Randen mal anders: Chips selber machen aus der gesunden Rübe

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Die rote Rübe eignet sich bestens, um daraus frische Chips selber zu machen. Wie aus Randen im Ofen, Dörrautomaten oder in Öl frittiert ein feiner und knackiger Snack wird.

Randenchips selber machen: So wird die Rübe zum knackigen Snack
Randenchips bringen Farbe in den Snack und besonderen Geschmack. Foto: © bhofack2 / iStock / Thinkstock

Neben Kartfoffeln auch viele weitere Gemüse für knackige Chips verwendet werden. So lässt sich der Snack unter anderem aus Randen einfach herstellen. Dadurch kommt nicht nur Farbe und ein ganz anderer Geschmack in Ihre Chips. Sie knabbern auch gesünder, da Sie auf Zusatzstoffe verzichten und sowohl Fett als auch Salz reduzieren können.

Randenchips aus dem Ofen selber machen

Sie brauchen: etwa 1 kg rohe Randen (je nach Grösse sind das 2-4), 1-2 EL Olivenöl, etwas Salz.

Tipp: Randensaft färbt extrem. Wer nach dem Schälen nicht tagelang rotgefärbte Finger haben möchte, sollte Gummihandschuhe bei der Zubereitung tragen.

Zunächst die Randen schälen. Anschliessend in hauchdünne Scheiben schneiden. Je dünner sie sind, desto schneller werden sie knusprig. Mit dem Gemüsehobel werden die Randen etwa besonders dünn.

Nun die Scheiben auf ein gefettetes Blech legen oder auf Backpapier. Der Backofen heizt in der Zwischenzeit auf 140 Grad Umluft vor. In einer kleinen Schale Öl und Salz mischen, dann auf die Randenscheiben pinseln.

Alternativ können Sie auch die Randen-Scheiben mit Öl und Salz in die Schüssel geben und sie darin einige Male wenden. Danach wieder aus der Schüssel nehmen, kurz das Öl abtropfen lassen und ebenso auf das Backblech oder Backpapier geben.

Für Chips die rohen Randen in dünne Scheiben schneiden

Je dünner die Scheiben der rohen Randen, umso knackiger werden die Chips. Foto: © AGEphotography / iStock / Thinkstock

Bei beiden Varianten im Anschluss die selbstgemachten Randenchips für etwa 40-50 Minuten fertig backen. Die Zeit hängt davon ab, wie knusprig die Chips sein sollen. Daher zwischendurch immer mal in den Backofen schauen und testen.

Durch das kurze Öffnen der Ofentür kann zudem eher Feuchtigkeit entweichen. So werden die Chips noch knackiger.

Randenchips beliebig würzen für mehr Pepp

Das Grundrezept für Randenchips können Sie ganz nach Ihrem Geschmack verändern und spezielle Würze in den Snack bringen. So kann das Öl auch etwas Paprika oder Cayennepulver, Pfeffer, Thymian oder andere mediterrane Kräuter enthalten. Ebenso runden ein paar Spritzer Essig den Chipsgeschmack ab.

Im Dörrautomaten oder in Öl feine Randenchips backen

Beim Dörrautomaten oder in der Fritteuse bzw. Pfanne mit Öl gilt für die Randenscheiben das Gleiche wie im Ofen. Je dünner, desto schneller sind die Chips fertig und umso knackiger werden sie.

Tipp: Die fertigen Randenchips nehmen schnell Luftfeuchtigkeit an. Daher am besten in einer luftdicht verschliessbaren Box aufbewahren und zeitnah geniessen.

Werden die Randenchips in Öl ausgebacken, dann sollte dies ein neutrales, hoch erhitzbares Öl sein. Sehr gut geeignet hierfür ist etwa Sonnenblumen- oder auch Erdnussöl, welches übrigens nicht nach Erdnüssen schmeckt, dafür aber hohe Temperaturen verträgt.

Zum Ausbacken in Öl wird dieses zunächst auf 170-175 Grad erhitzt und die Randenscheiben darin etwa 4 Minuten frittiert. Wer keine Fritteuse hat, kann dies auch bei mittlerer Hitze in einem Topf machen. Allerdings sollte dieser möglichst hoch sein, damit nichts von dem Öl rauspritzt.

Die Temperatur im Topf können Sie testen, indem Sie nach wenigen Minuten einfach mal einen Randenchip hineingeben. Aber Vorsicht, das Öl kann beim Zugeben spritzen und Verletzungen verursachen. Halten Sie deshalb immer ausreichend Abstand.

Abwechslung in den Geschmack von Randenchips bringen beispielsweise Kräuter wie Rosmarin.Abwechslung in den Geschmack von Randenchips bringen beispielsweise Kräuter wie Rosmarin. Foto: © La_vanda / iStock / Thinkstock

Achten Sie zudem darauf, dass das Öl im Topf nicht zu heiss wird, sonst kann es beginnen unangenehm zu riechen. Die frittierten Chips auf Küchenkrepp abtropfen lassen und nach Geschmack würzen.

Randenchips im Dörrautomaten zum Schwitzen zu bringen ist besonders schonend was den Gehalt der Vitamine angeht. Beim langsamen Dörren kann es trotzdem passieren, dass die Randen nicht ganz so knackig werden.

Hierbei sollten die Randenscheiben in jedem Fall vor dem Trocknen mindestens 15 Minuten mariniert und gesalzen werden.  Anschliessend je nach Herstellerangaben 8 - 12 Stunden dörren und geniessen.

Warum die Rande ein wahres Superfood ist

Kaum ein heimisches Gemüse kommt an die inneren Werte der roten Rübe heran. Das fängt an bei dem hartnäckig färbenden Randensaft. Dieser enthält Betain, welches das Herz schützt, die Verdauungsorgane unterstützt und sogar die geistige sowie körperliche Leistung steigern kann.

Die Rande enthält zudem jede Menge Vitamine und Mineralien, wie etwa Vitamin A, B und C. Das Wurzelgemüse liefert weiterhin Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium und Kalzium.

Es ist aber auch erwiesen, dass Randen den Darm schützen und uns weniger anfällig für Infekte machen. Mehr dazu lesen Sie in dem Beitrag: «Randen im Check: Wie gesund sind die Powerrüben wirklich?»

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Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann