Feuerwerk: Lieber weniger böllern

Silvester: Um Mitternacht feinen Bio-Sekt trinken

Die Korken knallen lassen! Um Mitternacht feinen Bio-Sekt trinken. Foto: © Creatas Images / Thinkstock

Wenn Mitternacht näher rückt, zieht es die meisten Menschen auf die Strasse, um das neue Jahr mit einem farbenfrohen Feuerwerk einzuläuten. Wer seine Party unter das Motto Nachhaltigkeit stellen will, sollte sich bei Böllern und Raketen jedoch zurückhalten. Denn sie verbrauchen bei ihrer Herstellung viel Energie. Beim Abfeuern setzen sie zudem jede Menge schädlichen Feinstaub frei und am Ende bleibt ein Haufen Müll übrig, der überall verteilt herum liegt.

Um den Feinstaub zu reduzieren, eignen sich zum Beispiel kleine Tischfeuerwerke für drinnen. Eine weitere Möglichkeit sind Wunderkerzen. Sie produzieren zwar Rauch, aber hinterlassen keine Müllberge, wenn man sie danach richtig entsorgt. Wer sie in der Wohnung anbrennt, sollte danach aber gut lüften, denn die dabei entstandenen Stickstoffe sind gesundheitsschädlich.

Wer trotzdem ein wenig mitböllern möchte, kann mit Standfontänen zumindest verhindern, dass der Müll in Nachbars Garten landet. Auch kleine Feuerwerkskörper, wie summende Bodenkreisel, können nach dem Abbrennen gut eingesammelt und daheim entsorgt werden.

Bomben-Party ohne Feuerwerkskörper

Statt Raketen, Böllern und Wunderkerzen gibt es aber auch viele andere Möglichkeiten, es in der Partynacht krachen zu lassen. Beliebt sind lustige Papier-Luftschlangen zum Hineinpusten, oder ein Konfetti-Regen. Die kleinen Schnipsel bestehen zumeist aus recyceltem Papier.

Oder Sie machen es wie die Spanier. Im ganzen Land werden dort um Mitternacht im Takt der zwölf Glockenschläge Weintrauben verspeist. Bei jeder Traube haben Sie einen Wunsch frei für das neue Jahr. Beim letzten Glockenschlag sollten Sie jedoch alle Weintrauben verzehrt haben, sonst droht Unglück für das kommende Jahr. In jedem Fall sollten Sie sich deshalb auch Ihre Wünsche schon im Vorfeld gut überlegen, denn viel Zeit zum Nachdenken bleibt dabei nicht.

Damit das Ritual gelingt, empfiehlt es sich kleine Trauben ohne Kerne zu kaufen, denn sie lassen sich zügig schlucken. Aber egal wie gross sie sind, hier bitte unbedingt aufgepasst! Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie sich verschlucken und die Trauben im Hals stecken bleiben!

Damit das nicht passiert, noch ein kleiner Tipp: Sehen Sie sich die zwölf Glockenschläge im spanischen Fernsehen an. Weil der Brauch in Spanien sehr oft praktiziert wird, wurde dafür extra die Rathausuhr in Madrid langsamer eingestellt, so dass sie statt einmal in der Sekunde nur alle drei Sekunden einen Schlag abgibt. Damit bleibt Ihnen gleich dreimal so viel Zeit, um eine Weintraube zu essen.

Infobox: Hilfreiche Links für ein nachhaltiges Silvester

  • Sie suchen Bio-Produkte aus Ihrer Region für das Silvester-Menü? Anbieter in Ihrer Nähe finden Sie im Geofinder.
  • Wenn es Sie über Silvester in die Ferne zieht, finden Sie hier Infos über Öko-Hotels für die Winterferien.
  • Gerade in der Weihnachts- und Neujahrszeit möchte man anderen Menschen etwas Gutes tun. Hier finden Sie Informationen zu Organisationen, die soziale und ökologische Projekte durchführen.

 

Text: Leena Heinzelmann