Ran an die Randen: Rezepte für die rote Power-Rübe

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Die gesunde Rande, Rote Beete oder Rahner ist ein uraltes Gemüse, das schon die Römer zu schätzen wussten und verbreiteten. Einige Rezepte mit dem unterschätzten Tausendsassa aus der Erde.

Gesundes Wintergemüse: Rote Beete oder Randen Rezepte
Randen, Rote Beete oder Rahner heisst die tolle Knolle im deutschsprachigen Raum. Doch, gleich wie man das Wintergemüse auch nennen mag, es ist unglaublich gesund und vielfältig in der modernen Küche zu verarbeiten. Ein paar Rezeptideen. Foto: HandmadePictures, iStock, Thinkstock

Vitamin-B, Eisen, Folsäure und Kalium gehören zu den Inhaltsstoffen, die die Rote Beete im Herbst und Winter zu einem gesunden Begleiter so manch einer Speise macht. Und auch der Farbstoff selbst, das Betain, ist ein gesunder Bestandteil der Rote Beete.

Betain schützt Herz und Blutgefässe, wirkt sich positiv auf die Gallen- und Leberfunktion aus, soll sogar ein Stimmungsaufheller sein mit natürlicher, antidepressiver Wirkung. Und schliesslich soll der regelmässige Verzehr von Randen Darmkrebs oder Leukämie vorbeugen und so manchen lästigen Pickel vertreiben. Eines der gesündesten Wintergemüse überhaupt? Vielleicht, in jedem Fall ein äusserst Leckeres, das öfter auf den Speiseplan gehören sollte.

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Borschtsch: Eine feine Suppe aus Randen kochen

Eine der bekanntesten Suppen mit Rote Beete ist Borschtsch. Diese bereitet man traditionell mit Rindfleisch zu, aber die vegetarische Variante ist genauso fein. Das ganze Rezept finden Sie in unserer Bildgalerie. Foto: © gkrphoto / iStock / Thinkstock

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Einfach und gut: Gekochte Rote Beete pur und als Salat 

Es genügt bereits die tolle Knolle in etwas Salzwasser zu kochen, um sie vielfältig zu verarbeiten. Wichtig vor dem Kochen: Die Blätter etwa einen Zentimeter über der Rübe abschneiden, sonst laugt die Rote Beete beim Kochen zu sehr aus. Es ist sinnvoll Handschuhe beim anschliessenden Schälen zu tragen, denn der Farbstoff ist wirklich intensiv und langanhaltend.

Nur etwa 20 Minuten gekocht schmecken die Randen wunderbar zu Brot, Fisch oder Fleisch. Auch als Salat machen die roten Rüben eine gute Figur. Sie werden mit einer Vinaigrette auf Basis von Salz, Pfeffer, Essig und Öl zum Leckerbissen. Dieses Rezept kann mit ein paar Spänen Parmesan und gerösteten Pinienkernen, Walnussstücken oder einer Schalotte wunderbar abgewandelt werden. Selbst die Blätter kann der Hobbykoch noch verwenden, denn insbesondere junge Blätter machen sich gut in einem herbstlichen Salat. Zumal auch sie reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen sind.

Elegant-fruchtig wird ein Randen-Salat in Kombination mit Apfel und Meerrettich. Für dieses Rezept einen Apfel und ein paar gekochte Randen fein hobeln und folgende Vinaigrette anrühren: Weissweinessig, Honig, frisch geriebenen Meerrettich, Salz und Pfeffer vermengen und mit einem Schuss Walnussöl verfeinern.

Rezept für eingemachte Rote Beete

Gesundes Wintergemüse: Rezept für Rote Beete oder Randen Salat

Das Rezept für Randen-Salat ist schnell umgesetzt und, so lecker angemacht, ist das gesunde Wintergemüse ein echter Genuss. Foto: iStock / Thinkstock

Auch einkochen kann man die Rote Beete und so das ganze Jahr verfügbar machen. Hierzu ist, wie für Essiggurken, ein Einkochessig nötig. Wer auf die fertige Mischung aus dem Handel verzichten möchte kann einfachen Branntweinessig mit Wasser verdünnen (Verhältnis 1:3) und, je nach Geschmack, mit einer Portion Zucker abrunden. Gut für den Geschmack bei diesem Rote Beete-Rezept ist die Zugabe von Zwiebelringen, ein paar Wachholderbeeren, Lorbeerblatt, Piment, oder Nelken, selbst Ingwer macht im Glas eingelegter Rote Beete eine gute Figur.

Zubereitung eingelegter Rote Beete:

Für dieses Rote Beete Rezept zunächst die Knollen kochen, dann schälen, gewürfelt oder in Scheiben in Schraubgläser mit den Gewürzen geben und mit dem parallel erhitzten Einkochessig übergiessen. Die Gläser verschliessen, auf den Kopf stellen – desinfiziert den Deckel ideal – und kühl lagern, etwa in einem Kellerraum. Auch die eingelegten Rote Beete passen gut zu einer kalten Mahlzeit, zu Fisch, Fleisch oder dem Tofuschnitzel.

Rote Beete-Rezepte für den Backofen

Eine tolle Beilage oder Hauptmahlzeit sind Randen aus dem Backofen. Wird ansonsten die Rote Beete vor dem Garen nicht geschält, hier ausnahmsweise schon: Das geschälte Wintergemüse in feine Scheiben schneiden und auf zwei Lagen Backpapier legen. Für die Würze etwas frischen Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb und ein paar Zweige gehackten Thymian mit einem Kaffeelöffel Honig sowie Salz und Pfeffer vermischen. Diese Würzmischung über die Randenscheiben verteilen, das Backpapier wie ein Bonbon verschliessen und das Ganze etwa eine halbe Stunde bei 200 Grad backen. Hierzu kann ein Vollmilchjoghurt, der mit etwas Dill, Schnittlauch oder Koriandergrün und ein paar fein gehackten Stücken Chilischote verfeinert wird.

Auch ein tolles Rezept für das Wintergemüse: Eine gekochte Rande wird pro Person in Brotteig eingewickelt. Diese Kugel backen, bis der Teig knusprig wird, den Deckel abschneiden, sodass man die rote Kugel im Innern sieht und mit einer Meerrettich-Crème frâiche servieren. Diese wird wie folgt hergestellt: Ein Becher Crème frâiche mit etwas Zitronensaft, frisch geriebenem Meerrettich nach Geschmack und gehacktem Schnittlauch vermengen, mit Salz abschmecken. So wird das Wintergemüse zu einer tollen Hauptmahlzeit oder Vorspeise. Ideal: Ein grüner Salat dazu.

Vergessene Gemüsesorten: Leckere Rezepte mit Topinambur und Co.

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Vergessene Gemüsesorten neu entdeckt: Topinambur

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Quellen: Essen & Trinken, Wikipedia, Grossmutters Privatrezepte, Zentrum-der-Gesundheit.de, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann