Mit diesen 9,5 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

Wir werfen einfach zu viel weg – vor allem Plastik! Das können wir schnell ändern – und zwar ohne grosse Einschränkungen im Alltag. Wir zeigen, wie es geht. 

Mit 10 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren und Plastik vermeiden
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1. Kochen Sie frisch, statt Fertiggerichte zu essen

Abends schnell noch eine Pizza liefern lassen oder schon vorportionierte Salate aus der Plastikschüssel essen? Hierbei entsteht leider jede Menge Müll.

Mit 6 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

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Etwas mühseliger, aber ganz im Zero Waste-Sinne ist es, frisch einzukaufen und zu kochen. Wer keine Zeit hat, jeden Abend neu zu kochen, bereitet grössere Portionen zu und friert den Rest ein. 

2. Bringen Sie beim Einkaufen den eigenen Behälter mit

Zu Grosis Zeiten ging die Enkelin mit der Milchkanne zum Bauern. Heute ist alles doppelt und dreifach verpackt, am besten noch in der schicken XXL-Verpackung mit XXS-Inhalt.

Mit 6 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

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Ganz der Zero Waste-Philosophie folgend, gibt es zum Glück heute einige Unverpackt-Läden in der Schweiz. Hier werden Produkte einfach in mitgebrachte Behältnisse abgefüllt.

3. Setzen Sie auch im Badezimmer auf Glasbehälter

Tipp: Pflegeprodukte selber herstellen geht einfach und mit wenigen Zutaten

Cremes, Shampoos, Haarspülungen und Duschgels überfüllen schnell das Bad und kommen oft in unnötigen Plastikverpackungen.

Mit 6 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

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Ignorieren Sie diese beim nächsten Einkauf und setzen Sie auf verpackungsfreie Alternativen. Shampoo, Seife, Bodybutter und viele andere Toilettenartikel gibt es unverpackt als Bars zu kaufen. Zudem führen Unverpacktläden Kosmetik-Labels, die Duschgel und Co. in wiederbefüllbaren Glasspendern verkaufen.

3,5. Profitipp zum Abschminken

Statt Einweg-Wattepads gibt es inzwischen auch bei den grossen Detailhändlern Coop und Migros Mikrofaser-Abschminktücher. Da braucht man (fast) keine Seife mehr und die Tücher sind waschmaschinenfest, können also x-mal wiederverwendet werden. Das spart (inklusive Seife und Make-up-Entferner) viel Geld und Abfall.

4. Mehrweg statt einweg

Was gibt es nicht alles für Einwegartikel. Das fängt beim Plastiksäckli an und endet noch lange nicht beim Rasierer oder der Getränkeflasche.

Mit 6 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

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Versuchen Sie, so viel wie möglich auf Mehrwegartikel zu setzen, um die Müllberge zu reduzieren.

5. Trinken Sie mehr Wasser aus dem Hahn

Trinkwasser muss in Ländern wie der Schweiz nun wirklich nicht im Detailhandel gekauft werden. Die Trinkwasserverordnung ist hierzulande, wie auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern, derart streng, dass Sie völlig unkritisch Hahnenwasser trinken können.

Mit 6 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

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Sie mögen es gerne blubbernd? Prima, denn es gibt auch Sprudelgeräte, die Kohlensäure in ihr Wasser «zaubern». Und die benötigten Flaschen gibt es nicht nur aus Plastik, sondern auch aus Glas. 

6. Analog statt online kaufen

Bei Online-Käufen wird immer ziemlich viel Verpackungsmaterial mitgeschickt – gerade auch bei Kleidern. Kaufen Sie besser im Geschäft und nehmen Sie eine eigene Stofftasche mit. Übrigens: Warum nicht mal Second Hand shoppen? Das spart nicht nur Plastikabfall, sondern auch viel Material und damit Ressourcen.

Für Bern und Zürich haben wir die besten Second Hand-Shops herausgesucht.

7. Profitipp: Mundabwischen für Fortgeschrittene

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Servietten und Taschentücher aus Stoff bestanden? Heute ist es normal, dass beides aus Papier besteht und beides kaufen wir in Plastik verpackt. Aber den Mund kann man sich mit einer Stoffserviette viel besser abwischen. Und Stoffservietten sind nicht in Plastik verpackt, genauso wenig wie Stofftaschentücher. Ein weiterer Vorteil, der auf der Hand liegt: Man kann beides ein Leben lang verwenden.

8. Frauentipp: Die Tage ohne Plastik

Rund 16'800 Tampons bzw. Binden braucht eine Frau in ihrem Leben. Das ist ziemlich viel Abfall mit ziemlich viel Plastikbestandteilen.

Abfall reduzieren mit Stoffbinden und Periodcups

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Dabei gibt es inzwischen sehr gute Alternativen aus Stoff, sowohl Binden wie auch Tampons. Die werden auch nur von ökologischen Herstellern angeboten. Inzwischen gibt es auch verschiedene Anbieter für spezielle Perioden-Slips. Thinx ist beispielsweise eine Marke, die verschiedenste Modelle herstellt. Auch Periodcups oder Menstruationstassen werden bei Frauen immer beliebter. Diese gibt es auch aus Naturkautschuk und sie sind mit etwas Übung so einfach zu handhaben wie Tampons.

9. Zusatztipp: Kaufen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen

700 Kilogramm Müll produziert jeder Schweizer Jahr für Jahr. Das ist dreimal so viel Abfall wie vor 25 Jahren. Um diese Berge an Weggeworfenem zu verkleinern, können Sie als erstes anfangen, weniger zu kaufen.

Mit 6 Tipps können Sie einfach Abfall reduzieren

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Viele kaputte Geräte lassen sich reparieren, statt sie gleich neu zu ersetzen. Und werfen Sie vermeintlich alte Sachen nicht gleich in den Müll, sondern spenden Sie sie.

Besuchen Sie mit kaputten Haushaltsgeräten doch mal ein Repair Café. Die Aktion findet in der ganzen Schweiz regelmässig statt.

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