Wieder entdecktes Wurzelgemüse: Rezepte mit Pastinaken

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Geschmacklich zwischen Rüebli und Sellerie, ist die ursprünglich wild wachsende Pastinake lange in Vergessenheit geraten. Heute wird sie zum Glück wiederentdeckt, wie in diesen feinen Pastinaken-Rezepten.

Pastinake: Rezepte und Wissenswertes
Pastinaken wurden bereits von den Römern geschätzt und waren im Mittelalter ein Grundnahrungsmittel. Als die Kartoffel nach Europa kam, geriet sie in Vergessenheit. Heute wird das süsslich-würzige und sehr vielfältige Gemüse wiederentdeckt.  Foto: Santje09, iStock, Thinkstock

Was sind eigentlich Pastinaken?

Schon die Römer schätzten die vielseitige weisse Wurzel und in der Schweiz gehörte die vitaminreiche Pastinake lange Zeit zum Grundnahrungsmittel, das erst durch den Kartoffelanbau verdrängt wurde. Die Pastinake, man kann auch der Pastinak sagen, ist reich an Vitamin C und B, Magnesium und Eisen, und ist sehr vielseitig in der Küche einsetzbar.

Pastinaken gehören zur Familie der Doldenblütler, die wir vielfach im heimischen Kräuter- und Gemüseanbau finden. So zählt die Petersilie genauso zu den Verwandten der Pastinake wie Liebstöckel, auch als Maggikraut bekannt, Kümmel, Anis, Sellerie oder Fenchel. Geschmacklich erinnert die Pastinake auch an die beiden letzteren Gemüsesorten. Doch mal ist sie würziger, mal süsser, was von der Pastinaken-Sorte abhängt, aber auch von den Anbaubedingungen.

Erhältlich von September bis weit in den Winter hinein, wird die Pastinake besonders süsslich, wenn der Bauer – oder Hobbygärtner – sie erst nach den ersten Frösten aus der Erde holt. Der Grund: Die Stärke in der Pastinake wandelt sich durch die kühlen Temperaturen dann zu Zucker.

Rezepte mit Pastinaken: Kartoffel-Püree mit besonderem Extra

Kartoffel-Püree selbst machen ist leicht. Und schmeckt. Wird ein Teil der Kartoffel durch Pastinaken ersetzt, macht sie das Püree zu einer ganz besonderen Beilage. Für dieses Pastinaken Rezept sind folgende Zutaten nötig (für vier Personen):

500 g Kartoffel, 500 g Pastinaken, 100 ml warme Milch, etwa 50 – 100 g Butter, frisch gemahlene Muskatnuss, Salz

Zunächst beide Gemüse schälen und grob würfeln, die Kartoffeln in etwa 20 Minuten gar kochen, die Pastinaken nach etwa 5 Minuten hinzugeben. Wasser abgiessen und das Ganze mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken (nicht den Pürierstab verwenden, denn das Ergebnis erinnert dann eher an Tapetenkleister als an etwas Essbares). Nun die Butter unterrühren und die warme Milch schluckweise hinzugeben, bis ein sämiger, aber nicht zu kompakter Brei entsteht. Nur noch dieses Pastinaken-Rezept mit Salz und frisch gemahlener Muskatnuss abschmecken. Fertig.

Würzig, schnell und einfach: Rezept für Pastinaken-Pasta

Zutaten für Zwei: 1 rote Chilischote, 4 EL Olivenöl, 150 g Lauch, 400 g Pastinaken, 150 ml Gemüsebrühe, Salz, Zucker, 250 g getrocknete Pasta nach Wunsch, ein paar Stiele Petersilie.

Zunächst wird die Chilischote samt Kernen (je nach Geschmack) fein gehackt und mit Olivenöl vermengt. Der Lauch wird in feine Ringe geschnitten, gründlich mit Wasser gespült und auf einem Küchentuch abgetrocknet. Pastinaken putzen – in Bioqualität einfach nur gut unter Wasser abbürsten, sonst schälen – und in feine Streifen schneiden.

Nun etwas von dem Chiliöl in einer Pfanne erhitzen und darin das Gemüse etwa 5 Minuten andünsten, mit der Brühe ablöschen, mit Salz und einer Prise Zucker würzen. Etwa 15 Minuten bei kleiner Flamme garen lassen und mit der Pasta, ein paar gehackten Petersilienblättern und dem restlichen Chiliöl servieren.

Mit Pastinaken kochen: Vielseitiger Alleskönner

Mit Pastinaken kochen ist einfach und vielseitig. Sie kann so einen Teil der Kartoffeln im Rösti ersetzen, gebraten oder gebacken werden, als Teil des Suppengrüns oder in der Kürbissuppe verwendet werden, und so weiter.

Vergessene Gemüsesorten: Leckere Rezepte mit Topinambur und Co.

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Selbstgemachte Gemüse-Chips aus alten Gemüsesorten

Rezept für Topinambur, Pastinake oder Karotte als Knuspersnack
Die leicht süsslich schmeckende Pastinake ist reich an Vitamin-C und –B, Magnesium und Eisen, und kann roh im Salat, in Aufläufen, als Kartoffel-Pastinaken-Püree oder einfach nur als knusprige Chips genossen werden. Einfach hauchfeine Scheiben von Topinambur, Pastinake oder auch Karotte schneiden und bei 170 Grad, übergossen mit etwas Olivenöl und gesalzen, im Backofen backen. Bunter und abwechslungsreicher wird der Snack wenn Sie alle drei Wurzelgemüse mischen. Schmeckt solo oder als Deko für eine Cremesuppe oder ein Steak, im Auflauf, Kartoffelpüree, oder bei vielen anderen Gelegenheiten. Foto: © KaarinaS / iStock / Thinkstock

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Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann