Diese Frucht- und Gemüsesorten haben jetzt Saison

Nachhaltig essen bedeutet, vor allem auf regionale und saisonale Lebensmittel zu setzen. Welche Produkte bei uns im Herbst Saison haben und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Regionale Lebensmittel: Saisonales Gemüse und Früchte im Herbst
Im Herbst gibt es zahlreiche Gemüsesorten, die noch Saison haben. Foto: Pavliha, iStock / Getty Images Plus
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Zweifellos ist die Auswahl an Früchten aus der Region im Herbst und Winter eingeschränkt. Doch beim Gemüse sieht das ganz anders aus. Auf jeden Fall bleibt genug für einen reich gedeckten Tisch. Besonders, wenn Sie vielseitig kochen und auch mal andere Rezepte ausprobieren, wird es garantiert nicht langweilig!

Regionale Lebensmittel im Herbst: Wenig Früchte, ...

Verzicht ist nun besonders bei Früchten angesagt. Immerhin können Sie noch zahlreiche Sorten Äpfel und Birnen aus regionalem Anbau geniessen. Bis in den Dezember hinein sind auch Quitten noch erhältlich. Und Schweizer Kiwis werden je nach Temperaturen ab Oktober geerntet und müssen erstmal noch gelagert werden, bis sie die richtige Süsse entwickelt haben.

Nicht verpassen!

Gerade bei den Äpfeln lassen sich viele Sorten gut lagern. Laut Schweizer Obstverband halten sich einige Lagersorten bis zum Frühjahr, etwa Boskoop und Gala. Herbstsorten wie Cox Orange und Elstar hingegen sind im Naturlager nur bis Mitte November oder Mitte Dezember haltbar - alles Spätere stammt aus dem Kühllager. Auch Apfelringli sind ein nahrhafter Snack, der das ganze Jahr über schmeckt. Birnen sind nach Äpfeln das hier zu Lande am häufigsten angebaute Obst. Sie überstehen den Winter jedoch allenfalls im Kühllager.

... viel Gemüse

Beim Gemüse ist die Auswahl auch in den kälteren Monaten gross. Viele Gemüsesorten haben jetzt Hochsaison, zum Beispiel Federkohl, Rosenkohl, Herbstrübe, Kürbis und Pastinaken. Auch bei den ganzjährigen Gemüsesorten können Sie weiterhin unbesorgt zugreifen. Dazu zählen Karotten, Kartoffeln, Lauch, Rüben, Nüsslisalat, Kabis, roter Cicorino und Zwiebeln. Einige beliebte Lebensmittel wie Broccoli, Eisbergsalat, Endivien und Fenchel haben noch bis einschliesslich November Saison. Bis Dezember gibt es Kopfsalat, Lollo rosso, Batavia und Kardy.

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Eine wärmende Cremesuppe mit gesundem Broccoli kann im Winter eine wahre Wohltat sein. Foto: © manla / Fotolia.com

Eine wärmende Cremesuppe mit gesundem Broccoli kann im Winter eine wahre Wohltat sein. Foto: © manla / Fotolia.com

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Genfer Spezialität: Kardy

So können Sie auch im Herbst eine besondere Spezialität geniessen. Der aus der Genfer Region stammende Kardy ist das erste Schweizer Gemüse mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung. Das berichtet das Schweizer Weinportal Ernesto Pauli. Demnach hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die Bezeichnung «Cardon épineux genevois» in das Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen eingetragen. Die Urpflanze der Artischocke wird in Genf traditionell am 11. Dezember, also zum Gedenktag Escalade, und während der Festtage aufgetischt.

Warum Vielfalt nicht unbedingt gesünder ist

Nicht verpassen!

Die Auswahl an regionalen Lebensmitteln mag gegen Ende Herbst und insbesondere im Winter geringer ausfallen. Doch es ist nicht unbedingt die Vielfalt, die eine gesunde Ernährung ausmacht. Vielmehr kommt es auf die Qualität an, und die ist bei frischen regionalen Lebensmitteln in der Regel höher. Die wertvollen Inhaltsstoffe können sich unter natürlichen Produktionsbedingungen am besten ausbilden. Ein langer Transport und jede längere Lagerzeit hingegen wirken sich nachteilig aus. Mit anderen Worten: Es bringt nicht unbedingt zusätzlichen Nutzen, den Speiseplan um weit gereiste und lange gelagerte Lebensmittel zu ergänzen. Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen setzt man besser auf Lebensmittel aus biologischem Anbau, die in der Schweiz gerade Saison haben.

Hier finden Sie eine Saisontabelle mit Schweizer Gemüse- und Obstsorten.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Coop bietet mit 4100 Produkten, davon über 2500 der Bio-Eigenmarke Naturaplan, das grösste Bio-Sortiment im Schweizer Detailhandel. Bereits 1993 hat Coop Naturaplan ins Leben gerufen. Das Label gilt bei Umweltorganisationen, unter anderem WWF, als eines der besten Bio-Labels überhaupt. Produktion und Herkunft der Lebensmittel lassen sich mit der Naturaplan-ID bis aufs Feld zurückverfolgen.

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