Mailänderli: Rezept für den Klassiker plus vegane Variante

Mailänderli sind der Guetzli-Klassiker der Weihnachtszeit. Ein einfaches Mailänderli-Rezept und eine Variante für vegane Mailänderli, plus Tipps zum glasieren,verzieren und variieren.

Mailänderli: Rezept für den Guetzli Klassiker plus vegane Mailänderli
Das Rezept für die Schweizer Guetzli mit leichtem Zitronengeschmack ist ganz einfach. Foto: chriscom via Flickr (CC BY-SA 2.0)
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Mailänderli-Rezept plus vegane Variante

Rezept ergibt ca. 50 Stück, Backzeit: 10 Minuten, 200 Grad (Ober-/Unterhitze)

Das Rezept und die Zubereitung für vegane Mailänderli unterscheiden sich kaum von der klassischen. Deshalb können Sie für die veganen Plätzchen das klassische Rezept verwenden und die Zutaten entsprechend anpassen. 

Zutaten für Mailänderliteig

  • 500 g Mehl
  • 250 g Zucker
  • 250 g weiche Butter (vegane Variante: pflanzliche Margarine)
  • 2 Eier (vegane Variante: 5 EL Sojarahm)
  • 1 Prise Salz
  • Zitronenschale (abgerieben, von einer unbehandelten Zitrone)

Zutaten für die Mailänderli-Glasur

  • 2 Eigelb
  • etwas Milch

Nachhaltigkeits-Tipp: Mit dem übrig gebliebenen Eiweiss Kokosmakrönli oder ein luftiges Schokomousse machen, oder weitere Eier dazugeben und Rührei machen.

Zutaten für vegane Glasur

  • 8 EL Sojarahm
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Puderzucker

Zutaten für Zitronen-Glasur (optional, ohne Anstrich)

  • 150 g Puderzucker
  • ca. 2 EL Zitronensaft

Das Mehl steht im Verhältnis 2:1:1 zum Butter und zum Zucker. Wer gerne etwas mehr oder weniger Plätzchen backen möchte, reduziert oder erhöht die Zutaten des Rezepts einfach im gleichen Verhältnis zueinander.

Zubereitung Mailänderliteig 

Alle Zutaten sollten ungefähr die gleiche Temperatur haben. Insbesondere die Butter sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, sondern eher weich sein.

Und so geht’s

  1. Butter oder Margarine und Zucker zu einer homogenen Masse verrühren.
  2. Eier (oder Sojarahm), Salz und geriebene Zitronenschale dazu geben und rühren, bis die Masse hell wird.
  3. Mehl etappenweise dazu sieben und mit einer Kelle zu einem glatten Teig rühren (von Hand kneten, sobald die Masse zu dick wird). 
  4. Teig aus der Schüssel nehmen und eine Kugel formen.
  5. Abgedeckt im Kühlschrank oder einem kühlen Ort 1 bis 2 Stunden oder über Nacht stehen lassen.

Guetzli ausstechen

Mailänderli: Rezept für den Guetzli Klassiker plus vegane Mailänderli. Mailänderli ausstechen.

Foto: © Shaiith / iStock / Getty Images Plus

Den Teig in Portionen auf einer bemehlten Fläche maximal einen Zentimeter, wenn möglich dünner, auswallen. Nach Belieben verschiedene Förmchen zum Ausstechen verwenden. Den Teig nach jeder Ausstech-Runde neu zusammenkneten und auswallen.

Mit dem kleinen Überbleibsel des Teigs ganz am Schluss können von Hand beliebige Formen gestaltet werden. Dabei einfach auf die Dicke von maximal 1 cm achten.

Mailänderli backen

Vor dem Backen den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mailänderli: Rezept für den Guetzli Klassiker plus vegane Mailänderli. Mailänderli bestreichen.

Foto: © soleg / iStock / Getty Images Plus

Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder mit etwas Butter einfetten. Die ausgestochenen Figuren darauf verteilen und entweder mit Eigelb-Milch-Mischung oder für die veganen Mailänderli mit Sojarahm-Wasser-Puderzucker-Mischung bepinseln.

Mailänderli im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene für ca. 10 Minuten backen. Da jeder Backofen etwas anders bäckt, ab und zu kontrollieren, damit sie nicht zu braun werden. Rausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Nachhaltigkeits-Tipp: Den Ofen 5 Minuten nach dem Sie die Guetzli hineingeschoben haben ausschalten. Die Resthitze reicht aus zum Backen.

Haltbarkeit: Mailänderli kann man gut zwei Wochen vor Verzehr backen und in einer Blechdose luftdicht verschlossen aufbewahren.

Mailänderli mit Zitronenglasur

Wer seine Mailänderli gerne glasieren oder verzieren möchte, braucht vor dem Backen keinen Anstrich mit Eigelb zu machen.

Rezept für eine Zitronenglasur: Puderzucker und Zitronensaft gut miteinander verrühren. Eventuell ½ Esslöffel Wasser zugeben, bis eine dickflüssige Glasur entsteht.

Wer keine Zitrone mag, kann anstatt dem Zitronensaft einfach zum Beispiel 2 Esslöffel Wasser, Cranberrysaft oder Orangensaft nehmen.

Auch cool: Die angerührte Glasur in verschiedene kleine Schüsseln aufteilen und je mit etwas Lebensmittelfarbe versehen. So kann man farbige Mailänderli machen.

Die ausgekühlten Plätzchen mit der Glasur bestreichen und trocknen lassen.

Mailänderli: Rezept für den Guetzli Klassiker plus vegane Mailänderli. Mailänderli verzieren.

Foto: © Armastas / iStock / Getty Images Plus

Guetzli verzieren

Wer Lust hat, kann die Guetzli zum Schluss noch verzieren. Dafür zuerst wie oben beschrieben eine Glasur nach Wahl anrühren und die ausgekühlten Guetzli damit bestreichen.

Auf die noch feuchten bestrichenen Guetzli nach Belieben zum Beispiel Silberkügeli, farbige Streusel, ganze Mandeln, oder geröstete Mandelblättchen streuen. Die Verzierung trocknen lassen.

Variationen beim Mailänderliteig

  • Lebkuchen-Mailänderli: Dem Teig 1 bis 2 TL Lebkuchengewürz zugeben.
  • Zimt-Mailänderli: Dem Teig 2 geriebene Muskatnüsse und ca. 25 bis 30 g Zimt beifügen. Gesehen bei Doazmal-Rezepte.ch, wo es noch weitere Mailänerli Varianten gibt.
  • Fruchtige Variante: Dem Teig 4 EL getrocknete, fein gehackte Preiselbeeren oder kandierte Früchte plus abgeriebene Schale einer Orange zufügen.
  • Mit gesundem Touch: Dem Teig 2 EL Mohnsamen unterrühren

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