Spinat einfrieren leicht gemacht: So geht's richtig

Wenn du Spinat einfrieren möchtest, um das gesunde Gemüse auch ausserhalb der Saison zu geniessen, frierst du Spinat am besten frisch ein. Worauf du dabei achten musst und warum es sich lohnt, ihn zu blanchieren.

Spinat einfrieren: Einfache Anleitung und Tipps zum Auftauen
Spinat einfrieren gelingt mit gekochtem und rohem Spinat. Foto © HandmadePictures / IStock / Getty Images Plus
  • 4
  • 0

Wer Spinat einfriert, macht das Blattgemüse länger haltbar und bewahrt die gesunden Inhaltsstoffe. Da sich Spinat nicht gut zum Einmachen eignet, bietet Tiefkühlen die beste Möglichkeit, das Gemüse zu konservieren.

Wenn du Spinat einfrierst, kannst du ihn das ganze Jahr über geniessen, denn in der Kühltruhe ist er bis zu 12 Monate lang haltbar.

Mit ein paar einfachen Trickst erhältst du beim Einfrieren von Spinat auch dessen Nährstoffe sowie die saftige grüne Farbe.

Im Artikel:

Frischen Spinat einfrieren: So geht's

Zum Einfrieren eignet sich frischer Blattspinat am besten. Jungen Spinat kannst du sogar roh einfrieren. Dafür einfach die Blätter gründlich waschen, abtrocknen und in Gefrierbeuteln tiefkühlen. Roher Spinat verliert jedoch beim Einfrieren seine Farbe – deshalb lohnt es sich, das Gemüse vorher zu blanchieren.

Beim Blanchieren wird das grüne Blattgemüse nur für wenige Sekunden in kochendes Wasser gelegt, damit die gesunden Inhaltsstoffe wie Vitamin C, B-Vitamine und Beta-Karotin nicht verloren gehen.

Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Spinat gründlich waschen.
Den Spinat zuerst gründlich waschen. Foto © Halfpoint / iStock / Getty Images Plus
  1. Bevor du Spinat einfrierst, solltest du ihn gründlich waschen und die harten Stängel entfernen.
  2. Fürs Blanchieren nun eine grosse Schüssel mit Wasser und Eiswürfeln parat stellen.
  3. In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und die grünen Blätter portionsweise hineingeben.
  4. Den Blattspinat nach wenigen Sekunden wieder aus dem kochenden Wasser nehmen und mit einer Schöpfkelle ins Eiswasser legen.
  5. Die Blätter nach 2 Minuten wieder aus dem kalten Wasser nehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  6. Diesen Vorgang wiederholst du, bis der gesamte Spinat, den du einfrieren willst, blanchiert ist.
  7. Den blanchierten Spinat nun in einer Salatschleuder schleudern oder mit einem sauberen Küchentuch möglichst trocken tupfen. So verhinderst du, dass sich Eiskristalle bilden.
  8. Das Gemüse nun in Gefrierbeuteln, Tupperdosen oder in Eiswürfel-Förmchen in die Tiefkühltruhe stellen.
Spinat in Eisförmchen einfrieren.
In kleinen Förmchen eingefroren kannst du den Spinat portionsweise wieder auftauen. Foto © a-lesa / iStock / Getty Images Plus

Wichtig: Blanchiert sollte der Spinat nicht zu lange bei Zimmertemperatur liegen bleiben. Das Nitrat, das im Gemüse enthalten ist, wird bei warmen Temperaturen von Bakterien in Nitrit umgewandelt, welches in grossen Mengen gesundheitsschädlich ist.

Wegen des giftigen Nitrits wurde lange Zeit davor gewarnt, Spinat nochmal aufzuwärmen. Erwachsene können wieder aufgewärmten Spinat aufgrund der geringen Konzentration an Nitrit jedoch bedenkenlos essen. Babys und Kleinkinder hingegen sollten nur frisch zubereiteten Spinat essen, da Nitrit in hoher Konzentration Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auslösen kann. Wenn du Babybrei einfrierst, eignen sich Gemüsesorten wie Rüebli, Broccoli oder Bohnen deutlich besser.

Gekochten Spinat einfrieren

Spinat gehört zu den Lebensmitteln, die du auch gekocht einfrieren kannst. Ob man zu viel Blattspinat gekocht hat oder beim Aufwärmen einen Arbeitsschritt sparen will – gekochten Spinat einfrieren lohnt sich.

Anleitung:

  1. Den Spinat waschen und die Stiele entfernen.
  2. Anschliessend das Gemüse in kochendes Wasser geben und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
  3. Den Spinat abtropfen und möglichst schnell abkühlen lassen – am besten im Kühlschrank.
  4. Sobald der Spinat abgekühlt ist, kannst du ihn in Gefrierbeutel, sterilisierte Gläser oder Eisförmchen füllen und ins Gefrierfach stellen.

Auch, wenn du gekochten Spinat tiefkühlst, gilt: Lass ihn nicht lange bei Zimmertemperatur stehen, bevor du ihn einfrierst.

Tipp: Du kannst gekochten Spinat auch pürieren und anschliessend tiefkühlen. So lässt er sich bestens in Eiswürfel-Förmchen tiefkühlen und portionsweise wieder auftauen.

Tipps zum Auftauen und für die Zubereitung

Tiefgefrorenen Spinat taust du am besten langsam im Kühlschrank auf. Optional kannst du ihn auch direkt ins kochende Wasser geben und ganz nach Wunsch zubereiten.

Gefrorener Spinat eignet sich besonders gut für Suppen, grüne Smoothies, Eintöpfe, Aufläufe oder feine Spinatwähe. In Salaten hingegen schmeckt das Blattgemüse frisch deutlich besser.

Auch pürierter Spinat kann von der Gefriertruhe direkt in den Kochtopf gegeben werden. Mit etwas Wasser, Salz und Pfeffer verfeinert wird daraus eine köstliche Beilage. Für cremigen Rahmspinat kannst du einfach etwas frischen Rahm dazugeben.

Kommentieren / Frage stellen