Stressfrei: 11 Tipps, wie wir ganz einfach Stress abbauen

Unser Alltag kann sehr stressig sein. Doch Stress abbauen ist eigentlich leicht und mit ein paar Tricks entsteht er gar nicht erst. 11 effektive Tipps, wie Sie Stress bewältigen.

Stress abbauen und Stressbewältigung mit 10 Tipps
Foto: © SIphotography/ iStock / Getty Images Plus
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Stress – gut gemeint von der Evolution. Denn Stress war und ist dazu gedacht, dass man in Ausnahmesituationen entweder mit geschärften Sinnen kampfbereit ist oder ganz schnell die Flucht ergreifen kann. Doch es geht auch anders.

11 Tipps und To Dos, wie Sie Stress abbauen und bewältigen

1. Stress abbauen beim Spazieren

Regelmässig einen kurzen Spaziergang zu machen, hilft, Stress zu bewältigen. 20 bis 30 Minuten, etwa in der Mittagspause oder nach Feierabend, in moderatem Tempo, also nicht zu langsam und nicht zu schnell, spazieren zu gehen hilft, die Stresshormone abzubauen.

2. Grün, die Farbe gegen Stress

Raus an die frische Luft und die Natur geniessen. Das gelingt selbst im Winter und im Park mitten in der Stadt.

Britische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass wir in der Natur Stress am besten abbauen können. Ob Rasen oder Wiesen, üppig grüne Bäume im Park oder im Wald oder das üppige Grün im eignen Garten und auf Balkonien. Dazu zwitschernde Vögel und summende Bienen – laut den Forschern eine ideale Basis, um Stress richtig gut abzubauen. Gerade wer inmitten oder in der Nähe von viel Natur lebt, ist nachgewiesen sogar stressresistenter.

Mehr zu der Studie lesen Sie in dem Beitrag Im Grünen ist Stress besser zu bewältigen.

So entsteht Stress: Wir werden inneren oder äusseren Reizen ausgesetzt oder – heute oft der Fall – stehen permanent unter Druck, ärgern uns vielleicht regelmässig über den Job oder den Stau oder aus anderen Gründen. Das erzeugt Stress. Genauer gesagt bildet unser Körper dann Stresshormone, die wir heute nicht mehr im Kampf, auf der Flucht oder einfach durch viel Bewegung abbauen können.

3. Den Stress ausschalten

Das Smartphone klingelt, vibriert oder leuchtet, der E-Mail-Account beschert uns alle 5 Minuten neue wichtige oder unwichtige Nachrichten und so weiter. Heute sind wir auch digital manchmal richtig im Stress. Die Lösung heisst: Digitaler Detox.

Warum wir die digitalen Medien manchmal etwas reduzieren sollten und wie das mit einem guten Plan beim Handy am besten gelingt, das erklärt der Beitrag 9 Tipps, wie der Handy-Entzug besser klappt.

Tipp: Für den entspannten Spaziergang bleibt das Handy am besten auf dem Schreibtisch oder zu Hause liegen. Schliesslich wollen wir die Natur, die Ruhe und das Durchatmen geniessen und nicht die neusten Selfies von Freunden betrachten oder schlechte Nachrichten lesen. Das bedeutet nur wieder unnötigen Stress.

4. Stressbewältigung mit Sport

Ist der Spaziergang die Pflichtdisziplin, so ist auspowernder Sport zwei oder drei Mal die Woche die Kür, besser gesagt, die ideale Kur, um Stress abzubauen. Körperlich richtig gefordert haben Stresshormone im Körper keine Chance mehr.

Gut zu wissen: Das Wort Stress hat seinen Ursprung im Lateinischen. Nämlich bei «stringere», was «anspannen» bedeutet und im Englischen zu «stress» für Druck und Anspannung wurde. Diese Anspannung oder permanenter Druck hat auf Dauer Folgen, die sich sowohl psychisch als auch körperlich äussern und uns krank machen können. Hier erfahren sie die 10 besten Gegenmassnahmen.

5. Mit Entspannungstechniken dem Stress Paroli bieten

Körper und Geist müssen zur Ruhe kommen, um Stress abzubauen oder um ihn besser verarbeiten zu können. Hierzu gibt es einige Entspannungstechniken, die vom autogenen Training über Meditation bis zu Yoga reichen.

Am schnellsten und einfachsten können Sie mit dem autogenen Training körperlich und geistig entspannen. Wie das geht? Das erklärt unser Beitrag Wie Autogenes Training hilft, Stress besser zu bewältigen.

6. Gesund essen gegen Stress

Wer wegen seinem Stress immer wieder sprichwörtlich auf der Flucht ist, isst schnell mal was zwischendurch, im schlimmsten Fall Fast Food. Doch unausgewogen und nicht regelmässig zu essen, ist ungesund.

Um Stress besser bewältigen zu können ist «Nervennahrung» mit wertvollen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen gut und wichtig. Viel Obst und Gemüse gehören da genauso auf den Speiseplan wie gute Öle, gesunde Nüsse und zur Belohnung auch mal ein wenig Schoggi. Schliesslich ist nachgewiesen, dass diese in kleinen Mengen wirklich gesund ist.

Tipp: Ab und an bewusst auch mal das Lieblingsessen geniessen. So wird Essen zum Soulfood, das auch Stress abbaut.

7. Mit Zeitmanagement Stress abbauen

Manchmal ist es nicht der Stress, den uns andere machen oder der durch bestimmte, von uns nicht beeinflussbare Umstände entsteht. Denn es kann auch das eigene Zeitmanagement sein, das uns regelmässig in stressige Situationen bringt.

Die Gründe können hierbei vielfältig sein, wie Morgens zu spät aufzustehen, woraufhin man an die Uni oder zur Arbeit hetzen muss. Wichtige Arbeiten bis auf den letzten Drücker aufschieben, oder, oder, oder… Dinge rechtzeitig und mit entsprechend genügend Zeit anzugehen, das kann dafür sorgen, dass Stress gar nicht erst entsteht.

Und: Der Job bleibt nach Feierabend im Büro. Da sollte man konsequent sein. Alles andere bedeutet nur Stress.

8. Den Stress mit anderen teilen

«Geteiltes Leid ist halbes Leid» heisst es so schön und manchmal gilt das auch für den Stress. Hat man Stress im Büro oder mit der Familie und Freunden, dann hilft es, dies mit anderen Menschen auch mal zu teilen. Nicht umsonst gibt es einen weiteren Spruch: «sich etwas von der Seele reden».

9. Durchatmen und akzeptieren

Manchmal ist der blosse Anblick des Stapels von Unterlagen auf dem Schreibtisch, der Wohnung, die mal endlich wieder aufgeräumt werden muss oder einer anderen, wiederkehrenden und anstehenden Pflicht bereits purer Stress.

Hier statt gleich wieder die Stresshormone auszuschütten und sich zu ärgern, lieber mal ein-, zweimal tief und bewusst durchatmen und sich innerlich sagen – alleine auch gerne laut – «ich schaffe das!» oder «ich lasse mich nicht hetzen». Anschliessend strukturiert und konsequent die Aufgabe angehen, das kann Wunder wirken.

10. Das Hirn vom Stress befreien

Wer eigentlich genügend Freizeit hat, aber nur schwer oder gar nicht abschalten kann, sollte eine oder mehrere Tätigkeiten oder Hobbies finden, die ihn gut ablenken. Ob lesen, malen, gärtnern oder Rätsel lösen, hauptsache das Gehirn wird beansprucht und vom Job und dem Alltag abgelenkt. 

11. Den Stress bewältigen mit Ausschlafen

Zu denken, man komme mit 5 Stunden Schlaf zurecht, sich tatsächlich aber jeden Morgen aus dem Bett zu quälen, wenn wieder viel zu früh der Wecker klingelt, das ist nicht gut. Denn: Der müde Körper und der nicht ausreichend im Schlaf erholte Geist ist viel stressanfälliger.

Nach einem stressigen Tag ewig auf dem Smartphone herumzutippen, viel zu lange am PC oder vor dem Fernseher zu sitzen, ist kontraproduktiv. Feste Schlafenszeiten und ausreichend viel Schlaf bringen sehr viel, um Stress abzubauen oder, im Idealfall, erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Wer Mühe hat, einzuschlafen oder durchzuschlafen, findet hier Tipps für einen besseren Schlaf: Natürliche Schlafmittel, die wirklich helfen und wie die richtige Ernährung beim Schlafen hilft.

Auch gute Düfte bauen Stress ab. Mal eine Duftkerze mit entspannenden Düften anzünden, kann Wunder wirken. Lavendel beruhigt die Nerven, ebenso der Duft von Rosenöl, Zimt, Zedernholz, Vanille oder Bergamotte.

Antistress-Tipps aus dem Büroalltag

  • Gerade in einer sehr stressigen Situation sollten wir nicht den Kopf verlieren. Mit etwas Übung kann man sich in einer solchen Situation beruhigen, indem man sich bewusst auf seine Atmung konzentriert. Atmen Sie langsam ein und aus und konzentrieren Sie sich darauf, wie die Luft beim Einatmen die Naseninnenflügel kühlt und wie sie sie beim Ausatmen wärmt. Der Trick ist, dass man sich zwingt, sich für einen Moment auf etwas ganz anders zu konzentrieren. 

 

  • In einer akuten Stresssituation hilft es zudem, zwei Dinge gleichzeitig zu tun. Suchen Sie sich einen Ort, im Notfall die Toilette. Springen Sie gleichzeitig in die Luft und klatschen Sie dabei in die Hände. Auch ein guter Trick: Die Arme in entgegengesetzter Richtung kreisen lassen. Bei diesen Übungen geht es darum, dass unser Gehirn sich zu 100 Prozent auf etwas konzentrieren muss.

 

  • Wer im Büro am PC arbeitet, kann seinen gestressten Augen etwas Entspannung gönnen, indem er die Hände wärmt und die Augen mit ihnen vollständig abdeckt. Lassen Sie die Augen dabei offen und achten Sie darauf, dass kein Tageslicht auf die Augen trifft. Indem wir bei kompletter Dunkelheit die Augen offen lassen, können diese sich entspannen. 

 

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