Dos und Don'ts für die perfekte Handpflege

Gepflegte Hände sehen schön aus und fühlen sich weich an. Damit sie durch ständiges Waschen, Kälte und Heizungsluft nicht rau und trocken werden, ist die richtige Handpflege gefragt.

Dos und Don'ts für die perfekte Handpflege
Natürlich schöne Hände dank der richtigen Handpflege. Foto © Foremniakowski / iStock / Getty Images Plus
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Ob bei der Arbeit, im Garten oder im Haushalt: Unsere Hände sind ständig im Einsatz. Und sie bekommen von Sonne über Kälte, Schmutz, Seife und Wasser alles ab. Dabei ist die Haut an den Händen fast so empfindlich wie unsere Gesichtshaut, bekommt aber selten die gleiche Aufmerksamkeit.

Damit die Hände nicht rau und unsere Nägel nicht brüchig werden, kannst du sie mit der optimalen Handpflege und einfachen Hausmitteln richtig verwöhnen. Schliesslich sollen unsere Hände nicht nur als Werkzeug dienen, sondern dabei bitte auch schön aussehen.

Richtige Handpflege beginnt beim Händewaschen

Die richtige Handpflege beginnt schon beim Waschen. Zwar ist das Händewaschen wie das Duschen eine Angewohnheit, über die man nicht grossartig nachdenkt, doch tatsächlich kann man dabei einiges falsch machen.

Hände richtig waschen
Beim Waschen die Handrücken nicht vergessen. Foto © LaylaBird / iStock / Getty Images Plus

Diese Don'ts solltest du vermeiden:

  • Die Hände unter zu heissem Wasser reinigen. Heisses Wasser trocknet die Haut besonders schnell aus und zerstört den hauteigenen Schutzfilm.
  • Das Einseifen zu kurz fassen. Schliesslich willst du beim Händewaschen Viren und Bakterien von den Händen spülen. Schalte den Wasserhahn aus und vergiss beim Einseifen auch Handrücken, Finger und Nägel nicht.
  • Nur halbherzig abtrocknen. Es ist wichtig, die Hände gründlich mit einem sauberen Handtuch zu trocknen. Denn bleiben sie feucht, bilden sich schnell wieder Bakterien und die Haut trocknet aus.

Tipp: Verwende eine pH-neutrale Seife ohne Duftstoffe. Diese ist viel sanfter als eine parfümierte Seife.

Gerade in Corona-Zeiten ist es ausserdem wichtig, die Hände lange genug zu waschen. Eine Faustregel besagt, dass man während des Händewaschens zweimal «Happy Birthday» singen soll. Erst dann sind die Hände wirklich sauber. Mehr Tipps zum richtigen Händewaschen findest du hier.

Zur richtigen Handpflege gehört eine Handcreme

Bei vielen ist die Handpflege mit dem regelmässigen Händewaschen schon erledigt. Doch die zarte Haut verdient definitiv mehr Pflege. Denn ständiges Reinigen stört den natürlichen Fettfilm der Haut. Eine Handcreme wirkt trockenen Händen entgegen und schützt vor rissiger Haut.

Von sehr reichhaltigen Cremes über solche mit Urea bis zu duftenden Varianten – die Auswahl an verschiedenen Handcremes ist riesig. Um die richtige Handcreme zu finden, passt du sie am besten auf den eigenen Hauttyp, die Belastung sowie die Jahreszeit an. Denn im Winter braucht selbst normale Haut eine intensivere Pflege. Aber auch, wenn du arbeitsbedingt besonders häufig deine Hände wäschst oder desinfizierst, ist eine fetthaltige Creme zu empfehlen. Besonders reichhaltig sind etwa die Handcremes der Reihe «Skin Food» von Weleda.

Beim Kauf der Handcreme lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Pflanzliche Öle wie Sheabutter, Mandelöl oder Jojobaöl machen eine Creme besonders reichhaltig und eignen sich für die Pflege sehr beanspruchter oder trockener Haut. Aloe Vera Gel und natürliches Glycerin – ein pflanzlicher Feuchtigkeitsspender – sind ebenfalls hochwertige Zutaten, die für gepflegte Hände sorgen und sich für normale Haut eignen.

Und wann sollte man die Hände eincremen? Auch das kommt auf deinen Bedarf an. Im Sommer ist trockene Haut seltener ein Problem als im Winter. Wenn du in der kalten Jahreszeit raue Haut hast, kannst du sie mehrfach täglich eincremen.

Die Handrücken eincremen
Gegen Fettfinger die Creme nur auf den Handrücken verteilen. Foto © verona_S / iStock / Getty Images Plus

Du magst die fettigen Finger nach dem Eincremen nicht und lässt es deshalb lieber ganz bleiben? Tipp: Gib die Handcreme auf den Handrücken und verteile sie gleichmässig, indem du beide Handrücken aneinander reibst. So gelangt die Creme nicht auf die Innenseiten der Finger und du vermeidest unschöne Fettabdrücke auf Möbeln, Handy & Co.

Die Nägel nicht vergessen

Nicht nur beim Eincremen, sondern generell geraten die Nägel bei der Handpflege oft in Vergessenheit. Dabei kannst du sie mit einer DIY-Maniküre mal so richtig verwöhnen.

Die besten Tipps für die Maniküre daheim:

1 Ziehe die Nagelfeile der Schere vor und feile die Nägel nicht zu kurz, sonst kann sich die Haut darunter schnell entzünden. Zu lange Fingernägel hingegen bieten viel Platz für Bakterien.

2 Lackiere deine Fingernägel nicht zu häufig, sonst entstehen schnell gelben Verfärbungen. Lasse sie zwischendurch am besten eine Woche unlackiert. Bio-Nagellack schont die Nägel zusätzlich. Hier findest du unsere liebsten Marken für hochwertigen Bio-Nagellack.

Nagelhaut nicht abschneiden
Die Nagelhaut mit einem Nagelhautschieber zurück schieben. Foto © Kerkez / iStock / Getty Images Plus

3 Schneide die Nagelhaut nicht ab. Wenn du sie entfernen möchtest, kannst du deine Finger erst für 5 Minuten in ein Wasserbad halten und anschliessend die aufgeweichte Nagelhaut mit einem Nagelhautschieber vorsichtig zurückschieben. So schonst du das empfindliche Nagelbett.

4 Last but not least: Wenn du Fingernägel kaust, kannst du es dir mit einem Antikau-Nagellack abgewöhnen. Den gibt's etwa von Provida. Denn Nägelkauen ist nicht nur unhygienisch, es sieht auch nicht schön aus und im schlimmsten Fall kann es zu Entzündungen von Haut und Nagelbett führen.

Übrigens: Es ist ein Irrglaube, dass die weissen Punkte auf den Nägeln durch Mangelernährung bedingt werden. Sie entstehen durch kleine Verletzungen der Nagelwurzel, also etwa durch kleine Stösse oder Nägelkauen.

Intensive Handpflege für richtig schöne Hände

Wenn du gerade im Winter besonders beanspruchte Hände hast, reicht manchmal auch die fettigste Handcreme nicht aus. Dann kannst du bei der Handpflege noch auf Handmasken, Peelings und ein Handbad setzen.

Für eine wirksame Handmaske eignet sich eine sehr reichhaltige Creme, etwa von Martina Gebhard, oder ein reines Pflanzenfett wie Kokosöl oder Sheabutter. Trage diese grosszügig auf Haut und Nägel auf und ziehe Handschuhe über. Am besten lässt du die Handmaske über Nacht einwirken und ziehst die Baumwollhandschuhe erst am nächsten Morgen wieder aus, sodass deine Hände die Feuchtigkeit richtig aufnehmen.

Ein Handpeeling befreit die Haut von abgestorbenen Hautschuppen und spendet Feuchtigkeit. Dafür vermischst du etwa 1 EL Olivenöl mit 1 EL Meersalz und 1 TL Zitronensaft, trägst es in kreisenden Bewegungen auf und wäschst es nach 10 Minuten mit lauwarmem Wasser ab. Hier findest du weitere Rezepte für pflegende Handpeelings.

Verwöhnung pur bietet ein warmes Handbad. Bringe dafür 0,5 Liter Wasser zum Kochen, gib es in eine grosse Schüssel und mische 2 EL Olivenöl und 2 EL Kamillenblüten dazu. Lasse alles so lange ziehen, bis das Wasser eine angenehme Temperatur erreicht hat. Nun kannst du deine Hände für etwa 10 Minuten ins Bad legen. Anschliessend mit einem frischen Handtuch abtupfen und die Hände eincremen.

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