Bärlauch haltbar machen und so die Saison verlängern

Bärlauch hat im Frühling immer nur ein paar Wochen lang Saison. Wer ihn länger geniessen möchte, kann die würzigen frischen Blätter aber sehr gut einlegen oder auch einfrieren. Tipps und Rezepte zum Bärlauch haltbar machen.

Bärlauch einfrieren und andere Methoden, um ihn haltbar zu machen
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Bärlauch einfrieren ist die einfachste Methode, um das würzige Kraut haltbar zu machen. Und das geht richtig einfach. Man wäscht die Blätter, trocknet sie sorgsam ab und friert sie ganz oder fein gehackt in Beuteln oder Dosen ein. So sollte Bärlauch sechs bis zwölf Monate problemlos haltbar sein. Verarbeitet wird er dann direkt im gefrorenen Zustand, wobei es deshalb oft sinnvoller ist, das Grün gehackt einzufrieren, da es sich so etwa in einem Kräuterquark oder einer Sauce leichter verarbeiten lässt.

Bärlauch als Butter haltbar machen

Besonders fein für eine Gemüsepfanne oder ein Steak vom Grill ist Bärlauchbutter. Einmal zusammen gerührt, ist diese etwa 2-3 Wochen im Kühlschrank haltbar. Wer noch länger etwas davon haben möchte, kann Bärlauchbutter ebenfalls bestens einfrieren und sie so bis zu einem halben Jahr lagern.

Um so eine Butter herzustellen, wird gewaschener, abgetrockneter und sehr fein gehackter Bärlauch mit zimmerwarmer, gesalzener Butter vermengt. Dazu das Kraut einfach mit einer Gabel oder einen Löffel unterrühren. Für den maximalen Geschmack so viel Bärlauch untermengen, dass sich gerade noch eine kompakte Masse formen lässt und diese nicht zerfällt. Zum Einfrieren in eine Dose füllen, für den Kühlschrank ist ein Schraubglas oder eine Glas- beziehungsweise Porzellanschüssel mit Deckel optimal.

Bärlauch haltbar machen mit Öl

Wer mit dem Bärlauch würzen möchte, aber Butter nicht mag, kann ihn auch als Bärlauchpaste einfrieren. Hierzu einfach auf je einen Bund Bärlauch einen Deziliter neutrales Öl geben, wie etwa Rapsöl, dazu 2-3 Prisen Salz. Das Ganze mit dem Mixer oder Pürierstab bearbeiten, portionsweise oder als Masse abfüllen und einfrieren. So sollte der Bärlauch bis zu zwölf Monate haltbar sein.

Ähnlich einfach wie die Paste lässt sich auch Bärlauchpesto herstellen. Wie sie Bärlauch so haltbar machen, verrät der Beitrag Gesunde Power für den Frühling: Leckere Rezepte mit Bärlauch.

Wer die Blätter mit Öl haltbar machen möchte, kann zudem einfach ein Bärlauchöl anfertigen. Dafür eine Flasche neutrales Öl nehmen, Bärlauch grob zerkleinern und alles in eine Schüssel geben. Zusätzlich einen halben Teelöffel Salz darüber streuen, wie es die Schweizer Starköchin Anne Wildeisen empfiehlt. Nun nur noch das Ganze abdecken und nach zehn Tagen in eine Flasche abseihen. Fertig ist eine feine Würze für den Salat, zum Grillieren oder für Gebratenes.

Kann man Bärlauch auch trocknen?

Man kann strenggenommen alle Kräuter trocknen, so auch Bärlauch. Doch dabei verliert das gesunde Kraut viel von seinem Aroma. Auch wertvolle Inhaltsstoffe gehen durch den Prozess verloren. Bärlauch trocknen ist daher nicht die beste Methode, die Blätter haltbar zu machen.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann