Schluss mit dem grossen Gähnen: 8 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

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Je näher wir dem Frühling kommen, umso müder werden viele von uns. Doch mit einigen Tricks holen Sie sich Ihre Power schnell zurück. 

Frühjahrsmüdigkeit: 7 Tipps gegen das grosse Gähnen
Foto: © SIphotography / iStock / Thinkstock

Ob Zuhause oder im Büro – kurz vor dem Frühling ist immer das grosse Gähnen angesagt. Die Reserven haben wir über den Winter aufgebraucht. Und während draussen endlich die Sonne wieder länger scheint, würden wir am liebsten drinnen die Füsse hochlegen. Das muss aber nicht sein. Diese schnellen Hilfen machen Sie fit:

1. Sonnenbaden lohnt sich auch bei Wolken

Selbst das bisschen Sonnenlicht, was es durch dicke Wolkenschichten schafft, kann richtig munter machen. Denn das Tageslicht signalisiert dem Körper, dass er in den Wachmodus umschalten soll. Mit einmal fünf Minuten auf dem Balkon stehen ist es zwar nicht getan. Aber zwei bis drei Mal die Woche bei Tageslicht spazieren gehen, bringt schon viel. Das gewöhnt uns zudem nicht nur an die endlich wieder längeren Tage, sondern füllt auch die Speicher des Glückshormons Serotonin.

2. Die Müdigkeit einfach wegknacken

Wissenschaftler streiten zwar darüber, ob sich ausreichend Serotonin auch über Lebensmittel aufnehmen lässt. Schaden kann eine Extraportion aber bestimmt nicht. Am meisten von dem Glückshormon enthalten Walnüsse. Aber auch die Vorstufe Tryptophan, die unser Gehirn zu Serotonin umwandelt, haben die Nüsse in sich. So richtig fit macht uns das Superfood zudem mit Omega-3-Fettsäuren, Zink und jeder Menge Vitamin B 6, das die Nerven stärkt und die Konzentration fördert.

Tryptophan als Fitmacher ist zudem in Kürbiskernen, Haselnüssen, Fisch, Eiern oder getrockneten Datteln zu finden.

3. Dem Frühlingstief fett was drauf geben

Fett ist ein essenzieller Bestandteil unseres Körpers und Treibstoff für unser Gehirn. Um Ihre spätere Sommer-Figur brauchen Sie sich trotzdem nicht sorgen. Denn hier geht es um ungesättigte Fette, die dem Körper helfen statt dick zu machen – wenn Sie nicht übermässig viel davon essen.

Wissenschaftler der Harvard-Universität haben zudem nachgewiesen, dass Omega-3-Fettsäuren unsere Stimmung heben. Es soll sogar erwiesen sein, dass depressive Menschen häufig einen Mangel an diesen essentiellen Fettsäuren haben.

Die vorteilhaften Fette finden Sie beispielsweise in Nüssen und Meeresfischen. Mehr dazu hier: «11 fettreiche Lebensmittel, die so richtig gesund sind.»

4. Einen eiskalten Energieschub erhalten

Den Kreislauf anregen können Sie ideal schon morgens in der Dusche, aber dafür müssen Sie mutig sein. Zwischendurch kaltes Wasser aus der Brause kommen lassen, bringt nämlich richtig in Schwung und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Sie Wechselduschen allerdings erst mit Ihrem Arzt abklären. Und es braucht auch nicht gleicht der gesamte Körper unter dem kühlen Nass leiden.

Es reicht, wenn Sie auf der dem Herz abgewandten, rechten Seite den Körper mit dem kalten Wasser kurz abbrausen. Zunächst die Füsse, dann die Waden und so weit nach oben rantasten, wie es eben geht. Dazu noch die Arme kalt abbrausen.

5. Auf winterliche Vitaminbomben setzen

Die Flug-Mango oder eine unreif gepflückte Banane müssen es auch im Winter und Frühling nicht sein, um an Vitamine zu kommen. Zumal darin meist weit weniger Nahrhaftes steckt als in regional gezogenem Wintergemüse. Randen, Kabis, Federkohl und Rettich essen sind hier genauso gut wie Rüebli, Kürbis, Lauch, Radieschen und Äpfel aus der letzten Saison.

Und sogar auf gesunde Salate brauchen Sie nicht verzichten. Wintersalate wie Cicorino Rosso, Chicorée oder Zuckerhut versorgen jetzt mit vielen Vitaminen und Bitterstoffen.

6. Fit trinken mit der richtigen Mischung

Ausreichend Obst und Gemüse über den Tag verteilt essen, füllt die Reserven für wichtige Vitamine und Mineralstoffe auf. Doch die berühmten «Fünf am Tag» zu schaffen, ist nicht immer einfach. Ein frischer Smoothie kann hier helfen. Zwar lässt sich nicht der gesamte Bedarf mit einem Powerdrink abdecken, aber zumindest ein Teil. Und wenn Sie in den Smoothie noch Lebensmittel mit besonders viel Tryptophan geben – wie die Nahrungsergänzung Spirulina oder Kürbiskerne – bringt Ihnen das gleich auch noch mehr von dem Fitmacher Serotonin.

Hier einige Ideen für Ihren Energydrink: «Mit drei Power-Smoothie-Rezepten den Winterblues besiegen»

7. Den Alltag so richtig scharf machen

Würziges macht munter und sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen. Bei Chilis, Ingwer, Knoblauch oder auch Meerettich und Pfeffer können Sie daher ruhig mal etwas öfter zugreifen, um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. 

8. Mit leichter Fitness die Müdikeit austreiben

Es muss nicht gleich das Training für den Marathon sein. Und gerade, wenn man schon schlapp ist, fällt es schwer sich aufzuraffen. Aber schon ein Spaziergang oder leichtes Joggen können den Kreislauf ausreichend in Schwung bringen, um Müdigkeit zu vertreiben. Nur, wenn Sie noch eine Grippe oder Erkältung auskurieren, sollten Sie darauf besser verzichten. Dann können die Anstrengungen das Gegenteil bewirken und der Gesundheit schaden.

Warum sind wir überhaupt müde im Frühling?

In der kalten und dunklen Jahreszeit befindet sich unser Körper sozusagen in einem Stand-By-Modus. Der dauerhafte Lichtmangel führt dazu, dass wir vermehrt das Schlafhormon Melatonin ausschütten und so dauermüde werden.

Wen die Frühjahrsmüdigkeit besonders schlimm erwischt, der kann neben Müdigkeit auch mit Schwindel, Kopfschmerzen und Gereiztheit reagieren.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann