Duschgel selber machen: So einfach geht’s

Du möchtest selbst entscheiden, was in deinem Duschgel steckt? Kein Problem, denn Duschgel selber zu machen ist ganz einfach. Neben Seifenflocken benötigst du dafür nur Wasser und ein paar Tropfen Pflanzenöl. Wir zeigen, wie du aus diesen Zutaten Duschgel herstellst und es nach Wunsch mit natürlichen Düften variierst.

Eine braune Glasflasche mit Pumpspender
Selbstgemachtes Duschgel kannst du etwa in einen Pumpspender füllen. © Alesia Kozik / Pexels
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Duschgel selber machen: Rezept | Duschgel fester machen | DIY-Duschgel variieren

Duschgel selber machen – das Wichtigste in Kürze:

  • Selbstgemachtes Duschgel besteht aus Seife, Wasser und Öl.
  • Optional kannst du Blüten, ätherische Öle und Lebensmittelfarbe hinzufügen.
  • Wenn das Duschgel zu flüssig ist, dickst du es mit Speisestärke an.
  • DIY-Duschgel ist nur wenige Wochen haltbar. Du kannst es aber einfrieren.

Künstliche Duftstoffe, welche die Haut austrocknen, Paraffine und billiges Palmöl – Duschgels können einige Inhaltsstoffe enthalten, die deine Haut und die Umwelt belasten. Gerade bei empfindlicher Haut kann es sich daher lohnen, dein Duschgel selber zu machen.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Du sparst Geld. Die Zutaten für DIY-Duschgel sind günstiger als viele Duschgels aus dem Supermarkt.
  • Selbstgemachtes Duschgel besteht nur aus natürlichen Zutaten und das Allergie-Risiko ist durch die kurze Liste der Inhaltsstoffe gering.
  • Du kannst das Duschgel mit einem Duft deiner Wahl versehen.
  • Ganz nebenbei sparst du auch Plastik. Denn das selbstgemachte Duschgel kannst du einfach in eine Flasche mit Pumpspender oder eine alte Duschgel-Packung füllen.

Duschgel selber machen: Grundrezept

Das Grundrezept für dein individuelles Duschgel ist ganz einfach. Wir verraten, was du dafür brauchst und wie die Herstellung gelingt.

Zutaten:

  • 400 ml abgekochtes Wasser
  • 30-50 g Natur- oder Kernseife (gerieben)
  • 2 EL Pflanzenöl (Kokosöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl)

Tipp: Alternativ zu fester Seife kannst du auch schon geriebene Seifenflocken kaufen, etwa bei Waschbär oder bei circleshop.ch.

Anleitung:

1. Die Seife mit einer Küchenreibe zu feinen Flocken reiben.

2. Das Wasser in einem grossen Topf (Schaumbildung!) erwärmen und die Seifenflocken hineingeben.

3. Bei mittlerer Hitze so lange mit einem Schneebesen umrühren, bis sich die Seife vollständig aufgelöst hat.

4. Den Topf vom Herd nehmen und während das Duschgel abkühlt das Öl unterrühren.

5. Das abgekühlte Duschgel in eine ausgekochte Flasche füllen.

Das Duschgel fester oder flüssiger machen

Die Konsistenz des selbst gemachten Duschgels variiert ja nach Seife. Du kannst aber mit den Mengen der Zutaten spielen und die Konsistenz dadurch anpassen. Wenn das Duschgel nach dem Abkühlen noch sehr flüssig ist, erwärmst du es am besten noch einmal und gibst mehr Seifenflocken hinzu. Oder du dickst es mit etwas Speisestärke, beispielsweise Maizena, an.

Ist es zu fest geworden, kannst du es mit etwas zusätzlichem Wasser erneut erwärmen.

Duschgel selber machen ohne Seife

Wer zu trockener Haut neigt, sollte sparsam mit Seife umgehen, da sie die Haut stark entfettet. Du kannst dein Duschgel optional auch ohne Kernseife herstellen und stattdessen ein veganes Waschtensid verwenden.

Zutaten:

  • 250 ml destilliertes Wasser
  • 45 ml Betain (z.B. erhältich bei Spinnrad.ch)
  • 1 EL Maizena
  • 1 EL Pflanzenöl (Jojobaöl, Olivenöl, Mandelöl)
  • Optional: 15 ml Aloe Vera Gel
  • Optional: 5-10 Tropfen ätherisches Öl (Rose, Lavendel, Bergamotte)

Anleitung:

1. Gib zunächst das Maizena ins Wasser und rühre es mit einem Schneebesen ein.

2. Wenn keine Klümpchen mehr vorhanden sind, kannst du das Betain untermengen.

3. Zuletzt das Öl und die beiden optionalen Zutaten hinzufügen, alles gut umrühren und in eine dunkle Glasflasche mit Pumpspender füllen.

Selbst gemachtes Duschgel variieren

Um deinem Duschgel eine persönliche Note zu verleihen, kannst du es nach Wunsch mit Düften, Farbe oder Kräutern und Blüten aufpeppen.

Getrocknete Blüten in Holzschalen und Fläschchen mit ätherischen Ölen
Getrocknete Blüten und ätherische Öle peppen dein Duschgel noch auf. © SilviaJansen / iStock / Getty Images Plus

Das sind unsere liebsten Variationen:

Statt des reinen Leitungswassers kannst du das Duschgel mit Tee herstellen. Koche das Wasser dafür vorher mit Kamillenblüten, Lavendelblüten, weissem oder grünem Tee auf, lass es etwas abkühlen und fahre fort wie in der Anleitung beschrieben.

Für mehr Farbe unter der Dusche gibst du einfach einige Tropfen natürliche Lebensmittelfarbe ins Duschgel.

Mit getrockneten Kräutern, Lavendelblüten oder Rosenblütenblättern verleihst du dem Duschgel einen besonderen Touch. Insbesondere, wenn du das Duschgel verschenken möchtest, machen die Blüten darin viel her.

Welches ätherische Öl für Duschgel?

Welchen Duft dein Duschgel erhalten soll, kannst du frei entscheiden. Wichtig bei der Wahl des ätherischen Öls ist, dass es ein rein natürliches Öl ist, am besten in Bio-Qualität. Folgende ätherische Öle eignen sich besonders gut fürs DIY-Duschgel:

Lavendel (beruhigende Wirkung)

Pfefferminz (belebend, vitalisierend)

Zitronen (erfrischend)

Rosen (umhüllend, wärmend)

Ylang-Ylang (harmonisierend, beruhigend)

Rosmarin (anregend, durchblutungsfördernd)

Wie lange ist selbstgemachtes Duschgel haltbar?

Da das Duschgel keine Konservierungsstoffe enthält, ist die Haltbarkeit deutlich geringer als bei herkömmlichen Duschgels. Es hält etwa 2 bis drei Wochen.

Um die Haltbarkeit zu verlängern ist es wichtig, auf saubere Utensilien bei der Herstellung zu achten. Ausserdem solltest du das Glas sterilisieren, in das du dein Duschgel füllst.

Tipp: Fülle immer nur eine geringe Menge Duschgel ab und friere den Rest ein. Dann bleibt es lange haltbar und du kannst es portionsweise auftauen.

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