Richtig Grillieren auf dem Balkon und im Freien

Sommer, Sonne und Grillierlaune! Knackige Bratwürste und saftige Steaks frisch vom Grill sind an sonnigen Tagen nicht mehr wegzudenken. Wir zeigen, wie man richtig grilliert, ohne seine Nachbarn dabei zu stören oder die Umwelt zu schädigen.

Beim Grillen sollten Regeln beachtet werden, um die Umwelt zu schützen.
Mit mobilen Grillgeräten sind Sie flexibel. Foto: Shaiith, iStock, Thinkstock
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Grillieren zu Hause

Lesen Sie zunächst Ihren Mietvertrag. Sollte darin das Grillieren in Hof, Garten oder auf dem Balkon verboten werden, sollten Sie die öffentlichen Grillplätze in Parks oder in den Wäldern nutzen.

Wenn nicht überlegen Sie sich, ob Sie einen fest installierten Grill oder Garten-Cheminée brauchen. Denn damit sind Sie weniger flexibel als mit mobilen Grillgeräten. Bei fest installierten Geräten kann der Wind den Rauch auch mal direkt zum Nachbarn in den Garten blasen. Mit mobilen Geräten können Sie je nach Windlage den Standort schnell wechseln.

«Der Balkon ist ein denkbar ungünstiger Grillplatz, insbesondere wenn sich darüber Wohnungen befinden», heisst es bei der Umweltfachstelle der Stadt St. Gallen. Der Rauch und Geruch kann die Nachbarn belästigen. Ein mögliches Feuer kann sich schnell auf andere Wohnungen ausbreiten und die Bewohner gefährden.

Benutzen Sie zum Grillieren gelochte Grillschalen aus Edelstahl. Sie verhindern, dass Marinade oder Fett ins Feuer tropft. Das Tropfen kann zu gesundheitsschädlichem Rauch führen. Bei Vegetarischem, weniger gewürztem und magerem Fleisch entsteht weniger Rauch.

Brennstoffe und die passende Anzündhilfe

Gas ist der sauberste Brennstoff. Er ist sofort betriebsbereit und erzeugt am wenigsten Rauch und Gerüche. Darum empfiehlt er sich für heikle Grillorte.

Holzkohle ist als fester Brennstoff vorzuziehen. Zum Anfeuern sollten Sie die Holzkohle mit Brennsprit benetzen und erst einige Minuten später anzünden.

Unbehandeltes, trockenes Holz, das mindestens zwei Jahre gelagert wurde, ist zum Feuermachen geeignet. Legen Sie nur so viel Holz ins Feuer, wie Sie für eine Glut wirklich brauchen. Brennholz mit feinen Holzspänen anzünden und mit einem Blasebalg oder einer Velopumpe anfachen. Es sollte kein feuchtes Material (z.B. frisches Schnittgut aus dem Garten) angebrannt werden.

Verwenden Sie keine Bauabfälle wie lackiertes Holz. Sie können beim Verbrennen schädliche und mitunter krebserregende Stoffe entwickeln.

Anzündwürfel und -pasten sollten nur sehr sparsam oder besser gar nicht verwendet werden. Sie sind Luftverschmutzer und stinken.

Quelle: «Grillieren», Umweltfachstelle St.Gallen

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