassen bis die Topinambur gar ist. Jetzt die Suppe pürieren – wer es feiner mag passiert diese anschliessend – Sahne angiessen und mit frisch gemahlener Musskatnuss abschmecken. Mit gehackter Petersilie garniert servieren.

So peppen Sie das Topinambur-Rezept noch auf: Wer ein, zwei Topinambur beiseitegelegt hat, kann dem Topinambur-Rezept noch einen zusätzlichen Kick verleihen. Wie für die Backofenchips weiter unten die Wurzel in hauchfeine Scheiben schneiden und in heissem Sonnenblumenöl (etwa ein Zentimeter hoch in einer Pfanne) kurz goldbraun frittieren. Abtropfen lassen und damit die Suppe garnieren.

Wissenswertes zu Topinambur

Die Wurzel, die auch «Diabetiker-Kartoffel» aufgrund ihres hohen Inulin-Gehaltes genannt wird und für diese Menschengruppe als Kartoffelersatz gut geeignet ist (enthält keine Stärke), macht sich auch gut gedünstet oder als Püree. Eben in jeder Verarbeitungsform, in der auch die Kartoffel auf unseren Tellern landet. Zudem kann sie einfach roh verzehrt werden oder als Rohkostsalat. Weitere gesunder Aspekte des Topinambur: Es enthält sehr viel Eisen und schützt durch das Inulin die Darmflora.

Rezept für Topinambur, Pastinake oder Karotte als Knuspersnack

Topinambur: Rezepte für eine alte und vielseitige Gemüse-Sorte

Leckere Chips können Sie ganz einfach aus gesundem Gemüse machen. Foto: iStock / Thinkstock

 

Die leicht süsslich schmeckende Pastinake ist reich an Vitamin-C und –B, Magnesium und Eisen, und kann roh im Salat, in Aufläufen, als Kartoffel-Pastinaken-Püree oder einfach nur als knusprige Chips genossen werden. Einfach hauchfeine Scheiben von Topinambur, Pastinake oder auch Karotte schneiden und bei 170 Grad, übergossen mit etwas Olivenöl und gesalzen, im Backofen backen. Bunter und abwechslungsreicher wird der Snack wenn Sie alle drei Wurzelgemüse mischen. Schmeckt solo oder als Deko für eine Cremesuppe oder ein Steak, im Auflauf, Kartoffelpüree, oder bei vielen anderen Gelegenheiten.

Vergessene Gemüsesorten: Leckere Rezepte mit Randen und Co.

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Leckere Rote Beete das ganze Jahr über: einfach einlegen!

Rezept für eingemachte Rote Beete
Um die feine Rote Beete das ganze Jahr verfügbar zu machen, kann man sie ganz leicht einkochen. Hierzu ist, wie für Essiggurken, ein Einkochessig nötig. Wer auf die fertige Mischung aus dem Handel verzichten möchte kann einfachen Branntweinessig mit Wasser verdünnen (Verhältnis 1:3) und, je nach Geschmack, mit einer Portion Zucker abrunden. Gut für den Geschmack bei diesem Rote Beete-Rezept ist die Zugabe von Zwiebelringen, ein paar Wachholderbeeren, Lorbeerblatt, Piment, oder Nelken, selbst Ingwer macht im Glas eingelegter Rote Beete eine gute Figur.

Zubereitung eingelegte Rote Beete:
Für dieses Rote Beete Rezept zunächst die Knollen kochen, dann schälen, gewürfelt oder in Scheiben in Schraubgläser mit den Gewürzen geben und mit dem parallel erhitzten Einkochessig übergiessen. Die Gläser verschliessen, auf den Kopf stellen – desinfiziert den Deckel ideal – und kühl lagern, etwa in einem Kellerraum. Auch die eingelegte Rote Beete passt gut zu einer kalten Mahlzeit, zu Fisch, Fleisch oder dem Tofuschnitzel. Foto: © Wiktory / iStock / Thinkstock

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Quellen: Heilkraeuter.de, Essen & Trinken, LandGenuss, Wikipedia, Landwirtschaft.ch, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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