Mit richtigem Schneiden Erträge vom Zwetschgenbaum steigern

Um alljährlich eine üppige Zwetschgenernte einzuholen, sollten Sie regelmässig Ihren Zwetschgenbaum schneiden. Wenn Sie das konsequent tun, verhindern Sie ausserdem, dass der Baum Krankheiten entwickelt, die durch zu dichte Baumkronen begünstigt werden.

Zwetschgenbaum schneiden und Fruchtholz pflegen
Damit mehr Zwetschgen am Baum hängen, sollte man den Zwetschgenbaum gut schneiden. Foto: iStock / Thinkstock
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Zwetschgenbaum schneiden vermeidet Überalterung des Fruchtholzes

Da Fruchtholz nach ca. 4 - 5 Jahren keine Früchte mehr trägt, können Sie die Energie vom Baum besser auf frischere Triebe umleiten, indem Sie mit der richtigen Technik Ihren Zwetschgenbaum schneiden. Im Zuge des Umleitens sollten Sie idealerweise beachten, zu zweijährigen Seitentrieben hin zu leiten, die bereits Blütenknospen tragen. Sich zu Konkurrenztrieben entwickelnde Fruchtäste können Sie beim Zwetschgenbaum schneiden ebenso weitgehend entfernen und lediglich kurze Zapfen zurücklassen.

Zwetschgenbäume reagieren häufig sehr empfindlich auf umfassende Verjüngungsschnitte. Daher lohnt sich ein regelmässiger kleiner Rückschnitt, um einen radikalen Schnitt unnötig zu machen. So empfiehlt es sich beispielsweise, jährlich während der Sommermonate einen sogenannten Erziehungsschnitt zu machen: Dabei werden Wasserschosse entfernt, aber auch die Krone gelichtet.

Auslichtung der Krone beugt Krankheiten vor

Damit die Baum-Krone einen ausgewogenen Wuchs behält und sich nicht zu dicht entwickelt, sollten Sie überzählige Seitentriebe weg schneiden. In der Folge wird die Krone ausreichend belüftet und das Risiko sinkt, dass sich Bakterien oder Schadpilze ansiedeln und bei Ihrem Zwetschgenbaum Krankheiten auslösen.

Zwetschgenbäume haben zudem die Tendenz zur Ausbildung sehr dünner Äste, die eine grosse Menge an Früchten tragen. Werden solche Äste nicht ausreichend zurückgeschnitten, besteht die Gefahr des Astbruches. An resultierenden Bruchstellen dringen sehr leicht Krankheitserreger ein, die bei dem Zwetschgenbaum Krankheiten hervorrufen können.

Um zu vermeiden, dass der Rückschnitt an sich bei Ihrem Zwetschgenbaum zu Krankheiten führt, achten Sie unbedingt auf die Verwendung ausreichend scharfer Instrumente – denn auch Quetschungen des Holzes durch Anwendung stumpfer Astscheren oder Sägen machen den Baum empfänglicher für eindringende Keime.

Autor: Petra Zoelle