Den Rasen düngen bringt sattes Grün in den Garten

Den Rasen düngen lohnt sich. Der richtige Dünger stärkt das schnellwüchsige Grün, macht es besonders dicht und lässt den Rasen schöner aussehen. Wann du welchen Rasendünger ausbringen solltest: eine einfache Anleitung und die besten Tipps.

Rasen düngen
Ideal ist es, den Rasen drei Mal pro Jahr zu düngen. Foto © Imagesines/ iStock / Getty Images Plus
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Wenn der Rasen gedüngt wird, wächst er so schnell wie das sprichwörtliche Unkraut, denn dann ist der Boden gut mit Nährstoffen versorgt. Hierzu sind regelmässige Düngergaben nötig, die dem Boden das zurückgeben, was das Gras ihm entzieht. Ein bequemer Vorteil: richtig gedüngt hat Unkraut weniger Chancen zu wachsen, da der Rasen viel kräftiger wächst. Dagegen wächst Rasen, den du nicht düngst schlecht und Wildwuchs etabliert sich viel leichter.

Tipp: Eine einfache Bodenanalyse alle paar Jahre hilft, um zu wissen, wie viel du düngen musst.

Für eine schöne grüne Rasenfläche im Garten greifst du 3 bis 4 Mal im Jahr zum richtigen Dünger. Am besten verwendest du natürlichen, also organischen Langzeitdünger, der die Umwelt möglichst wenig belastet. Wenn du übrigens einen Mulchmäher verwendest, dann kannst du die Düngergaben reduzieren. Das liegenbleibende, nährstoffreiche Grün übernimmt, als Mulch dann teilweise das Düngen.

Warum den Rasen düngen?

Wie bereits erwähnt wächst das hungrige Gras einfach besser und auch noch viel gleichmässiger, wenn du ihm Dünger gönnst. Welchen Rasendünger er besonders vor der Winterpause benötigt, das klären wir gleich.

Tipp: Gedüngt wird möglichst auf nicht zu nassen, bestenfalls trockenen Boden und idealerweise, wenn Regen angesagt ist. Dann sparst du dir das ansonsten nötige Bewässern. Dies ist nötig aus dem Grund, dass der Dünger die Grünfläche nicht verbrennt, insbesondere bei Kunstdünger, gleich in den Boden einzieht und sich gut verteilen kann.

Eher trocken sollte der Boden sein, damit durch das spätere Bewässern die Nährstoffe besonders gut vom Boden aufgenommen werden. Ist die Rasenfläche bereits klitschnass, nimmt sie die Nährstoffe nur schwer auf.

Die richtigen Zeitpunkte, den Rasen zu düngen

Düngung im Frühling

Wenn im Frühjahr alles grünt und so langsam auch wieder blüht, dann ist es Zeit für die erste Düngung. Dieser Zeitpunkt wird auf Anfang bis Mitte April verortet. Soweit so unklar, denn, je nach Region, kann der April durchaus mal auch richtig falsch sein.

Profitipp: Wachsen irgendwo in der Nachbarschaft die gelbblühenden Forsythien? Okay, sobald sie ihre leuchtenden Blüten hervorbringen, dann ist genau der richtige Zeitpunkt für die stärkende Frühjahrsdüngung. Wichtig ist, dass der Langzeitdünger auch ausreichend schnell verfügbare Nährstoffe hat, um dem frühjahrsmüden Grün den Start in die neue Saison zu erleichtern. Zudem sollte der Rasen vorher auf 4 cm gemäht werden. Gerade im Frühjahr kann es sich zudem lohnen, davor den Rasen zu vertikutieren, um abgestorbene Pflanzenteile und beispielsweise Moos zu entfernen. Moos sorgt gerne für kahle Stellen.

Bitte immer an die Mengenangaben des jeweiligen Produktes halten. Viel hilft wie so oft nicht viel.

Düngung im Sommer

Die zweite Düngergabe erfolgt im Juni. Der Grund: Gestärkter und gesunder Rasen übersteht die heissen Sommermonate einfach besser.

Die Rasenpflege geht im Hochsommer dann weiter, sofern er stark beansprucht wird, wie etwa von fussballbegeisterten Kids, die es lieben, auf der Rasenfläche rumzutoben. Dann bekommt er erneut Nährstoffe. Ist keine sonderlich starke Beanspruchung gegeben, dann kommt gesunder Rasen jetzt auch ohne Düngung aus.

Düngung im Herbst

Wichtig ist, zwischen Ende September und Mitte November nochmals zum Rasendünger zu greifen. Gerade das Düngen im Herbst mit dann ganz speziellen und fein abgestimmten Nährstoffen sorgt dafür, dass der Rasen die kalte Jahreszeit deutlich besser verkraftet und er im Frühjahr einfach schöner und gesünder aussieht. Dazu ist ein spezieller Dünger nötig.

Welcher Dünger für den Rasen?

Ob organischer oder doch mineralischer Dünger, für die Rasenpflege sollte der Spezialdünger eine Langzeitwirkung haben, um das Gras über seine Wurzeln kontinuierlich mit Nährstoffen zu versorgen. Gängige Gemüse- oder Blumendünger solltest du nicht einsetzen, denn Rasendünger hat stets eine spezielle Zusammenstellung. Hier sind die üblichen NPK-Dünger - N = Stickstoff, P = Phosphor, K = Kalium - auf die Bedürfnisse eines gesunden Rasens genau abgestimmt. Ergänzend kommt oft noch Magnesium (Mg) und Schwefel (S) hinzu. Dann ist der Boden optimal mit den benötigten Nährstoffen angereichert.

Wichtig im ausgehenden Garten-Jahr ist der Einsatz eines speziellen Herbst-Rasendüngers. Das ist wichtig, denn dieser Spezialdünger enthält besonders viel Kalium, das die Rasenfläche wie ein Frostschutzmittel im Auto vor der Kälte im Winter schützt. Je später du die Düngung im Herbst ausbringst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du den Rasen danach nicht mehr mähen musst.

Mineralischer vs. organischer Rasendünge

Während mineralischer Rasendünger aus Salzen besteht, liefert die natürliche Variante die notwendigen Nährstoffe aus reinen Naturprodukten wie Pflanzenabfällen, Horn- oder Gesteinsmehl. Die Zeitschrift Ökotest (Ausgabe 05/2018) favorisiert die Naturvariante für die grüne Fläche aufgrund ihrer Langzeitwirkung, die so lange anhält, bis es zur nächsten Nährstoff-Gabe kommt. 'Gut' bis 'sehr gut' wurden von den Testern die Dünger von Oscorna, Compo, Wolf und Gardol bewertet.

Die gängigen Rasendünger sind aus Feststoffen. Nur wenige sind flüssig. Letztere werden am einfachsten nach Anleitung mit der Giesskanne auf den Boden gegossen.

Vorsicht! Bei Kunstdüngern kann eine Gesundheitsgefahr für Hunde, Katzen, Kaninchen und Gartentiere bestehen.

Rasendünger richtig ausbringen, eine Anleitung

Rasen düngen mit einem Streuwagen

Mit einem Streuwagen lässt sich der Rasen besonders gleichmässig düngen. Foto © groveb/ iStock / Getty Images Plus

Um deinen Rasen zu düngen, nimmst du am besten einen Streuwagen, den es für ein paar Franken zu kaufen gibt. Durch den Einsatz des Streuwagens kannst du die Düngung besonders gleichmässig ausbringen. Von Hand nach dem Streusalzprinzip verteilt, ergibt sich schnell ein viel zu ungenaues Ergebnis.

Am besten in zwei Portionen ausbringen. - verteile das Düngemittel hierbei zunächst in Längsrichtung und im Anschluss in Querrichtung auf der Rasenfläche. Auf diese Weise sorgst du für eine besonders gleichmässige Ausbringung.

Viele streben nach einem tollen englischen Rasen. Kurzgemäht wie auf dem Golfplatz und sattgrün. Doch selbst mit einer regelmässigen Düngung und Bewässerung: In unseren Breiten schaffst du es praktisch nie, solch ein sattes Grün hinzubekommen.

Uns fehlt hier einfach der weitaus häufigere Regen auf der Grünen Insel (nicht in der Menge, aber in der Frequenz) und das vergleichsweise milde aber nicht zu heisse Klima mit gemässigten Wintertemperaturen. Das sind die Faktoren, die den englischen Rasen zu dem machen, was er ist.

Eine der wichtigsten Regeln für eine schöne Rasenfläche auch hierzulande und besonders im Sommer: Nie zu kurz mähen. 3, 4 cm in kühleren Monaten sind optimal, den Hochsommer überlebt er deutlich besser, wenn du ihn lediglich auf 5, 6 cm einkürzt.

Wer sich vom englischen Idealbild eines perfekten Rasens trennt, ihm aber doch etwas Zuwendung und Nährstoffe gönnt, der geht den besten Weg.

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