Schluss mit kaputten Haaren! Diese selbstgemachten Haarkuren bringen Volumen und Glanz zurück

Sprödes, trockenes Haar muss nicht sein! Die richtige Haarpflege verhilft zu mehr Volumen und Glanz. Am besten ist es, dafür eine natürliche Haarkur selber zu machen, mit einfachen Mitteln direkt aus dem Küchenschrank.

Haarkur selber machen mit natürlichen Zutaten
Geben Sie trockenen und spröden Haaren keine Chance! Mit natürlichen Zutaten stellen Sie Haarkuren her, die Ihr Haar pflegen und ihnen Glanz verleihen. Foto: © LemonTreeImages / iStock / Getty Images Plus
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Haare müssen täglich viel erdulden. Heisse Fönluft, Stylingprodukte, Staub oder Färbemittel strapazieren die Haarpracht – die dadurch schnell an Pracht verliert. Selbstgemachte Haarkuren verleihen dem stressgeplagten Schopf hingegen neuen Glanz und Spannkraft. Die preisgünstigen Pflegemittel kann man aus Honig, Milchprodukten, Zitronen, Avocados, Olivenöl oder mit anderen essbaren Produkten selber herstellen. Wir erklären Ihnen, warum die natürlichen Haarpflege gesünder ist und verraten einige Rezepte.

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Der Frischekick für die Haare: Schnelle Kur aus Zitrusfrüchten selber machen

Eine pflegende Haarkur mit Zitrus-Power ist ganz leicht selber zu machen und sie eignet sich für jeden Haartyp. In einer Schüssel vermischt man dafür den Saft einer Orange mit 4 El Weizenkeimöl, 2 El Quark und 2 El Milch. Gut verrühren und gleichmässig auftragen. Bei diesem Rezept lässt sich der Pflegeeffekt noch durch Wärme verstärken. Die Kur gut eine halbe Stunde einwirken lassen und anschliessend gründlich auswaschen. Foto: © ansonmiao / iStock / Thinkstock

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Warum sich die natürliche Haarpflege lohnt

Wer Haarkuren selber herstellt, verzichtet bei dabei auf chemische, silikonhaltige und synthetische Inhaltsstoffe. Herkömmliche Shampoos und Spülungen überziehen das einzelne Haar mit einem dichten Film von Silikonölen. Dadurch wird es zwar kämmbarer und weicher, doch trocknet es von innen her regelrecht aus. Aggressive Färbe- und Bleichmittel geben den Haaren oftmals den Rest. Dann verhelfen selbstgemachte Haarkuren aus Avocado und Ölen zu einem gesunden und glänzenden Kopfschmuck.

Einfache Pflegetipps für gesundes Haar

Lauwarmes Wasser hilft, auf sanfte Art die Haare zu waschen. Wichtig ist, dass man alle Shampooreste gründlich ausspült. Es empfiehlt sich auch, den Heissluftfön ausschliesslich auf kleiner Stufe zu verwenden. Das richtige Kämmen gehört zu einer gesunden Haarpflege dazu. Wer eine weiche Bürste oder einen grobzahnigen Kamm mit abgerundeten Zacken verwendet, kann so den Schopf schonen. Insbesondere nasses Haar kann man schnell «kaputt kämmen». Eine Kur kann dabei Wunder bewirken und das Kämmen merklich erleichtern. Ist das Haar bereits geschädigt, dann ist eine Schonzeit einzulegen. In dieser Zeit sollte man auf Tönungen oder Färbungen verzichten.

 

Natürliche Haarkur selber machen

Jeder Haartyp verlangt nach einer anderen Haarpackung, denn jeder Schopf hat seine speziellen Bedürfnisse. Aus diesem Grund bietet es sich an, mit den verschiedenen Zutaten der Haarkuren zu experimentieren und diese zu variieren – solange bis man die passende Pflege für sich findet. Um das Haar vielseitig zu pflegen, vermischt man unterschiedliche Produkte miteinander. Das Eigelb hilft, die Masse zu binden und enthält Lecithin, was heutzutage noch in vielen Shampoos enthalten ist. Honig und Öl verleiht neuen Glanz. Mit der Zeit erhält man ein Gespür für die richtige  Zusammenstellung. Selbstgemachte Haarkuren werden stets frisch zubereitet und sind im Kühlschrank etwa einen Tag haltbar. Um allergische Reaktionen auszuschliessen, bietet sich vorab ein Test auf einer kleinen Hautstelle an.

Die Kur hat eine gewisse Einwirkungszeit.

Die Kur sollte gleichmässig im Haar verteilt werden. Anschliessend bleibt sie eine Weile auf dem Haar um einwirken zu können. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Trockenes Haar: Kur mit Olivenöl

Wenn es dem Haar an Feuchtigkeit fehlt, dann helfen qualitativ hochwertige Öle. Der bekannteste «Haarretter» ist wohl das Olivenöl. Man massiert es in das ungewaschene Haar ein und lässt es über Nacht einwirken. Wichtig ist, ein Handtuch über das Kopfkissen auszubreiten, um Fettflecken zu verhindern. Am Morgen ist die Oliven-Haarkur eingezogen und die Reste werden mit einem sanften Shampoo ausgewaschen. Alternativ kann man Oliven-, Sesam- oder kaltgepresstes Kokosöl in einem Becher in der Hand erwärmen. Die Flüssigkeit trägt man auf die Haarspitzen auf und lässt es mindestens eine Stunde einwirken. Die Öle geben dem Haar neuen Glanz und Spannkraft zurück. Darüber hinaus eignen sich auch Jojoba-, Wallnuss- und Fruchtöle, die in Reformhäuser erhältlich sind.

Avocado-Haarpackung bei strapaziertem und coloriertem Haar

Wer es fruchtiger mag, verwendet eine reife Avocado. Diese wird zerkleinert und mit einem Esslöffel Zitronensaft, einem Esslöffel Honig, einem Ei und einem kleinen Becher Joghurt oder Sahne vermengt. Die Avocado-Haarkur bringt man auf das nasse Haar auf und umwickelt es mit einem Handtuch. Wer Flecken vermeiden möchte, zieht als Erstes eine Plastikhaube auf. Nach  einer Stunde wäscht man das Haar mit einem sanften Shampoo. Findet man im Kühlschrank nur Avocado und Eier – kein Problem! Die beiden Zutaten genügen für eine Haarpackung. Dafür zerdrückt man die Avocado und mischt zwei Eigelb hinzu. Die Masse wird in das Haar geknetet, wo sie mindestens 20 Minuten einwirkt.

Honig ist ein Bestanteil vieler Haarkuren.

Honig ist ein Bestanteil vieler Haarkuren. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Honig und Ei als natürliche Haarpflege

Man mixt vier Esslöffel Honig, ein Eigelb und einen Teelöffel frischgepressten Zitronensaft. Daraus entsteht eine natürliche Haarpflege, die man auf das feuchte Haar aufträgt. Anschliessend umwickelt man den Kopf mit einem Handtuch. Nach einer Einwirkzeit von etwa zehn bis 15 Minuten spült man den Schopf aus. Danach ist die Frisur leicht kämmbar.

Glänzendes und geschmeidiges Haar

Für diese Haarpackung löst man einen Teelöffel Honig in einem Viertel Liter Warmwasser auf und gibt etwas Zitronensaft oder Obstessig hinzu. Das Essig bewirkt, dass sich das Haar gut kämmen lässt. Glanz und mehr Volumen bringt auch eine Bierspülung, was sich seit Jahrzehnten als Hausmittel bewährt hat. Dafür giesst man nach der Haarwäsche eine Flasche Bier über den Schopf. Das Bier wirkt wie ein Schaumfestiger und wird nicht ausgespült. Der Geruch ist nach dem Fönen verschwunden.

Haarpackungen: Mehr Spannkraft für träges Haar

Wenn das Haar spröde und energielos herunterhängt, dann kann man eine Haarkur aus Buttermilch und Brennnessel selber machen. Dafür lässt man den Brennnesseltee maximal 15 Minuten ziehen. Danach wird eine Tasse des Sud und eine Tasse Buttermilch vermischt. Die Masse wird ins feuchte Haar einmassiert. Das Haar wäscht man nach etwa zehn Minuten aus und giesst als Abschluss eine Tasse des kühlen Brennnesseltees über den Schopf.

Alle natürlichen Haarpackungen enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Aus diesem Grund empfehlen Experten, selbstgemachte Haarkuren nicht mehr als zwei Mal im Monat zu verwenden. Wichtig ist auch, die Kuren sehr gründlich auszuspülen. Sonst besteht die Gefahr, das Haar schnell zu überpflegen. Sollten die Haare im Anschluss einer Kur fettig werden bzw. wirken, dann eignet sich diese nicht für den jeweiligen Haartyp. Folglich kann man mit dieser Zusammensetzung experimentieren oder ein anderes Rezept ausprobieren oder sich eine eigene Rezeptur für eine natürliche Haarkur selber ausdenken.

Quellen:  «Schminken, Masken, schönes Haar» (1987) von Jean Pütz und Christine Niklas
 

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