Kräuter: Tipps für natürliches Wellnessen

Sowohl die gebräuchlicheren Kräutersorten wie Rosmarin und Salbei als auch die ausgefallenen wie Engelwurz und Mutterkraut können wohltuende Wirkungen haben. Wollen Sie Ihre hartnäckige Migräne ohne chemische Medikamente behandeln? Ihre Kleider gegen Motten schützen? Oder ganz einfach endlich wieder tief und ruhig schlafen? Dann sind Sie hier richtig. Unsere natürlichen Rezept-Tipps werden Ihnen weiterhelfen!

Mit Kräuterbutter endlich die Migräne in den Wind schiessen.
Kräuterbutter schmeckt gut und hilft gegen Migräne. Foto: © Alen Dobric / iStock / Thinkstock
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Bye Bye Kopfweh: Kräuterbutter gegen Migräne

Migräne ist lästig und kann im Alltag ein Hindernis sein. Der unangenehme Schmerz entsteht durch die Erweiterung der Blutgefässe im Gehirn. Damit Sie nicht immer auf chemische Mittel angewiesen sind und somit deren starke Nebenwirkungen entgehen können, haben wir ein ganz natürliches Rezept gegen Migräne für Sie. Mutterkraut ist das ideale Kraut gegen Migräne. Es enthält nämlich den Wirkstoff Parthenolid, der gegen Entzündungen hilft und die Migräne bekämpft.

Für das Rezept werden benötigt:

ca. 20 Blätter Mutterkraut
2 TL frischer Estragon
2 TL frische Petersilie
1 TL ungespritzte Zitronenschale
1 EL gemahlener Ingwer
Pfeffer
100 g Butter
Etwas Pergamentpapier

Herstellung:

Die Mutterkrautblätter zuerst fein schneiden. Das Kraut schmeckt etwas bitter, Sie können den beissenden Geschmack mit jeweils zwei Teelöffeln gehacktem Estragon und Petersilie abrunden. Für einen besonders raffinierten Geschmack raffeln Sie etwas Zitronenschale und Ingwer in die Mischung. Ingwer ist das wohl traditionellste Hausmittel gegen Kopfschmerzen und Migräne und bekämpft Schmerzen und Entzündungen.

Die Menge gut durchmischen und mit einer grosszügigen Prise Pfeffer würzen. Die 100 Gramm weiche Butter arbeiten Sie am besten mit den Händen in die Masse ein. Die homogene Kräuterbutter legen Sie auf ein Pergamentpapier. Eingerollt in den Kühlschrank legen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank hält sich die Butter eine Woche, im Tiefkühlfach bis zu einem halben Jahr.

So wenden Sie die Kräuterbutter an:

Die Butter sollte täglich eingenommen werden, damit sie ihre Wirkung vollständig entfalten kann. Egal ob auf Toast, zur Verfeinerung des Steaks oder in der Pasta: Die Kräuterbutter schmeckt, ist gesund und wirkt entzündungshemmend. In der Schwangerschaft und der Stillzeit wird von der Nutzung abgeraten.

Kräuter-Cocktail: Völlegefühl war einmal!

Völlegefühl und Magenverstimmungen werden von diesem Kräuter-Cocktail gelindert. Foto: © Christian Jung - Fotolia.com

Magenverstimmung mit Kräuter-Cocktail lindern

Sie haben ein ausschweifendes Festessen hinter sich und werden das Völlegefühl einfach nicht los? Gegen dieses Unwohlsein gibt es ein wirksames, natürliches Mittel, das auch noch einfach zuzubereiten ist. Der Kräuter-Cocktail entspannt den Darm und lindert die Schmerzen.

Für das Rezept benötigen Sie:

100 g frischer Engelwurz
25 g frische Minzeblätter
4 EL getrocknete Kamille
4 EL Fenchelsamen
Wodka

Zum Mischen des «Verdauungscocktails» benötigen Sie:

1-2 Limetten
Eiswürfel
1 Zwei frische Minze
1 Zweig frischen Dill
Eventuell Ingwerbier

Herstellung:

Die Wurzeln der Engelwurz gut waschen. 100 Gramm Wurzeln klein schneiden und in ein luftdicht verschliessbares Glas füllen. 25 Gramm gehackte Minzeblätter dazugeben. Kamille und Fenchel hilft bei Verdauungsproblemen – deshalb kommen je vier Esslöffel getrocknete Kamille und Fenchelsamen in das Glas. Das Ganze mit einem gehörigen Schuss Wodka begiessen. So ergibt sich eine Tinktur.

Die Wirkstoffe werden mit der alkoholischen Lösung aus den Kräutern extrahiert. Den luftdichten Behälter für zwei Wochen kühl und fernab von Sonnenlicht lagern. Danach das Ganze durch ein Baumwolltuch drücken und die Flüssigkeit in eine Flasche füllen.

Nun geht es ans Cocktail Mischen: Einige Eiswürfel in einen Glaskrug geben, zwei Limetten in Scheiben schneiden und dazugeben. Eine grosszügige Portion frische Minze und Dill beifügen. Etwa 25 ml der alkoholhaltigen Tinktur dazutun und mit dem Ingwerbier auffüllen. Fertig ist der Kräuter-Cocktail!

Anwendung:

In kleinen Mengen wirkt der Cocktail hervorragend gegen Magenverstimmungen, Blähungen und um den Appetit anzuregen. Bei der Einnahme von Medikamenten oder Magengeschwüren, sollten Sie auf den alkoholhaltigen Cocktail allerdings verzichten.

Mit Wermuth, Rosmarin und Salbei Motten beseitigen.

Die lästigen Motten lassen sich mit Kräuterbeuteln natürlich vertreiben. Foto: © matka_Wariatka / iStock / Thinkstock

Die Todfeinde von Motten? Wermuth, Rosmarin und Salbei. Deshalb gehören diese drei Kräuter unbedingt in Beutel gegen Kleidermotten. So werden nicht nur die lästigen Tierchen vertrieben, sondern auch angenehme Düfte verbreitet.

Für das Rezept werden benötigt:

Pro Beutel:
1 EL Frischer Rosmarin
1 EL Frischer Salbei
1 EL Frischer Wermuth
ein paar Spritzer Wodka

Herstellung:

Eine Woche lang Rosmarin, Wermuth und Salbei trocknen lassen. Die Blätter danach von den holzigen Stielen entfernen. Die drei gut durchmischten Kräuter in Baumwoll-Beutel füllen. Damit die ätherischen Öle freigesetzt werden, ein paar Spritzer Wodka in das Stoffsäckchen geben. Die Insekten werden allein schon wegen des Geruchs der Kräuter die Flucht ergreifen.

Anwendung:

Die Beutel in den Schrank hängen oder legen. Der Geruch und somit die Wirkung der Kräuter dauert etwa drei Monate an. Schnuppern Sie ab und zu an den Beuteln – sollte der Duft nachlassen, die Kräuter einfach ein wenig mit den Fingern drücken. Es werden so mehr ätherische Öle freigesetzt.

Schlafprobleme mit Kräuterkissen lösen!

Hopfen oder Lavendel wirken beruhigend auf das Gemüt und lassen Schlafprobleme verschwinden. Foto: © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Kräuterkissen: Mit Hopfen besser schlafen

Verbringen Sie manche Nächte praktisch schlaflos - und Sie wissen nicht warum? Nicht verzagen! Natürliche Mittel sind gegen Schlaflosigkeit immer die besten. Zum Beispiel unser Kräuterkissen aus Hopfenblüten.

Sie benötigen:

4 Handvoll getrocknete Hopfen
1 Bauwollbeutel

Herstellung:

Getrocknete Hopfen können Sie im lokalen Gartencenter kaufen oder kinderleicht selbst züchten. Vorsichtig die Blüten abzupfen, die ätherische Öle enthalten und einen beruhigenden Duft versprühen. Indem Sie etwa vier Hand voll von Blüten in ein luftdurchlässiges Beutelchen geben und diesen danach unter Ihr Kopfkissen legen, werden Sie natürlich und einfach zu Schlaf kommen - und zwar die ganze Nacht lang. Die ätherischen Öle strömen den Duft nämlich nicht nur beim Einschlafen, sondern die ganze Nacht hindurch aus.

Den Geruch von Hopfenblüten mag nicht jeder. Sollte er auch Ihnen nicht besonders gut gefallen, können Sie vier Hand voll Lavendelblüten dazugeben, die einen ähnlichen Effekt erzielen und einen angenehmeren Duft verbreiten.