Diese Bio-Produkte landen am häufigsten in unserem Einkaufskorb

Schweizer kaufen so viel Bio-Gemüse und Bio-Früchte wie noch nie – insgesamt waren es 93'600 Tonnen im vergangenen Jahr. Welche 5 Obst- und Gemüsesorten am häufigsten in unseren Einkaufskörben landen.

Wir kaufen so viel Bio wie noch nie: Die 5 Bio-Favoriten der Schweizer
Foto: © Steve Debenport / iStock / Getty Images Plus
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Zwischen September 2017 und August 2018 haben Schweizer Läden knapp 46'700 Tonnen Bio-Gemüse und 47’000 Tonnen Bio-Früchte verkauft – das sind 5 Prozent mehr Bio-Gemüse und 4 Prozent mehr Bio-Früchte als im Jahr zuvor.

Bei Gemüse und Früchten ist Bio gefragter denn je. Im Vergleich zu konventionellem Obst und Gemüse ist der Marktanteil bei Bio leicht gestiegen: Bio-Obst schaffte einen Anteil von 12 Prozent, Bio-Gemüse sogar einen Anteil von 15 Prozent am Gesamtmarkt.

Doch was kaufen die Schweizer eigentlich am liebsten?

Die 5 Bio-Favoriten der Schweizer

1. Alles Banane! 

Mit 19'315 Tonnen verkauften Früchten ist die Banane der absolute Spitzenreiter im Bio-Rennen. Denn die Frucht ist nicht nur gesund, sondern gibt auch schnell Energie. Jedoch muss die Banane einen langen Weg zurücklegen, bis sie bei uns im Laden landet. Mehr dazu im Artikel «Grün gepflückt und weit gereist: wie gesund sind Bananen?»

2. Schweizer lieben Bio-Rüebli

Den zweiten Platz ergattert das Bio-Rüebli. Es ist mit 8'756 Tonnen das meistverkaufte Bio-Gemüse und erzielte einen Umsatz von 33 Millionen Franken. Kein Wunder, denn Rüebli sind enorm vielseitig und eignen sich auch für ein schnelles Znacht! Wie wär’s zum Beispiel mit einer feinen Suppe – ob klassisch, asiatisch oder winterlich.

3. Ein hoch auf die Tomate! 

Die Bronzemedaille holt mit 5'325 Tonnen verkauften Stücken die Bio-Tomate. Das sind 3,4 Prozent mehr verkaufte Bio-Tomaten als im Vorjahr. Übrigens gut zu wissen: Bio-Tomaten sollen gesünder sein als Konventionelle.

4. Unser guter, alter Apfel

Der Schweizer Klassiker belegt mit 4'871 Tonnen den vierten Platz und erzielte damit eine Umsatz von 28,9 Mio. Franken. Die Apfel-Auswahl ist gross: von süsslich und weich bis sauer und knackig – für jeden Geschmack ist da was dabei. Und wer das Obst nicht roh mag, macht einfach ein feines Gericht daraus, zum Beispiel mithilfe einiger überraschender Apfel-Rezepte.

5. Vitamin C-Bombe Zitrone

Platz 5 gehört ebenfalls einer Bio-Frucht, der Zitrone – mit 4'347 Tonnen, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die saure Vitamin C-Bombe macht sich nämlich super in allerlei Gerichten und Getränken, vom Zitronenwasser bis zum Zitronencake. Sie soll ausserdem den Körper entgiften und Pfunde purzeln lassen. Lesen Sie hier, was eine Zitronensaftkur bewirken kann und wann Vorsicht geboten ist.

Bis zum Kopf-an-Kopf-Rennen dauert es noch

Konventionelles Obst und Gemüse macht noch immer den Mammutanteil am Gesamtkonsum aus. Es dürfte also noch lange dauern, bis es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommt.

Trotzdem: Der Umsatz von Bio-Gemüse ist im Vergleich zum letzten Jahr um 7 Prozent gestiegen, das Jahr zuvor sogar um 12 Prozent. Dies ist besonders spannend, da im selben Zeitraum der Umsatz von konventionellem Gemüse um 3 Prozent gesunken ist.

Die verkaufte Menge an konventionellen Früchten ist um 4 Prozent gesunken im Vergleich zum letzten Jahr.

Höhere Nachfrage nach Bio-Milch

Im April 2018 hat die Menge an verarbeiteter Bio-Milch ihren Höchststand erreicht – und zwar mit knapp 21'400 Tonnen. Das entspricht einem Anteil von 6,7 Prozent der gesamten Menge von verarbeiteter Milch. Allgemein steigt die Nachfrage nach Bio-Milch, aber auch jene nach verarbeiteten Produkten aus Bio-Milch. Für alle die auf Bio setzen, dürfte diese Studie spannend sein: Sie zeigt, dass Fleisch und Milch in Bio-Qualität gesünder sind.

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