Bärlauch haltbar machen und so die Saison verlängern

Bärlauch hat eine sehr kurze Saison. Wer ihn länger geniessen will, kann die frischen Blätter einfrieren oder zu Butter und Pesto verarbeiten. Rezepte und Tipps, wie Sie Bärlauch am besten haltbar machen.

Bärlauch einfrieren und andere Methoden, um ihn haltbar zu machen
Die Haltbarkeit von frischem Bärlauch lässt sich bis zu einem Jahr verlängern. Probieren Sie feine Bärlauchbutter oder ein Bärlauchöl aus. Foto: © Ferumov /iStock / Getty Images Plus
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Wer Bärlauch mag, kann das würzige Kraut durch Haltbarmachen fast das ganze Jahr geniessen. Das lohnt sich allemal, denn Bärlauch ist sehr gesund. Wie Knoblauch enthält er das ätherische Öl Allicin, das Bakterien abtöten kann und dadurch ein natürliches Antibiotikum ist. Daneben enthält das Frühlingskraut viel Vitamin C und wichtige Mineralstoffe.

Bärlauch einfrieren und haltbar machen

Bärlauch einfrieren ist die einfachste Methode, um das würzige Kraut haltbar zu machen. So geht's: Man wäscht die Blätter, trocknet sie sorgsam ab und friert sie ganz oder fein gehackt in Beuteln oder Dosen ein. Achten Sie dabei auf die richtige Portionengrösse, damit Sie nicht zu viel Bärlauch unnötig auftauen.

Gefroren sollte Bärlauch sechs bis zwölf Monate problemlos haltbar sein. Verarbeitet wird er später direkt im gefrorenen Zustand, wobei es deshalb oft sinnvoller ist, das Grün gehackt einzufrieren, da es sich so etwa in einem Kräuterquark oder einer Sauce leichter verarbeiten lässt.

Bärlauch haltbar machen als Butter

Bärlauch haltbar machen als Bärlauchbutter

Bärlauchbutter braucht nur zwei Zutaten. Foto: © dirkr /iStock / Getty Images Plus

Besonders fein für eine Gemüsepfanne oder ein Steak vom Grill ist Bärlauchbutter. Einmal zusammen gerührt, ist diese etwa 2 bis 3 Wochen im Kühlschrank haltbar. Wer noch länger etwas davon haben möchte, kann Bärlauchbutter ebenfalls einfrieren und sie so bis zu einem halben Jahr lagern.

Bärlauchbutter selber machen

Um Bärlauchbutter zu machen, wird gewaschener, abgetrockneter und sehr fein gehackter Bärlauch mit zimmerwarmer, gesalzener Butter verrührt. Dazu das Kraut einfach mit einer Gabel oder einem Löffel unterheben. Für den maximalen Geschmack so viel Bärlauch untermengen, dass sich gerade noch eine kompakte Masse formen lässt und diese nicht zerfällt. Für einen milderen Geschmack nehmen Sie entsprechend weniger Bärlauch.

Zum Einfrieren füllen Sie die frische Bärlauchbutter in eine Dose. Für den Kühlschrank ist ein Schraubglas oder eine Glas- beziehungsweise Porzellanschüssel mit Deckel optimal.

Tipp: Machen Sie statt dem bewährten Chnoblibrot mal ein feines Bärlauchbrot im Ofen.

Bärlauch haltbar machen als Paste

Wer mit mit Bärlauch würzen möchte, aber Butter nicht mag, kann ihn auch als Bärlauchpaste einfrieren. Hierzu einfach auf je einen Bund Bärlauch einen Deziliter neutrales Öl geben, wie etwa Rapsöl, dazu 2 bis 3 Prisen Salz. Das Ganze mit dem Mixer oder Pürierstab bearbeiten, portionsweise oder als Masse abfüllen und einfrieren. So sollte der Bärlauch bis zu zwölf Monate haltbar sein.

Ähnlich einfach wie die Paste lässt sich auch Bärlauchpesto herstellen. Wie sie Bärlauch so haltbar machen, zeigt unser Rezept für Bärlauchpesto mit verschiedenen Variationen. https://www.nachhaltigleben.ch/food/rezepte/baerlauchpesto-rezepte-fuer-das-frische-fruehlings-kraut-4007

Mit Bärlauchöl die Saison verlängern

Bärlauch wird als Bärlauchöl haltbar

Bärlauchöl macht die würzigen Blätter besonders lange haltbar. Foto: © A_Lein /iStock / Getty Images Plus

Für feines Bärlauchöl braucht es nicht viel und die Herstellung ist einfach. Bärlauchöl ist bis zu einem Jahr haltbar und eignet sich hervorragend als Salatdressing. Das Bärlauchöl ist auch ein tolles Mitbringsel für ein Grillfest oder einfach so.

So machen Sie Bärlauchöl

Das braucht's

  • 50 g frische Bärlauchblätter
  • 2,5 dl Olivenöl
  • Einmachglas
  • Glasflasche für das fertige Öl

So geht's

Waschen und trocknen Sie die Bärlauchblätter. Dann die Blätter vierteln und in das Einmachglas geben. Mit dem Öl aufgiessen und verschliessen. Schwenken Sie das Glas etwas, damit sich die Blätter gut verteilen. An einem kühlen dunklen Ort das Öl 2 bis 3 Wochen ziehen lassen. Danach können Sie das Öl absieben und in eine schöne Glasflasche abfüllen.

Kann man Bärlauch auch trocknen?

Man kann strenggenommen alle Kräuter trocknen, so auch Bärlauch. Doch dabei verliert das gesunde Kraut viel von seinem Aroma. Auch wertvolle Inhaltsstoffe gehen durch den Prozess verloren. Bärlauch trocknen ist daher nicht die beste Methode, die Blätter haltbar zu machen.

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