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Hausmittel gegen Pickel: Diese 10 helfen wirklich

Schon unter einem kleinen Pickel kann das Hautbild leiden. Pickel unbeachtet abheilen zu lassen, ist nicht immer eine Option – sie auszudrücken kann jedoch zu Entzündungen führen. Stattdessen gibt es einige Hausmittel gegen Pickel wie Eiswürfel, Zwiebeln und Teebaumöl. Sie bewirken, dass sich Pickel schnell wieder zurückziehen. Doch nicht alle vermeintlichen Hausmittel sind wirklich sinnvoll gegen Pickel.

Frau sieht sich im Spiegel an und passt sich ins Gesicht
Pickel ausdrücken? Greife lieber zu effektiven Hausmitteln. © PeopleImages / iStock / Getty Images Plus

Was hilft schnell – und was ist eher Mythos?

Wenn du einen einzelnen Pickel möglichst rasch beruhigen möchtest, hilft meist nicht «mehr», sondern «gezielter». Sinnvoll sind vor allem Kühlen, ein Hydrocolloid-Patch, eine milde Reinigung und punktuelle, gut verträgliche Wirkstoffe. Weniger sinnvoll sind aggressive Hausmittel, starkes Austrocknen oder häufiges Anfassen. Das kann die Hautbarriere schwächen und Entzündungen sogar verlängern.

  • Hilft eher schnell: kurz kühlen, Hände weg, Hydrocolloid-Patch, sanfte Pflege, punktuell geeignete Wirkstoffe.
  • Mit Vorsicht: Heilerde, stark verdünntes Teebaumöl, Honig – nur punktuell und nur, wenn deine Haut sie gut verträgt.
  • Eher Mythos oder riskant: Zahnpasta, Zitronensaft, Natron, unverdünnte ätherische Öle, starkes Schrubben.

Pickel sind lästig, vor allem, wenn sie plakativ auf der Stirn oder Nase sitzen. Aber was hilft wirklich gegen Pickel, wenn du sie schnell wieder loswerden möchtest? Im Netz kursieren viele Erste-Hilfe-Tipps – von denen nicht alle funktionieren und manche die Haut sogar zusätzlich reizen können. Entscheidend ist, ob es um einen einzelnen Pickel, um Mitesser oder um wiederkehrende entzündliche Akne geht. Je klarer du das unterscheidest, desto eher findest du etwas, das deiner Haut wirklich guttut.

Was bei einzelnen Pickeln schnell helfen kann

Ein einzelner entzündeter Pickel braucht vor allem Ruhe. Die Stelle ist bereits gereizt, deshalb sind sanfte Massnahmen oft wirksamer als alles, was brennt, stark austrocknet oder die Haut «wegpeelen» soll.

Kühlen

Kälte kann Schwellung, Rötung und Druckgefühl vorübergehend lindern. Wickle einen Eiswürfel oder ein Kühlpad immer in ein sauberes Tuch und lege es nur kurz auf die betroffene Stelle. Direkter, länger andauernder Kontakt mit Eis kann die Haut schädigen.

Hydrocolloid-Patches

Solche Pickel-Patches sind kein Hausmittel im klassischen Sinn, aber als SOS-Hilfe oft praktischer als viele DIY-Tipps. Sie schützen den Pickel vor Fingern, nehmen Wundsekret auf und können verhindern, dass du unbewusst daran kratzt oder drückst. Besonders hilfreich sind sie bei oberflächlichen, bereits geöffneten oder entzündeten Stellen.

Punktuelle Wirkstoffe aus der Apotheke

Bei einzelnen Pickeln können gut verträgliche Wirkstoffe punktuell oft mehr bringen als Hausmittel. Dazu gehören Benzoylperoxid, Salicylsäure oder Azelainsäure in geeigneter Konzentration. Sie wirken nicht über Nacht wie ein «Radiergummi», können aber Entzündung und Verhornung gezielt reduzieren. Wichtig ist, langsam zu starten und nicht mehrere starke Produkte gleichzeitig zu verwenden.

Hände weg

So banal es klingt: Nicht ausdrücken ist oft die wirksamste Sofortmassnahme. Drücken kann Entzündungen verstärken, Keime tiefer in die Haut bringen und das Risiko für dunkle Flecken oder Narben erhöhen. Besonders im Bereich von Nase, Kinn und zwischen den Augen lohnt sich Zurückhaltung.

10 Hausmittel gegen Pickel, die wirklich helfen

Nicht jedes Hausmittel ist automatisch sanft. Gerade empfindliche oder bereits entzündete Haut reagiert schnell mit Brennen, Rötung oder Trockenheit. Sinnvoll ist deshalb eine klare Einteilung: Was ist eher okay, was nur mit Vorsicht und was solltest du lieber lassen?

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Hausmittel gegen Pickel: Eiswürfel lindern Schwellungen

Das einfachste Hausmittel gegen Pickel kommt aus deinem Tiefkühler: Eiswürfel. Beim Kühlen verengen sich die Gefässe und Schwellungen lassen nach, weshalb der Pickel schrumpft. Tipp: Halte das Eis nicht direkt auf deine Haut, sondern wickle den Würfel in ein dünnes Küchentuch aus Baumwolle. Foto © photoguns / iStock / Getty Images Plus

Welche Hausmittel eher okay sind

Diese Optionen sind keine Wundermittel, können bei einzelnen kleinen Pickeln aber vertretbar sein, wenn du sie vorsichtig und punktuell einsetzt.

Heilerde

Heilerde kann überschüssigen Talg binden und die Haut vorübergehend matter wirken lassen. Für einzelne Pickel oder die T-Zone kann eine kurze Anwendung sinnvoll sein. Lasse sie nicht zu lange antrocknen und verwende sie nicht täglich, wenn deine Haut eher trocken oder empfindlich ist. Sonst kann das Spannungsgefühl stärker werden und die Hautbarriere leiden.

Verdünntes Teebaumöl nur punktuell

Teebaumöl wird oft gegen Pickel empfohlen, weil es antimikrobielle Eigenschaften hat. Gleichzeitig gehört es zu den Stoffen, die relativ häufig irritieren oder Kontaktallergien auslösen können. Wenn du es überhaupt verwendest, dann nur stark verdünnt, punktuell und nie auf gereizter, verletzter oder frisch gepeelter Haut. Bei Brennen, Rötung oder Juckreiz solltest du es sofort absetzen.

Honig mit Zurückhaltung

Honig wird gerne als natürliches Mittel gegen Entzündungen genannt. Für das Gesicht ist er aber eher eine zurückhaltende Option: Er kann beruhigend wirken, ist jedoch klebrig, nicht standardisiert und für entzündliche Akne keine verlässliche Therapie. Wenn du ihn ausprobierst, dann nur kurz, punktuell und nicht bei bekannter Pollen- oder Kontaktallergie.

Aloe Vera zur Beruhigung

Aloe Vera kann gereizte Haut angenehm beruhigen und Spannungsgefühle mindern. Sie ersetzt keine gezielte Akne-Behandlung, passt aber gut als sanfte Begleitpflege, wenn ein Pickel entzündet ist und du die Stelle nicht zusätzlich belasten möchtest.

Welche Hausmittel nur mit Vorsicht infrage kommen

Einige Tipps sind nicht grundsätzlich verboten, aber sie passen nicht zu jeder Haut und nicht zu jeder Art von Unreinheit.

Zinksalbe

Zink kann nässende oder aufgekratzte Stellen schützen. Sehr fettige Zinksalben sind im Gesicht jedoch nicht immer ideal, weil sie stark okklusiv sein können. Für einzelne kleine Stellen kann das funktionieren, für grossflächige oder zu Akne neigende Haut eher weniger.

Kühlen mit Eiswürfeln

Kühlen ist sinnvoll, aber bitte nie direkt mit nacktem Eis auf der Haut. Sonst drohen Reizung oder Kälteschäden. Kurz und mit Tuch ist besser als lange und eiskalt.

Hausmittel über Nacht

«Über Nacht» klingt verlockend, ist aber oft zu lang – vor allem bei allem, was austrocknet oder ätherische Bestandteile enthält. Wenn du etwas testest, beginne lieber kurz und kleinflächig. Mehr Produkt und längere Einwirkzeit bedeuten nicht automatisch mehr Wirkung.

Welche Hausmittel die Haut oft reizen

Hier lohnt sich ein klarer Schnitt: Manche angeblichen SOS-Tipps halten sich hartnäckig, obwohl sie die Haut häufig eher verschlechtern als verbessern.

Ist Zahnpasta ein Hausmittel gegen Pickel?

Nein. Zahnpasta gehört nicht ins Gesicht. Inhaltsstoffe für die Zahnpflege sind nicht dafür gemacht, entzündete Hautstellen zu behandeln. Sie können brennen, austrocknen und die Hautbarriere irritieren. Der Pickel wirkt dadurch manchmal kurz «trockener», die Stelle ist aber oft länger gereizt.

Hilft Zitrone gegen Pickel?

Eher nicht. Zitronensaft ist sauer, reizt leicht und kann gerade auf empfindlicher oder bereits entzündeter Haut Brennen und Rötung auslösen. Zusätzlich kann die Haut unruhiger reagieren, wenn sie danach Sonne abbekommt. Für das Gesicht ist das keine gute SOS-Strategie.

Natron gegen Pickel?

Natron wird manchmal als günstiger Trick empfohlen, passt aber schlecht zur natürlichen Hautbarriere. Es kann den pH-Wert auf der Haut verschieben und so Trockenheit und Reizungen fördern. Gerade bei wiederkehrenden Unreinheiten ist das kontraproduktiv.

Unverdünnte ätherische Öle

Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Unverdünnt auf Pickel aufgetragen, führen sie nicht selten zu Brennen, Rötung oder allergischen Reaktionen. «Natürlich» bedeutet nicht automatisch «hautfreundlich».

Peeling gegen Pickel?

Mechanische Peelings und Fruchtsäurepeelings können Hautunreinheiten vorbeugen. Wenn jedoch schon Pickel auf der Haut sind, ist es wichtig, die Haut nicht zusätzlich mit Peelings zu reizen. Besonders grobe Körner, Bürsten oder häufiges Schrubben verschlechtern entzündete Stellen oft.

Pickel ausdrücken?

Pickel auf eigene Faust mit den Fingern oder einem sogenannten Komedonenquetscher zu entfernen, ist sicher nicht die beste Option. Die Finger bringen zusätzlich Bakterien ins Gesicht und wenn du bei der Anwendung von Komedonenquetschern Fehler machst, können Pickel sich erst recht entzünden. Lass dich besser von professionellen Dermatolog:innen behandeln.

Hausmittel sind keine Akne-Therapie

Wenn du immer wieder schmerzhafte, tiefe oder entzündete Pickel hast, reichen Hausmittel meist nicht. Dann geht es nicht mehr nur um «einen Pickel», sondern um eine Hauterkrankung, die gezielt behandelt werden sollte. Je früher eine passende Therapie startet, desto eher lassen sich Narben und lange Frustphasen vermeiden.

Wichtig: Bei schwerer Akne solltest du dich an eine Dermatolog:in wenden. Sie kann deine Haut genau analysieren und eine auf deine Bedürfnisse abgestimmte Behandlung beginnen.

Wann du statt Hausmitteln besser einen Wirkstoff brauchst

Wenn Unreinheiten regelmässig zurückkommen, mehrere Stellen gleichzeitig betroffen sind oder Pickel schmerzhaft und tief sitzen, sind gut untersuchte Wirkstoffe oft die bessere Wahl. Sie sind keine «Chemiekeule», sondern gezielte Behandlungen mit klarer Aufgabe.

Benzoylperoxid

Benzoylperoxid kann entzündete Pickel und akneverursachende Bakterien reduzieren. Es ist besonders bei roten, entzündlichen Stellen verbreitet. Starte niedrig dosiert und achte auf mögliche Trockenheit. Textilien kann es ausbleichen.

Salicylsäure

Salicylsäure eignet sich vor allem bei verstopften Poren und Mitessern. Sie hilft, verhornte Zellen zu lösen und den Porenausgang freier zu halten. Bei empfindlicher Haut gilt: lieber langsam einschleichen als zu häufig starten.

Adapalen

Adapalen gehört zu den Retinoiden und ist besonders bei Komedonen und wiederkehrender Akne interessant. Die Haut braucht oft einige Wochen, um sich daran zu gewöhnen. Anfangs können Trockenheit, Schuppung oder ein Spannungsgefühl auftreten. Eine einfache, nicht komedogene Basispflege ist dann besonders wichtig.

Azelainsäure

Azelainsäure kann sowohl bei entzündlichen Unreinheiten als auch bei nach Pickeln verbleibenden Flecken hilfreich sein. Viele Menschen vertragen sie gut, vor allem wenn die Haut auf andere Wirkstoffe schnell gereizt reagiert.

Pickeln vorbeugen: Was hilft gegen Hautunreinheiten?

Bei unreiner Haut ist meist eine übermässige Talgproduktion der Übeltäter. Auch abgestorbene Hautschüppchen, die den Ausgang der Talgdrüsen verschliessen, verstopfen die Poren und führen zu Mitessern. Und daraus wiederum können Pickel entstehen.

Zudem können Pickel durch eingewachsene Haare am ganzen Körper entstehen.

Um Pickeln den Nährboden zu nehmen, kannst du einige Angewohnheiten vermeiden:

  • Fasse dir weniger ins Gesicht. Dadurch kommen zusätzlich Bakterien auf die Haut und Mitesser können sich entzünden.
  • Reinige deine Make-up Pinsel, Quasten & Co. regelmässig.
  • Vergiss die Gesichtsreinigung vor dem Zubettgehen nicht und passe sie an deinen Hauttyp an. Fettige Cremes eignen sich beispielsweise nicht für fettige Haut. Greife lieber zu leichten Fluiden.
  • Trinke ausreichend. Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für deinen Körper. Für Pickel ist Wasser allein zwar kein Wundermittel, aber eine ausgeglichene Routine unterstützt die Haut insgesamt.
  • Tausche Rasierklingen regelmässig aus. Stumpfe Klingen reizen die Haut – ob im Gesicht, an den Beinen oder im Intimbereich. Zudem können dadurch Haare stehenbleiben und in die Haut einwachsen, was zu unangenehmen Pickeln unter der Haut führt.
  • Nutze Produkte, die zu Akne neigender Haut passen: mild, eher duftstoffarm und nicht unnötig reichhaltig.
  • Wenn du neue Wirkstoffe einführst, beginne einzeln. So merkst du schneller, was dir hilft – und was deine Haut nicht mag.

Auch seelisch können Pickel belasten – bei Jugendlichen genauso wie bei Erwachsenen. Wenn dein Kind oder du dich wegen der Haut zurückzieht, sich schämt oder ständig an den Stellen manipuliert, ist das kein oberflächliches Problem. Dann kann es sehr entlastend sein, die Haut fachlich beurteilen zu lassen und eine Routine zu finden, die realistisch durchzuhalten ist.

Hier erfährst du alles, was du über die richtige Hautpflege wissen musst.

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