Ganz einfach Seife selber machen ohne Zusatzstoffe

Seife wird oft mit Zusatzstoffen versetzt, die der Haut schaden können. Wenn Sie Seife selber machen, statt zu kaufen, erhalten Sie dagegen eine Naturseife, der Sie eine persönliche Note verleihen können. Eine einfache Anleitung, die Sie auch mit Kindern umsetzen können.

Seife selber machen: Mit Seifenflocken und Glyzerinseife, ohne Lauge
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Um Seife nach traditionellem Rezept von Grund auf selber zu machen, würden Sie Lauge benötigen. Die Zutaten dafür sind jedoch nicht ungefährlich. So muss man langärmelige, schützende Kleidung und eine Schutzbrille tragen.

Seife mit Kindern selber machen

Einfacher und gefahrloser stellen Sie dagegen Ihre Naturseifen mit Rohseife her, entweder in Form von Seifenflocken oder Glyzerinseife. Diese Seife können Sie sogar zusammen mit Kindern selber machen.

Sie enthalten dann ebenfalls keine unnötigen, künstlichen Zusatzstoffe, die oft Allergien auslösen. Und Sie können auch so noch immer entscheiden, welche Farben und Düfte Ihre persönlichen Naturseifen haben sollen.

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Kreieren Sie Ihre ganz eigene Naturseife

Seifenflocken gibt's im Handel oder in diversen Online-Shops. Alternativ können Sie duftfreie (Glycerin-)Seife mit einer Küchenreibe zu Flocken verarbeiten. Gut geeignete Öko-Glycerinseife erhalten Sie beispielsweise bei Migros Do it + Garden oder online auf buttinette.ch.

So machen Sie Naturseife einfach selber

Seifenflocken in einem Wasserbad schmelzen. Wenn Ihre Naturseife duften soll, geben Sie für Kosmetik geeignetes, natürliches ätherisches Öl hinzu. Dieses finden Sie in Reformhäusern, Apotheken oder auch online. Auf 100 g Flocken geben Sie bis zu 5 Tropfen Öl.

Um Ihre Seife aufzupeppen, können Sie Lebensmittelfarbe verwenden. Auch getrocknete Blüten und Kräuter verleihen der Naturseife ein besonderes Aussehen.

Wenn sich alle Zutaten im Wasserbad gut vermischt haben, füllen Sie die Seife in spezielle Seifenformen oder andere geeignete Gefässe ab und lassen sie aushärten. Alternativ können Sie die Seife etwas abkühlen lassen und dann mit den Händen verkneten und in Form bringen. SIe können auch verschieden eingefärbte Seifen zu einer kombinieren. Die selbstgemachte Seife sollten Sie mindestens einen Tag lang aushärten lassen, bevor Sie sie verwenden. Dickere Seifenstücke brauchen entsprechend mehr Zeit. Foto: © ekinsdesigns / iStock / Thinkstock

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Flüssige Seife selber machen mit Seifenflocken

Seife selber machen, wie die folgende Flüssigseife, ist denkbar einfach, wenn man fertige Seifenflocken nimmt, oder aber sich diese aus einem Stück Rohseife, wie pflanzlich basierte Kernseife, selber reibt. Es gibt einige Shops im Internet, die Seifenflocken versenden, reine Kernseife gibt es meist in Apotheken oder Drogerien.

Für 100 ml selbstgemachte Flüssigseife benötigen Sie:

  • 1 TL – 1 EL geriebene Seifenflocken
  • 100 ml warmes Wasser oder Kräutertee (z. B. aus Salbei, Lavendel oder Kamille)
  • Ein paar Tropfen für Kosmetika geeignetes ätherisches Öl (z. B. Lavendel- oder Orangenöl), Naturfarbe wie Lebensmittelfarbe nach Wunsch

Material: Eine Schüssel, ein Holzlöffel und ein ausgedienter Flüssigseifenspender oder eine leere, gut ausgespülte Spülmittelflasche.

Mit Seifenflocken eine Seife selber machen ist schnell erledigt. Das Wasser wird bis zum Siedepunkt erhitzt oder der Kräutertee wie üblich aufgegossen, das Ganze lässt man ziehen und etwa 10 Minuten abkühlen. Die Seifenflocken einrühren und das ätherische Öl zugeben und gut einrühren. Jetzt die Seife nur noch kalt werden lassen.

Mit Seifenflocken Seife selber machen

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Wenn Sie so Seife selber machen: Je mehr man von den Seifenflocken verwendet, desto fester wird sie. Bei einem Esslöffel der Seifenflocken kann so mancher Flüssigseifenspender an seine Grenzen kommen.

Tipp: Wenn man sie bekommt, dann ist Aleppo-Seife ideal. Sie wird aus Olivenöl und Asche hergestellt.

Mehr Infos zu Vor- und Nachteilen von Naturseife und was (nicht) drinsteckt

Variation der Flüssigseife: Pflegende Duschseife selber machen

Das Rezept für selbst hergestellte Flüssigseife aus Seifenflocken kann man auch bestens für das morgendliche Duschbad verwenden. Noch pflegender wird diese, wenn man 5 - 10 ml Kokosöl oder Olivenöl beifügt, alternativ ein paar Gramm Kakaobutter oder Shea-Butter. Diese Öle und Fette haben eine natürliche, die Haut pflegende Wirkung und werden einfach in die noch warme Seifenlösung eingerührt.

Seife selber herstellen mit Glyzerin

Seife selber machen und ätherisches Öl zugeben

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Feste Glyzerinseife ist eine Rohseife auf pflanzlicher Basis, die sich nach dem Erwärmen besonders gut zum Seifengiessen eignet und auch als Bio-Seife erhältlich ist. Glyzerinseife wird im Wasserbad bis zum Schmelzpunkt erhitzt und kann anschliessend mit ein paar Tropfen ätherischem Öl ganz nach Wunsch zur duftenden Seife werden.

Seife selber machen mit Glyzerinseife ergibt eine weisse Masse, die man allerdings mit natürlichen Lebensmittelfarben einfärben kann. Glyzerinseife schäumt besonders gut, reinigt und pflegt zugleich. Wer hieraus eine Seife selber herstellen möchte, geht wie folgt vor:

Seife selber machen und mit Lebensmittelfarbe färben

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Seife aus Glyzerinseife selber machen

  • 500 g Glyzerinseife
  • Ein paar Tropfen ätherisches Öl, z.B. Rosenöl
  • Naturfarbe nach Wunsch

Materialien: Wasserbad, Holzlöffel, Formen zum Seifengiessen (optional: Eiswürfelbereiter, am besten aus Silikon).

Manche Hersteller verkaufen Glyzerinseife gleich in einem kleinen Eimer, den man wunderbar zum Erhitzen im Wasserbad verwenden kann. Hat man die Seife zum selber machen dagegen in einem Beutel, dann ist eine Schüssel nötig, um sie im Wasserbad zu schmelzen.

Selbstgemachte Seife in Formen giessen

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Beim Seife selber machen sollte das Wasserbad auf kleinster Stufe nur eben so warm werden, dass die Glyzerinseife schmilzt. Dann geeigneten Duft einrühren, gegebenenfalls die Farbe. Nun lediglich die Seifenmasse etwas abkühlen lassen und die zähfliessende Masse in die entsprechenden Formen giessen. Abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Schon haben Sie sich eine pflegende und sehr gut reinigende Seife selber hergestellt.

Auch hier können ein paar Milliliter eines guten Öls oder die oben genannten Fette die Haut spürbar pflegen. Am besten man probiert einfach mal ein paar Varianten aus, testet sich durch verschiedene Konzentrationen, Düfte und Zusätze wie Öle oder Fette, um seine persönliche Wunschseife zu finden.

Auf welche schädigenden Zusatzstoffe Sie verzichten, wenn Sie Ihre Seife selber machen, erklärt der Beitrag «Seife im Ökotest». Nebenbei verzichtet man hiermit auf das oft verwendete, meist sehr fraglich gewonnene Palmöl.

 

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann und Sabina Galbiati, aktualisiert: September 2018