Winterfrust ade: Diese Lebensmittel machen glücklich

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Schlägt die Jahreszeit auf Ihre Laune, helfen vielleicht bestimmte Lebensmittel. Wir zeigen, welche Zutaten die Stimmung heben und warum.

Lebensmittel mit besonders viel Serotonin machen glücklich
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Serotonin heisst der Stoff aus dem unsere gute Laune ist. Diesen Botenstoff können wir unter anderem über Lebensmittel direkt aufnehmen und speichern. Wir sind aber auch fähig Serotonin selbst im Körper zu produzieren, zum Beispiel aus dem weiteren Botenstoff Tryptophan.

Eine regelmässige und ausreichende Dosis dieser beiden Botenstoffe hebt aber nicht nur die Stimmung. Sie soll auch leistungsfähiger und weniger stressanfällig machen, wie eine Studie zeigt.

Und diese Lebensmittel enthalten eine der zwei wichtigen Zutaten in grösseren Mengen:

1. Mit Hülsenfrüchten den Serotonin-Spiegel erhöhen

Linsen enthalten besonders viel Serotonin

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Hülsenfrüchte enthalten relativ viel Tryptophan, aus dem unser Körper den Stoff für gute Laune Serotonin herstellt. Vor allem Linsen, Sojabohnen und auch grüne Bohnen stecken voll davon. Ein Salat mit Linsen oder eine feine Bohnensuppe können daher dazu beitragen, die Stimmung zu heben.

2. Das volle Korn verschafft gute Laune

Mit Vollkorn kann man sich glücklicher essen

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Vollkornprodukte sind nicht nur gesünder. Sie fördern auch mit ihren Ballaststoffen die Verdauung und sorgen dafür, dass wir schneller satt werden. Dazu sind sie reich an für die Bildung von Serotonin nötigen Kohlehydraten sowie an Tryptophan.

Warum Kohlenhydrate wichtig für gute Laune sind: Sie helfen dem Körper, Serotonin zu bilden. Besteht ein Mangel und ist dadurch der Blutzuckerspiegel im Keller, klappt es auch nicht mit der guten Laune.

3. Nur bestimmte Schoggi kann glücklich machen

Macht Schokolade wirklich glücklich?

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Das Gerücht Schokolade würde glücklich machen, hält sich hartnäckig. Doch es stimmt nur teilweise. Tatsächlich enthält Kakao das Glückshormon Serotonin, allerdings nicht in riesigen Mengen. Dazu ist darin auch Tryptophan enthalten.

Gegen schlechte Laune hilft daher am ehesten Schoggi mit möglichst hohem Kakakoanteil. Die normale Milchschokolade hat dagegen eher weniger Potenzial als Stimmungsaufheller.

Übrigens: Hier lesen Sie, warum Schokolade auch schlau macht.

4. Fruchtiges lässt die Stimmung steigen

Pflaumen sind auch getrocknet Stimmungsaufheller

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Zahlreiche Früchte enthalten Serotonin. Besonders viel davon haben Ananas, Kiwi, Banane und Pflaume. Bei getrockneten Früchten ist auch noch etwas davon enthalten. Und auch die Tomate, die strenggenommen ebenso eine Frucht ist, bietet jede Menge des Glücksbotenstoffs.

5. Mit Käse gegen die schlechte Laune

Mit Käse glücklicher essen funktioniert

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So einige Käsesorten, besonders Hartkäse, enthalten Tryptophan. Allen voran beispielsweise Parmesan, aber auch Emmentaler. Von den tierischen Produkten ist auch im Fleisch so einiges an Glücks-Botenstoffen zu finden, ebenso wie in Eiern.

6. Nüsse helfen bestens beim Glücklichsein

Nüsse machen glücklich

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Allen voran ist die Baumnuss der unangefochtene Spitzenreiter, was Serotonin in Lebensmitteln angeht. Obendrauf spendet sie auch noch viel Tryptophan. Daher: Täglich ein paar Baumnüsse knabbern kann schon glücklicher machen. Aber auch andere Nüsse können die Laune verbessern, wie beispielsweise Mandeln, Erdnüsse, Haselnüsse oder Cashewkerne.

Was ist Tryptophan? Tryptophan ist eine Aminosäure, die unser Körper nicht selbst bilden kann. Als Vorstufe zu Serotonin kann sie dem Körper helfen, diesen Botenstoff herzustellen. Alle sehr eiweissreichen Lebensmittel enthalten auch Tryptophan.

Tipp: Serotonin macht mehr als nur glücklich

Die Wirkung von Serotonin ist weitaus vielfältiger, als einfach nur gute Laune zu verbreiten und die Stimmung aufzuhellen. In zahlreichen Bereichen des Körpers hat es eine aktivierende oder bremsende Wirkung, mit dem Ziel, etwas auszugleichen.

Serotonin beeinflusst daher ebenso: den Schlaf-Wach-Rhythmus (da Serotonin auch die Melatonin-Bildung steuert), das Hungergefühl (Appetitzügler!), die Darmaktivität und Gefässmuskulatur sowie die Blutgerinnung.

Autor: Jürgen Rösemeier