Was für eine Kürbissorte am besten zu welchem Rezept passt

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Eignet sich der Hokkaido für eine feine Suppe? Oder kann man den Butternut gut für Kürbiskuchen verwenden? Die gängigsten essbaren Kürbissorten, wann sie Saison haben und zu welchem Rezept sie ideal passen.

Kürbissorten: Was für ein Kürbis gut zu welchem Rezept passt
Foto: © vicuschka / iStock / Thinkstock

Eine der beliebtesten essbaren Kürbissorten ist wohl der Hokkaido. Diese nussig-süsse Kürbissorte hat den Vorteil, dass man sie gegart mit Schale essen kann. Die meisten anderen Kürbissorten, wie Butternut oder Patisson, sollten vor dem Verzehr geschält werden. Nur eine weitere Art kann noch mit Schale gegessen werden: Die Zucchini. Denn auch sie zählt zu den Kürbissorten.

Kürbissorten im Überblick

Besonders gross ist die Auswahl an Gartenkürbissen. Gross, klein, dünn, dick, cremefarben, grün oder orange. Die Sortenvielfalt ist immens. Hierzu zählt etwa der Pattypan Squash oder auch Patisson.

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Eine vielseitige und beliebte Kürbissorte: Der Butternusskürbis

Den Butternusskürbis nennt man auch Birnenkürbis. Er hat nämlich eine Birnenform. Sein Fruchtfleisch ist buttrig und hat einen nussig-aromatischen Geschmack. Deshalb ist er, neben dem Hokkaido, eine der beliebtesten Kürbissorten.

Sowohl das einfache Schälen als auch die wenigen Kerne machen die Verarbeitung dieses Wintergemüses zudem besonders leicht. Hinzu kommt, dass der Butternusskürbis sich für alle möglichen Rezepte eignet, wie zum Beispiel für «Kürbis-Rezepte: Die einfachen Klassiker».

Verarbeiten Sie ihn zudem als Püree, Suppe oder geröstete Beilage. Ebenso gut schmeckt er aber eingelegt. Sie können auch gut Kuchen und Puddingspeisen aus dieser Kürbissorte herstellen. Mit Gewürzen und Kräutern dürfen Sie beim Butternusskürbis mutig sein. Er passt gut beispielweise zu Knoblauch, Curry, Chili oder frischen Kräutern. Foto: © Nungning20 / iStock / Thinkstock
 

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Die Moschuskürbisse haben ebenso mehrere Kürbissorten zu bieten. Eine der bekanntesten ist der beliebte Butternut. Sein Vorteil: Wenig Kerne und viel Fruchtfleisch.

Lustig anzuschauen und dabei auch richtig aromatisch sind die verschiedenen Kürbissorten der Bischofsmütze. Namen wie Türkenturban oder Roter Turban beschreiben die einer Kopfbedeckung ähnelnde Wuchsform dieser Kürbisse. Ein Nachteil der Bischhofsmützen: Sie sind durch ihre unregelmässige Formgebung etwas aufwändiger zu schälen.

Von pikant bis süss: Kürbisse für jeden Geschmack

Wohl einer der besten Kürbissorten zum Suppe zubereiten ist der Halloween-Kürbis mit seinem äusserst fruchtigen Inneren. Beliebt ist dieser neben der Verwendung in Suppe auch für den klassischen amerikanischen Kürbiskuchen. Der nussig-süsse Hokkaido eignet sich aber ebenso gut für eine herzhafte Suppe und lässt sich ausserdem ausgezeichnet braten oder im Backofen – ganz, gefüllt oder in Scheiben – zubereiten.

Roh im Salat eignet sich der junge Patisson-Kürbis sehr gut und der kleine Jack be little ist nicht nur ein optisch ansprechender Zierkürbis, sondern toll aus dem Backofen und für Süssspeisen. Muskatkürbisse sind Alleskönner, die von herzhaft bis zur süssen Konfitüre vielfältig verarbeitet werden können.

Ideale Kürbissorten nach Saison

Grundsätzlich kann man Kürbisse in Sommerkürbis und Winterkürbis unterscheiden. Sommerkürbisse nennt man jene, die besonders früh geerntet werden. Hierzu zählt der Patisson, der aufgrund seiner Diskusform auch UFO-Kürbis genannt wird. Der Patisson ist am bekanntesten als weisse Kürbissorte, wobei es ihn auch in gelb-orange gibt.

Der Eichelkürbis und der beliebte Spaghettikürbis sind weitere Kürbissorten, die es ab dem späten Sommer gibt. Das Fruchtfleisch der letzteren Kürbissorte lässt sich nach dem Kochen des ganzen Kürbis in langen Fasern vorsichtig aus der Frucht herauskratzen. Dies erinnert optisch an den italienischen Nudelklassiker und kann auch so, etwa mit Pastasauce, gereicht werden. Auch der Hokkaidokürbis zählt zu den eher frühen Sorten, die aber nicht besonders lange lagerfähig sind.

Zu den Winterkürbissen zählen die späteren Sorten, die man auch wunderbar lagern kann. Unter optimalen Bedingungen, trocken und kühl bei etwa 10 Grad, halten diese Kürbissorten bis weit ins Frühjahr und sind deshalb auch sehr lange im Handel erhältlich. Die bekanntesten dieser Winterkürbisse sind Butternut und der Halloween-Kürbis.

Die meisten Kürbissorten sind essbare Kürbisse. Im Handel ist dies im Zweifelsfall ganz klar vermerkt. Insbesondere die kleinen Zierkürbissorten enthalten aber den Bitterstoff Cucurbitacin. Sie zählen zu den giftigen Kürbissorten, denen man aber schon aufgrund des sehr bitteren Geschmacks anmerkt, dass man sie besser nicht essen sollte. Tipp: Im Zweifelsfall ein kleines Stück rohen Kürbis testen. Der Bitterstoff kann mehr oder weniger starke Magenreizungen oder Übelkeit auslösen. Tödlich soll er aber nicht sein.

Hier finden Sie klassische Kürbisrezepte, lustige Ideen zum Kürbis schnitzen und eine Anleitung, wie sie im nächsten Jahr Kürbisse richtig säen.

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann