Naturkosmetik aus der Schweiz

Möchtest du bei der Haut- und Haarpflege schädliche Inhaltsstoffe vermeiden, setze auf Naturkosmetik. Worauf du beim Kauf bei Labels für Naturkosmetik aus der Schweiz achten solltest.

Schweizer Naturkosmetik: Diese Labels sollten Sie ausprobieren
Foto: © ParfonovaIuliia / iStock / Getty Images Plus
  • 42
  • 0

Wenn es um Haut und Haare geht, setzen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten bewusst auf Naturkosmetik. Von Körperöl und Seife bis zu Duschgel – wir stellen dir die beste Naturkosmetik und deren Produkte vor. 

14 Labels für Naturkosmetik aus der Schweiz

Bild: 1 von 14

Spender mit Naturseife

«Natural Soap» 250 ml von Soeder für CHF 24.00

In Zürich und Basel stellt die Marke Soeder schlichte und natürliche Produkte für den Alltag her: rein pflanzlich, biologisch abbaubar und ohne Konservierungsmittel. Die milde Seife für Hände und Körper tut nicht nur gut, sondern sieht auch noch schick aus. Ist die Glasflasche einmal leer, lässt du sie ganz einfach wieder in einem Soeder Store auffüllen.

Weitere Bilder anschauen

Ist Naturkosmetik wirklich so gut?

Hanföl ist eine Zutat aus der Region, die für Naturkosmetik gerne verwendet wirdDas regionale Hanföl ist häufig in Naturkosmetik zu finden. Foto: © Daria Ustiugova / iStock / Getty Images Plus

Im Gesetz gibt es eine lange Liste von Stoffen, die in kosmetischen Mitteln nicht eingesetzt werden dürfen, so beispielsweise synthetische Substanzen. Verwendet werden für eine Konservierung natürliche Mittel wie ätherische Öle, Alkohol oder Vitamine. Zusätzlich geben dir spezielle Gütesiegel Orientierung, wo wirklich nur Natürliches drinsteckt. Eine gute Orientierung bieten hier die Gütesiegel Natrue, BDIH, Ecocert, Demeter- und Bio-Kosmetik, die alle natürliche Inhaltsstoffe voraussetzen. Weitere Tipps: Wie erkenne ich gute Naturkosmetik? 

Was ist der Unterschied zwischen "normaler" und Naturkosmetik?

Konventionelle Kosmetik enthält meist synthetische sowie eventuell bedenkliche Inhaltsstoffe. Auch finden sich hierin häufig mineralölbasierte Rohstoffe, PEGs, Parabene und Silikone. Die Schutzbarriere der Haut und damit die Selbstregulierung wird durch diese Produkte gestört oder übernommen. Regelungen zum Anbau, der Herstellung oder der Verpackung sind nicht gegeben. 

Die Naturkosmetik zieht soweit möglich natürliche Inhaltsstoffe vor und schliesst möglich kritische Stoffe komplett aus. Nicht enthalten sein darf in der Naturkosmetik mineralölbasierte Rohstoffe, PEGs, Parabene und Silikone. Die natürliche Schutzbarriere wird unterstützt durch Naturkosmetik. Der gesamte Produktionszyklus unterliegt strengen Regelungen. Labels helfen diesen nachzuvollziehen. Wie viel Chemie steckt in Naturkosmetik?

Was sind die Nachteile von Naturkosmetik?

In Naturkosmetik sind oft ätherische Öle vorhanden. Hierbei besteht ein Allergiepotenziel. Teste zuerst, ob du diese verträgst an einer kleinen Stelle.

Dadurch, dass in der Naturkosmetik auf synthetische Konservierungsmittel verzichtet wird, kürzt sich häufig das Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses Datum oder auch das Symbol: Haltbarkeit in Monaten nach Öffnung nutze als Hinweis, ob es dir möglich ist, das Produkt innert dieser Zeit aufzubrauchen. Es ist ratsam, eher zu kleineren Verpackungen zu greifen. 

Oft sind naturidentische Konservierungsmittel zugelassen. Diese Stoffe werden im Labor nachgebildet, besitzen die gleiche Struktur wie aus der Natur. Diese Stoffe weisen ein geringes Allergiepozenzial auf. 

Wird gänzlich auf Emulgatoren verzichtet, verändert sich die Konsistenz. Dies kann auf den ersten Blick unansehnlich wirken. Schüttelst du dein Produkt vorher, vermischen sich die ölhaltigen und wasserbasierten Stoffe wieder miteinander. 

Achte auf eine gute Hygiene: Benutze die Creme nur mit sauberen Händen oder einem Spatel und verschliesse die Creme direkt nach der Verwendung. Lagere die Kosmetikprodukte kühl, gegebenfalls im Kühlschrank, wenn du deine Naturkosmetik selbst machst, trocken und dunkel.

Schweizer Naturkosmetik: Ein Trend setzt sich durch

Schweizer Kosmetikunternehmen haben eine lange Tradition und insbesondere der Naturkosmetik-Markt befindet sich in stetigem Wachstum. Einer der Pioniere in Sachen Schweizer Naturkosmetik ist die Zürcher Firma Biokosma. Schon seit 1935 entwickelt und produziert das Unternehmen Schweizer Naturkosmetik, die eine gesunde und vor allem schadstofffreie Pflege von Haut und Haaren ermöglicht.

Laut Biokosma-Grundsätzen werden biologisch aktive Pflanzenwirkstoffe aus der Schweiz auf schonende Art verarbeitet, es kommen keinerlei künstliche Farb- und Konservierungsstoffe zum Einsatz, geschweige denn Mineralöle, Silikone, Gentechnik oder Tierversuche. Die Produkte auf Basis kontrolliert biologisch angebauter Rohstoffe zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, optimal pflegende und vor allem unbedenkliche Schweizer Naturkosmetik mit Zutaten aus der Heimat zu produzieren.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

In Sachen natürlicher Inhaltsstoffe sticht ein weiteres Unternehmen aus der Schweiz hervor: Five Skincare hat es sich, wie der Name schon sagt, zum Ziel gesetzt, nicht mehr als fünf Inhaltsstoffe für seine Produkte zu verwenden. Gründerin Anna Pfeiffer meint dazu: «Ich stellte fest, dass viele Zutaten in konventioneller Kosmetik meiner Haut gar nichts bringen. Sie sind nur enthalten, damit das Produkt gewisse Kriterien erfüllt, zum Beispiel in puncto Geruch, Haltbarkeit oder dass es superschnell einzieht.»

Schweizer Naturkosmetik mit Aloe Vera

Aloe Vera ist eine beliebte Zutat in Naturkosmetik. Foto: © Daria Ustiugova / iStock / Getty Images Plus

Die hochwertigen Inhaltsstoffe wie Jojobaöl oder Sheabutter, die Five für seine Kosmetik verwendet, sind nicht nur für die Haut verträglicher, sondern auch für die Umwelt. 

Regional und Zero Waste

Wie die Cremes und Öle von Five kommen auch die Produkte des Zürcher Unternehmens Soeder alle im Glas daher. Auf Kunststoff wird, wenn immer möglich, verzichtet. Die natürlichen Shampoos, Seifen und Co. werden hautptsächlich aus regionalen Produkten hergestellt und in der eigenen Fabrik in Schwerzenbach produziert. Viele der Pflegemittel sind wieder auffüllbar.

Auch Schnarwiler Healt & Beauty aus Weggis hat sich dem Refill-Prinzip verschrieben, um sich gegen die Plastikverschwendung einzusetzen. Beim Unternehmen selbst und in diversen Unverpackt-Läden lassen sich die Produkte der «Trash Hero Love»-Reihe wieder auffüllen. Die Linie wurde gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation «Trash Hero World» entwickelt, die sich für die Reduktion von Abfall auf der ganzen Welt einsetzt.

Naturkosmetik mit feinen Düften

Schweizer Naturkosmetik mit ätherischen Ölen

Schweizer Naturkosmetik setzt auf natürliche ätherische Öle wie Jasminöl. Foto: © Daria Ustiugova / iStock / Getty Images Plus

Die über die Grenzen der Schweiz hinaus geschätzte, 1985 gegründete Marke Farfalla setzt insbesondere auf die Kraft rein ätherischer Öle. Diese natürlichen Duftöle gibt es auch pur zu kaufen. Farfalla-Produkte sind mit Naturkosmetik-Labels zertifiziert und vom Schweizer Tierschutzbund ausgezeichnet.

Einen Schritt weiter geht das Kosmetikunternehmen Lucia Cosmetic. Die Produkte des Kosmetikherstellers werden erst bei Bestellung im Online-Shop frisch zubereitet.

Naturkosmetik Schweiz: Online-Shops

In den folgenden Online-Shops findest du Schweizer Naturkosmetik:

Weitere Online-Shops zum Bestellen von Schweizer Naturkosmetik findest du hier. Eine Auswahl an Schweizer Naturkosmetik-Produkten gibt es oft auch in Reformhäusern, Drogerien oder Apotheken.

Wer im Geschäft steht und nicht sicher ist, ob er gerade Naturkosmetik in der Hand hält, dem kann die Gratis-App von Codecheck weiterhelfen. Einfach die App downloaden und den Barcode mit dem Smartphone scannen.

Kommentieren / Frage stellen

Passend zum Thema: