Pasta selber machen mit & ohne Nudelmaschine: 2 einfache Rezepte

Frische Pasta selber machen ist einfach und geht schnell. Wie du den perfekten Nudelteig zubereitest, gefüllte Pasta selber machst und Inspirationen für feine Rezept-Varianten mit selbstgemachten Nudeln.

Pasta selber machen: 2 schnelle Rezepte & Tipps für’s Kochen
Ob Spaghetii, Tagliatelle oder Farfalle: Nudeln selber machen ist ganz einfach. Foto ©  Prostock-Studio / iStock / Getty Images Plus
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Pasta wird nicht nur in der italienischen Küche gerne und häufig serviert. Auch in der Schweiz sind Nudeln bei Gross und Klein sehr beliebt. Anstatt zu Nudeln aus dem Supermarkt zu greifen, kannst du die Teigware selber machen: Die Zubereitung geht fix und einfach und du weisst genau, was im Nudelteig steckt.

Wenn du keine Nudelmaschine hast, lassen sich die Nudeln wunderbar von Hand ausrollen und formen. Zwei einfache Grundrezepte für Pasta mit oder ohne Ei, wie du daraus Spaghetti, Tagliatelle und Farfalle formst und Tipps für feine Nudel-Rezepte.

Pasta selber machen: 2 Grundrezepte

Für die Zubereitung von frischer Pasta brauchst du nur wenige Zutaten. Mit den Grundrezepten lassen sich verschiedene Nudeln formen, die du entweder trocknen und lagern, oder frisch in den Kochtopf geben kannst.

Zutaten Rezept 1 (Nudeln mit Ei), für drei Personen

  • 275 Gramm Mehl Type 00 (Hartweizen) oder Type 405
  • 3 Eier
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Olivenöl

Zutaten Rezept 2 (vegane Nudeln), für drei Personen

  • 240 Gramm Weizenmehl Type 405
  • 150 Gramm Hartweizengriess
  • 1/2 TL Salz
  • 3 bis 4 EL Olivenöl
  • 160 ml Wasser

Ausserdem brauchst du

  • Etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • Ein Nudelholz oder eine Nudelmaschine
  • Ein scharfes Messer oder ein Teigrädchen
  • Einen grossen Topf

Tipp: Normale Nudeln sind dir zu langweilig? Mit einem Esslöffel Rote-Bete-Saft verleihst du den Nudeln einen Farbtupfer und kreierst bunte Pasta. Einfach zum rohen Teig hinzugeben und untermischen. Oder du kannst aus dem gleichen Teig deine liebsten Ravioli selber machen.

Zubereitung: In wenigen Schritten zu frischer Pasta

Ob du vegane Pasta oder Nudeln mit Ei, Bandnudeln oder gefüllte Pasta selber machts: Die Zubereitung des Nudelteigs erfolgt in fünf Schritten.

  1. Mische alle Zutaten in einer grossen Schüssel zusammen.
  2. Knete den Teig mit den Händen 10 Minuten lang gut durch, bis ein glatter, glänzender Teig entsteht.
  3. Forme drei gleichgrosse Kugeln aus dem Teig.
  4. Wickle den Teig anschliessend in ein feuchtes Küchentuch oder lege ihn in eine Tupperbox.
  5. Den Teig nun für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Nachdem du den Teig aus dem Kühlschrank genommen hast, kannst du ihn entweder mit der Nudelmaschine oder von Hand zu Spaghetti, Bandnudeln, Tagliatelle oder Farfalle formen.

Nudeln selber machen mit oder ohne Nudelmaschine

Nun entscheidest du, welche Form deine Pasta bekommen soll. Ob mit oder ohne Nudelmaschine: Die verschiedenen Nudelsorten kannst du ganz einfach herstellen.

Mit Nudelmaschine

Um dünne Platten aus dem portionierten Nudelteig zu formen, musst du ihn mehrfach durch die Nudelmaschine walzen. Den Vorgang wiederholst du mit jeder der drei Teigkugeln.

Pasta selber machen mit Nudelmaschine

Walze den Teig mehrfach durch die Nudelmaschine. Foto © jirkaejc / iStoch / Getty Images Plus

Beim ersten Durchlauf stellst du die Walze der Nudelmaschine auf den breitesten Abstand. Verringere den Abstand nach und nach, sodass der Teig langsam dünner wird.

Falte den Teig zwischen jeder Walzung einmal längs in der Mitte. Den gesamten Vorgang wiederholst du etwa drei mal, bis die Nudelplatten gleich dick sind (etwa 2 bis 3 Millimeter). Damit der Nudelteig nicht verklebt, kannst du zwischendurch etwas Mehl auf den ausgerollten Teig streuen.

Anschliessend ziehst du die Nudeln durch die Bandnudel- oder Spagetthi-Walze. 

Ohne Nudelmaschine

Rolle den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz aus.

pastateig mit dem Nudelholz ausrollen

Nudeln kannst du auch von Hand ausrollen und formen. Foto © Prostock-Studio / iStock / Getty Images Plus

Anschliessend kannst du den Nudelteig mit einem Messer in gleich grosse Streifen schneiden, dann erhalten die Nudeln die typische Tagliatelle-Form.

Alternativ lassen sich auch Farfalle ganz leicht formen: Schneide den Pastateig dafür in kleine Rechtecke, falte diese je einmal längs und drücke sie in der Mitte zusammen.

Die rohen Nudeln kannst nun entweder trocknen lassen, oder direkt in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben und 2 bis 3 Minuten kochen.

Farfalle selber machen

Farfalle haben ihren Namen wegen der bekannten Schmetterlings-Form. Foto © Kuvona / iStock / getty Images Plus

Du kannst die Pasta auch 12 bis 24 Stunden zum Trocknen auf einem Blech mit Mehl auslegen. Wenn Sie die Nudeln nach dem veganen Rezept zubereitet haben, sind sie getrocknet für mehrere Monate haltbar und können in einem Glas aufbewahrt werden. Getrocknete Nudeln mit Ei sollten innert etwa zwei Wochen verbraucht und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Tipps und Inspirationen für feine Nudel-Rezepte

Frische Nudeln kannst du mit verschiedenen Saucen servieren: Auf italienische Art mit einer würzigen Aglio e Olio Sauce oder klassischem Pesto, mit selbstgemachtem BärlauchpestoBaumnusspesto oder einer rassigen Tomatensauce. Mit diesen Tipps und Inspirationen für feine Pasta-Gerichte kannst du die selbstgemachten Nudeln ganz nach deinem Geschmack variieren:

1 Das Tolle an selbstgemachter Pasta: Aus einem Teig kannst du verschiedene Nudelspezialitäten zubereiten. Wie wäre es zur Abwechslung mit einer Lasagne? Dafür einfach den Pastateig ausrollen und den glatten Teig eine halbe Stunde lang auf der bemehlten Arbeitsfläche antrocknen lassen. Anders als gekaufte musst du die selbstgemachten Lasagnenblätter nicht in Wasser einweichen, sondern können sie direkt verwenden.

2 Selbstgemachte Nudeln schmecken auch aufgewärmt: Wenn nach dem Kochen Pasta übrig bleibt, kannst du diese am nächsten Tag schnell und einfach in der Pfanne mit 2 EL Olivenöl und Saisongemüse deiner Wahl anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig ist ein feines Reste-Essen

3 Wenn du Gäste mit frischer Pasta bekochen möchtest, kannst du den Nudelteig problemlos am Vortag zubereiten. Stelle ihn über Nacht einfach in den Kühlschrank. Die Pasta lässt sich am nächsten Tag bestens in die gewünschte Form bringen.

4 Mit dem Nudelteig kannst du auch gefüllte Pasta herstellen: hier zeigen wir, wie du frische Ravioli selber machen und mit verschiedenen Füllungen verfeinern kannst.

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