Diese Vorteile bietet das Trendgetränk Lupinenkaffee

Kaffee aus Lupinen ist nicht nur eine nachhaltigere Variante gegenüber herkömmlichem Kaffee. Weshalb Lupinenkaffee so gesund ist, wo man ihn kaufen kann und wie die Zubereitung garantiert klappt.

links eine Tasse Kaffee / rechts eine Hand, welche die Süsslupine-Frucht zeigt
Regionaler, nachhaltiger Kaffee: Die Süsslupine macht diesen Traum wahr. © manbo-photo / iStock / Getty Images und lupinenkaffee.ch / KernGrün Schweiz AG
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Lupinenkaffee – Das Wichtigste in Kürze

Sodbrennen, Zittern oder nachts nicht einschlafen können – das können unangenehme Nebeneffekte von klassischem, koffeinhaltigem Kaffee sein. Doch nicht nur bei solchen Beschwerden ist Lupinenkaffee eine willkommene Alternative. Auch Nachhaltigkeitsaspekte sprechen für diesen Kaffee, da er auf einem heimischen Rohstoff basiert und zu fairen Arbeitsbedingungen hierzulande verarbeitet werden kann. 

Inhaltsstoffe: Daraus besteht der Lupinenkaffee

Lupinenkaffee wird aus den Samen der Süsslupine gewonnen. Die Süsslupine gehört zu den Hülsenfrüchten und ist daher durch einen hohen Eiweissgehalt von bis zu 40% sehr proteinreich. Nicht zu verwechseln ist die Süsslupine mit der Bitterlupine respektive Gartenlupine. Die Letzteren sind nämlich giftig. Da in der Natur vorwiegend die giftigen Pflanzen wachsen und diese optisch nur schwer von der Süsslupine zu unterscheiden sind, solltest du also davon absehen, dich an der Pflanze aus der Nachbarschaft zu bedienen.

Wie viel Koffein steckt im Lupinenkaffee?

Lupinenkaffee enthält keinerlei Koffein. Das führt dazu, dass unangenehme Nebeneffekte wie Nervosität, Herzrasen oder Schlafschwierigkeiten – welche bei Bohnenkaffee auftreten können, ausbleiben.

Unterschiede zum Getreidekaffee

Sowohl Lupinenkaffee als auch Getreidekaffee sind beide frei von Koffein. Da letzterer aber meist hauptsächlich aus Roggen und Gersten besteht, ist er bei Glutenunverträglichkeit keine Option. Kaffee aus Lupinen ist hingegen glutenfrei und daher auch für Personen mit Zöliakie bedenkenlos geniessbar.

ein Feld mit grünen Halmen
Die anspruchslose Süsslupine ist als Schmetterlingsblütler auch ein Mehrwert für die Biodiversität. © lupinenkaffee.ch / KernGrün Schweiz AG

Das macht den Lupinenkaffee gesund

Lupinenkaffee ist reich an wichtigen Inhaltsstoffen. Neben einem hohen Proteingehalt verfügt Lupinenkaffee über viele Ballaststoffe. Weiter enthält die Süsslupine viel Magnesium, Kalium, Eisen und Kalzium. Lupinenkaffee passt also gut in einen bewussten Ernährungsplan.

Ist Lupinenkaffe sauer oder basisch?

Im unverarbeiteten Zustand ist die Lupine frei von Säure. Jedoch wird die Süsslupine geröstet, um als Kaffeeersatz verwendet werden zu können. Dieser Vorgang trägt zu einer leichten Säurebildung bei. Diese ist jedoch deutlich tiefer als bei herkömmlichem Kaffee. Lupinenkaffee ist daher fast komplett basisch und sehr magenfreundlich.

Mögliche Nebenwirkungen von Lupinenkaffee

Kaffee aus Lupinen enthält Histamin, weshalb Personen mit einer entsprechenden Unverträglichkeit oder einer Unverträglichkeit gegenüber Lupinen darauf verzichten sollten. Wer sich über die Verträglichkeit im Unklaren ist, sollte am besten einen Arzt konsultieren.

Wo du Lupinenkaffee in der Schweiz kaufen kannst

Hierzulande ist der Trend Lupinenkaffe noch nicht bei den Grossverteilern angekommen. Stand 2023 führen deshalb weder Coop und Migros, noch in Bio-Lädeli wie Alnatura Lupinenkaffee in ihren Sortimenten. Jedoch findet man online und in entsprechenden Lebensmittel-Fachgeschäften eine Vielzahl von Sorten kleinerer Schweizer Anbieter. Hier einige Beispiele:

So klappt’s mit der Zubereitung von Lupinenkaffee

Lupinenkaffee gibt es entweder als ganze Bohnen oder bereits gemahlen zu kaufen. In Form von Kapseln oder Pads ist er hingegen (noch) nicht verfügbar.

Am häufigsten wird Lupinenkaffee als Pulver verwendet und mit einer Siebträger-Maschine, einer Espressokanne oder einer French Press zubereitet. Da Lupinenkaffee stärker quellt als Bohnenkaffeepulver, sollte das Sieb einer Siebträger-Maschine nur zu einem Drittel, jenes der Espressokanne zu zwei Dritteln befüllt werden. Bei der Siebträgermaschine sollte man das Pulver nur leicht anpressen – bei der Zubereitung mit der Espressokanne sollte man gänzlich darauf verzichten. Wer für die Zubereitung des Lupinenkaffees eine French Press (3,5 dl) nutzt, sollte zirka 40g Pulver verwenden. Danach einfach mit heissem Wasser übergiessen und etwa drei bis vier Minuten ziehen lassen.

Grundsätzlich ist es auch möglich, den Lupinenkaffe mittels ganzen «Bohnen» im Kaffee-Vollautomaten zuzubereiten. Um sicher zu gehen, dass du deine Maschine nicht schädigst, solltest du jedoch vor der ersten Zubereitung sicherheitshalber beim Maschinenhersteller abklären, ob sich dein Gerät für Lupinen eignet.

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