Deshalb macht Helfen uns glücklich

Helfen setzt Glückshormone frei und macht uns selbstbewusster. Doch das ist nicht alles. Anderen Menschen zu helfen, ist fast wie Medizin.

Deshalb macht uns Helfen glücklich
Wenn wir helfen, schütten wir Glückshormone aus. Foto © VectorStory/iStock / Getty Images Plus
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Freiwillig in der Suppenküche arbeiten, im Bus den Sitz freigeben für die Frau mit den Krücken oder einer Hilfsorganisation spenden: Anderen Menschen zu helfen ist, wenn man so will, tief in unseren Genen verankert, denn der Mensch ist ein soziales Wesen, das die Gemeinschaft braucht. Das beweist unter anderem eine Langzeitstudie der Harvard University, wobei 700 Menschen über 75 Jahre begleitet wurden. Es wurde untersucht, welche Faktoren dazu beitragen, dass wir unser Leben als ein glückliches empfinden. Praktisch alle Teilnehmer gaben am Schluss der Studie zwischenmenschliche Beziehungen als wichtigsten Wert an. Wer Freiwilligenarbeit leistet oder für Katastrophenopfer spendet, fühlt Verbundenheit mit der Gemeinschaft.

High werden

Verschiedenste Studien zeigen: Wer in seiner Freizeit wohltätigen Aufgaben nachgeht, dessen Zufriedenheit steigt stärker, als wenn er eine Gehaltserhöhung erhält. In den USA gibt es sogar einen Namen dafür: Helper's High. Das Hochgefühl, das sich beim Helfen einstellt, kommt auch nicht von ungefähr. US-Neurowissenschaftler konnten beweisen, dass beim Geldspenden die gleichen Belohnungssysteme in unserem Gehirn aktiviert werden, wie wenn uns Gutes wiederfährt.

Wenn die Hormone wirbeln

Helden im Alltag

Wissenschaftliche Studien aus der Hirnforschung beweisen, dass bei Menschen, die spenden oder schenken die Glückshormone Serotonin, Dopamin, Endorphin und Oxytocin freigesetzt werden. Gleichzeitig sinkt der Pegel bei den Stresshormonen. Übrigens: Das Bindungshormon Oxitocin, das Kuschelhormon, wird freigesetzt, wenn wir Verbundenheit und Zusammengehörigkeit fühlen.

Serotonin schüttet unser Körper aus, wenn wir Anerkennung und Wertschätzung erhalten. Und genau die erhalten wir von unseren Mitmenschen oder von den Menschen, denen wir helfen. Durch diese Anerkennung steigt unser Selbstwertgefühl, aber nicht nur:

Das macht Sinn

Besser schenken:

Wer eine Kinderpatenschaft übernimmt, ehrenamtlich arbeitet oder ganz einfach regelmässig spendet, sei es in Form von alten Kleidern, Naturalien oder Geld, der empfindet seinen Alltag und sein Leben als sinnerfüllter – das trifft zumindest auf rund die Hälfte der sozial engagierten Menschen zu, wie eine Studie des Rheingold Instituts gezeigt hat.

In der Schweiz gibt es unzählige Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren. Wer keinem regelmässigen Engagement nachgehen möchte, kann bei einmaligen Hilfsaktionen mitmachen wie beispielsweise 2 x Weihnachten, oder selber eine Hilfsaktion organisieren und mit dem Geld aus einem Kuchenverkauf oder Flohmarkt armutsbetroffene Kinder unterstützen. Der Vorteil bei Letzterem ist, Sie entscheiden, wer die Spende erhält. Wer lieber Geld spenden möchte, kann sich hier über seriöse Spendenorganisationen und Hilfswerke in der Schweiz informieren, denn es gibt weit mehr als Sie vermutlich denken.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Erfahren Sie mehr darüber, wie das Gütesiegel Solidarité Menschen mit Beeinträchtigung unterstützt, über die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz und wie Coop hilfsbedürftige Menschen unterstützt und dabei Food Waste bekämpft.

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