Saure Rinse: Natürliche Spülung für gesundes Haar

Trockenes und sprödes Haar entsteht durch hartes Wasser, Zusatzstoffe im Shampoo und Hitze. Mit einer sauren Rinse verleihen Sie trockenem Haar neuen Glanz und machen es leichtere Kämmbar. Was saure Rinse ist, wie Sie sie selber herstellen und Tipps on Top für besonders reichhaltige Haarpflege.

Saure Rinse für die Haarpflege: Rezept, Anwendung & Tipps
Saure Rinse bringt trockenes Haar zum glänzen. Foto ©  / iStock / Getty Images Plus
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Herkömmliche Pflegeprodukte mit chemischen Zusatzstoffen können  die Haarstruktur angreifen. Das Ergebnis: Glanzloses und trockenes Haar. Mit einer sauren Rinse pflegen Sie Ihre Haare auf natürliche Weise und ganz ohne Zusatzstoffe. Die Spülung aus kaltem Wasser und Apfelessig pflegt nicht nur Haare und Kopfhaut, sondern besteht aus naturreinen Zutaten und belastet weder das Haar, noch die Umwelt.

Was ist saure Rinse überhaupt?  

Saure Rinse ist eine natürliche Haarspülung, die sich aus nur zwei Zutaten zusammensetzt: Essig und Wasser. Die saure Haarspülung wird nach dem Haarewaschen angewendet und spült Rückstände von Pflegeprodukten oder Haarseife aus dem Haar. Dadurch lässt sich das Haar nach dem Waschen leichter kämmen und erhält seinen natürlichen Glanz zurück. Zugegeben, es mag ungewohnt klingen, sich mit Essig die Haare auszuspülen. Aber keine Sorge: der Essiggeruch verflüchtigt sich, sobald die Haare trocken sind. Der grosse Vorteil der sauren Rinse ist der, dass die Spülung - anders als herkömmliche Haarpflegeprodukte - ganz ohne Zusatzstoffe auskommt. Ausserdem können Sie saure Rinse ganz einfach selber machen.

Saure Rinse - wofür?

Durch UV-Strahlung, Hitze, Chemikalien und kalkhaltiges Wasser verliert das Haar seinen natürlichen Schutzmantel und damit auch seinen Glanz. Durch tägliches Haarewaschen wird die oberste Schuppenschicht des Haars angegriffen und aufgeraut. Das sorgt für Spliss und trockene Haare und das Haarekämmen wird zur Tortur. 

Gerade Shampoos mit Silikonen belasten die Haarstruktur, beschweren das Haar und entziehen ihm die natürliche Feuchtigkeit. Deshalb greifen viele vermehrt zu natürlicher Haarpflege in Form von festem Shampoo, Aleppo-Seife oder Haarseife. Das schont nicht nur das Haar, sondern auch die Umwelt, da Haarseifen meist in einer umweltfreundlichen oder ganz ohne Verpackung auskommen und aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Doch auch Haarseife kann nach dem Waschen Rückstände hinterlassen.

Sogenannte "Kalkseife" bildet sich dann, wenn Ihr Wasser besonders kalkhaltig ist. Der Kalk mindert die Waschkraft der Seife, was zu Rückständen auf Haar und Kopfhaut führt. Dann fühlt es sich auch direkt nach dem Waschen schnell so an, als habe man fettige Haare.

Mit einer sauren Rinse lassen sich Seifen- und Kalkrückstände schonend aus dem Haar entfernen. Die Säure neutralisiert den pH-Wert der Haarseife und sorgt auf diese Weise für neuen Glanz und bessere Kämmbarkeit.

Rezept: So stellen Sie saure Rinse her

Saure Rinse mit ApfelessigSaure Rinse besteht aus Wasser und Apfelessig. Foto © Madeleine_Steinbach / iStock / Getty Images Plus

Saure Rinse haben Sie im Nu selbst hergestellt. Alles was Sie dafür brauchen, sind:

  • 1 Liter Wasser (kalt)
  • 2 Esslöffel Apfelessig

Geben Sie die beiden Zutaten einfach ein eine sterilisierte Glasflasche und schütteln Sie diese, damit sich Wasser und Essig gut vermischen. Schon ist Ihre selbst hergestellte Rinse anwendungsbereit.

Variationen: Rinse mit einzelnen Zutaten aufpeppen

Viele scheuen davor zurück, sich nach der Haarwäsche Essig über das Haar zu giessen. Der saure Geruch verflüchtigt sich zwar nach dem Trocknen, doch unter der Dusche kommen Sie um den Essiggeruch nicht herum. Wer saure Rinse lieber ohne Apfelessig herstellen möchte, kann stattdessen Zitronensaft oder Zitronensäure verwenden. Bei Zitronensäure sollten Sie vorsichtig sein: Bereits ein gestrichener Teelöffel reicht für einen Liter Wasser. Wenn Sie Zitronensaft hinzugeben, gilt die gleiche Dosierung wie beim Apfelessig.

Wer zum ersten mal eine Rinse anwendet, kann sich langsam herantasten: Fangen Sie mit einem Esslöffel Essig je Liter Wasser an und steigern Sie die Konzentration des Essigs langsam. So gewöhnt sich Ihr Haar an die Säure - und Sie sich an den Geruch unter der Dusche.

Sie können die saure Rinse auch nach individuellem Bedarf aufpeppen. Besonders für blondes Haar eignet sich Kamillentee als zusätzliche Zutat in der sauren Rinse. Kochen Sie dafür einen halben Liter Kamillentee und lassen ihn über mehrere Stunden ziehen und abkühlen. Dann mischen Sie den Tee mit einem halben Liter kaltem Wasser und ein bis zwei Esslöffeln Essig oder Zitronensaft. Kamillentee und Zitronensaft hellen blondes Haar leicht auf. Eine Tee-Rinse pflegt zusätzlich und duftet milder als eine reine Essig-Rinse. 

Für braunes oder schwarzes Haar eignet sich Schwarzer Tee besonders als ergänzende Zutat in der Rinse. Verfahren Sie hierfür genau gleich wie mit dem Kamillentee. Der Schwarztee verstärkt den natürlichen Farbton und regt die Durchblutung der Kopfhaut an.

Für einen frischen Duft können Sie der sauren Rinse zwei bis drei Tropfen ätherisches Öl hinzufügen. Dafür eignen sich etwa Lavendelöl, Salbeiöl oder Teebaumöl. Letzteres wirkt zusätzlich sanft gegen Schuppen und fettige Kopfhaut und reinigt das Haar besonder intensiv.

Tipps zur Anwendung von saurer Rinse

Saure Rinse verwenden Sie am besten kalt, da sie so am besten wirkt. Warmes Wasser aus dem Hahn ist ausserdem kalkhaltiger, weshalb Sie auch für die Herstellung der sauren Rinse kaltes Wasser verwenden sollten.

Am besten ist es, wenn Sie die saure Rinse direkt vor der Anwendung herstellen. Geben Sie die Spülung nach dem Waschen über Haare und Kopfhaut und massieren sie sanft ein. Saure Rinse sollte optimal als leave-in-Spülung verwendet werden: Geben Sie die Rinse nach dem Waschen über das Haar und spülen Sie nicht mit Wasser nach. Wenn Sie die Lösung trotzdem lieber ausspülen möchte, ist es ratsam, kaltes Wasser zu verwenden. So stellen Sie sicher, dass sich keine Kalkseife oder Überreste vom Shampoo auf der Kopfhaut befinden.

Tipp: Wenn bei Ihnen besonders hartes Wasser aus der Leitung kommt, tun Sie generell gut daran, nach der Haarwäsche einmal gründlich mit kaltem Wasser nachzuspülen. Denn hartes Wasser sorgt für sprödes Haar ohne Glanz und erschwert das Waschen mit einer Haarseife. Da die kalte Rinse sauer ist, reguliert die den niedrigen pH-Wert von kalkhaltigem Wasser und Haarseife und befreit Ihre Haare von austrocknenden Rückständen.

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