Kresse nachhaltig im eigenen Garten anbauen

NachhaltigkeitHerkunftAnwendungenIdealer Standort und BodenZeitpunkt zum PflanzenSchneidenWasserbedarfSchädlings- und KrankheitsbekämpfungDüngerMehrwert für BienenLebensdauer und VermehrungNachhaltigkeitsscore

Kresse ist eine der beliebtesten und einfachsten Kräuter, die man im eigenen Garten anbauen kann. Mit ihrem frischen, leicht senfartigen Geschmack ist sie eine willkommene Bereicherung für Salate, Sandwiches und viele andere Gerichte. Doch Kresse bietet mehr als nur einen leckeren Geschmack – sie ist auch äusserst pflegeleicht und nachhaltig anzubauen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über den Anbau von Kresse im eigenen Garten auf umweltfreundliche Weise.

Hintergrund mit frischer Gartenkresse
Gartenkresse gehört zu den einfacheren zu kultivierenden Kräuter im Garten oder auf dem Balkon. © Andreas Häuslbetz / Getty Images / iStocks

 

Nachhaltigkeit

Die Gartenkresse ist eine sehr nachhaltige Pflanze. Sie benötigt nur mittleren Wasserbedarf, ist hitzeresistent und kann durch natürliche Mittel vor Schädlingen geschützt werden. Sie unterstützt die Gesundheit anderer Pflanzen und ist attraktiv für Bestäuber. Obwohl sie einjährig ist, lässt sie sich leicht vermehren und trägt so zur Biodiversität im Garten bei. Mit ihrer Robustheit und Vielseitigkeit ist sie eine ausgezeichnete Wahl für einen nachhaltigen Anbau. Von unserem Nachhaltigkeitsscore bekommt die Kresse 6 von 8 Punkten.

Herkunft der Kresse

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ihre Ursprünge liegen im Nahen Osten, wo sie schon vor Tausenden von Jahren als Nahrungsmittel und in der Volksmedizin genutzt wurde. Im Mittelalter verbreitete sich die Kresse dann in ganz Europa und wurde sowohl auf Feldern als auch in Klostergärten angebaut. Aufgrund ihrer Robustheit und des schnellen Wachstums war sie besonders bei ärmeren Bevölkerungsschichten beliebt.

Anwendungen von Kresse in Küche und Medizin

Kresse ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie ist reich an Vitaminen wie A, C und K sowie an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Folsäure. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Senfölen wirkt sie zudem antibakteriell, schleimlösend und verdauungsfördernd. In der Küche findet Kresse vielfältige Verwendung:

  • Als Brotaufstrich mit Frischkäse oder Avocado
  • Zum Garnieren von Suppen, Eierspeisen, Fisch und Fleisch
  • Als Zutat für Kräuterbutter oder Pesto
  • In Salaten und als Dekoration auf Vorspeisen

Aber auch in der Naturheilkunde spielt Kresse eine Rolle. Dank ihrer schleimlösenden Wirkung kann sie bei Husten, Bronchitis und Asthma hilfreich sein. Äusserlich angewendet fördert sie die Wundheilung und lindert Muskelschmerzen.

Idealer Standort und Boden für die Kresse

Kresse stellt nur geringe Ansprüche an ihren Standort. Sie bevorzugt zwar einen sonnigen bis halbschattigen Platz, kommt aber auch mit weniger Sonne zurecht. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein, Kresse mag es nicht allzu trocken. 

Ideal ist ein Gemüsebeet oder Kräuterspirale, in der die Kresse zusammen mit anderen Kräutern und Gemüsesorten wachsen kann. Auch Balkonkästen oder Töpfe auf der Fensterbank eignen sich hervorragend für den Anbau. Hier lässt sich Kresse sogar ganzjährig kultivieren.

Zeitpunkt zum Pflanzen und Mischkultur

Kresse kann von März bis Oktober direkt ausgesät werden. Wer im Winter nicht auf die frischen Kräuter verzichten möchte, kann die Samen auch auf der Fensterbank auf feuchtem Küchenpapier oder Watte anbauen. 

Eine Mischkultur mit anderen Gemüsesorten ist für Kresse sehr zu empfehlen. So profitieren die Pflanzen voneinander und der Boden wird optimal genutzt. Gute Nachbarn für Kresse sind:

  • Tomaten: Kresse soll Blattläuse von Tomaten fernhalten
  • Radieschen und Salate: Die schnellwüchsigen Kulturen machen rechtzeitig Platz für die Kresse 
  • Zwiebeln und Knoblauch: Vertreiben Schädlinge und Krankheiten
  • Erdbeeren: Kresse soll den Ertrag der Erdbeeren fördern

Schneiden und Pflegen der Kresse

Kresse ist extrem pflegeleicht. Bereits vier Tage nach der Aussaat können die ersten Keimlinge geerntet werden, indem man sie bodennah abschneidet. Für eine kontinuierliche Ernte sollte man die Kresse regelmässig ernten und nicht zur Samenbildung kommen lassen. 

Ansonsten ist keine besondere Pflege nötig. Lediglich bei längeren Trockenperioden sollte gewässert werden. Zu viel Dünger ist nicht ratsam, da Kresse als Starkzehrer gilt und zu viele Nährstoffe das Wachstum hemmen können.

Wasserbedarf und Hitzeresistenz der Kresse

Kresse bevorzugt einen gleichmässig feuchten Boden, verträgt aber durchaus auch kurze Trockenperioden gut. Bei anhaltender Hitze und Trockenheit sollte jedoch regelmässig gewässert werden, da die Pflanze sonst schnell vergilbt und Samenstände bildet. 

Insgesamt ist Kresse relativ hitzeresistent und eignet sich daher gut für den Anbau in wärmeren Regionen oder Städten. Durch ihren hohen Anteil an ätherischen Ölen ist sie zudem recht widerstandsfähig gegen Krankheiten. 

Gartenkresse und Daikon-Rettich im Plastikbehälter
Gartenkresse und Daikon-Rettich im Plastikbehälter kultivieren geht. © tashka2000 / Getty Images / iStocks

Schädlings- und Krankheitsbekämpfung der Kresse

Dank ihrer Robustheit hat Kresse normalerweise keine grösseren Probleme mit Schädlingen.

nachhaltige und natürliche Schädlingsbekämpfung

Gelegentlich können Blattläuse oder Erdflöhe auftreten. Hier hilft eine Mischkultur mit Zwiebeln, Knoblauch oder Kapuzinerkresse, die Schädlinge abwehren. Auch regelmässiges Giessen und die Vermeidung von Trockenheit beugt einem Schädlingsbefall vor. Bei stärkerem Befall können Neudauerpräparate auf Basis von Rapsöl oder Bacillus thuringiensis eingesetzt werden.

nachhaltige und natürliche Krankheitsbekämpfung

Die grösste Gefahr für Kresse geht von Pilzerkrankungen wie Mehltau oder Schimmel aus, begünstigt durch feuchte und stickige Bedingungen. Hier hilft eine luftige Anordnung der Pflanzen, regelmässiges Lüften und die Entfernung befallener Pflanzenteile.

Auch eine Mischkultur mit Kräutern wie Bohnenkraut oder Thymian kann vorbeugen, da deren ätherische Öle eine fungizide Wirkung haben. Bei stärkerem Befall können Pflanzenstärkungsmittel auf Basis von Schachtelhalmextrakt eingesetzt werden.

Welcher Dünger ist für Kresse geeignet?

Kresse zählt zu den Starkzehrern und benötigt daher einen nährstoffreichen Boden. Zu viel Dünger ist jedoch kontraproduktiv und führt zu einem geringen Aroma. Am besten eignet sich eine Gabe von reifem Kompost oder Hornspänen im Frühjahr. Während der Vegetationsperiode kann bei Bedarf mit einem organischen Flüssigdünger wie Brennnesseljauche oder Komposttee nachgedüngt werden. Auf Mineraldünger oder zu hohe Stickstoffgaben sollte verzichtet werden.

Mehrwert für Bienen und andere Bestäuber

Obwohl Kresse in erster Linie als Nahrungsmittel angebaut wird, ist sie auch für Bestäuber wie Bienen und Hummeln attraktiv. Die kleinen weissen oder gelblichen Blüten sind zwar unscheinbar, bieten den Insekten aber Nektar und Pollen als wertvolle Nahrungsquelle. Durch den Anbau von Kresse in Mischkultur mit anderen Kräutern und Gemüsesorten wird die Artenvielfalt im Garten erhöht und Nützlingen ein Nahrungsangebot geboten. Dies fördert ein gesundes Ökosystem und die natürliche Schädlingsbekämpfung.

Lebensdauer und Vermehrung von Kresse

Die Gartenkresse ist eine einjährige Pflanze, die nach der Samenreife im Herbst abstirbt. Durch Selbstaussaat oder die gezielte Aussaat im nächsten Frühjahr lässt sie sich jedoch mühelos von Jahr zu Jahr weitervermehren. Wer eigene Kressesamen ernten möchte, sollte einige Pflanzen ungestört wachsen lassen, bis sich die Schötchen mit den Samen gebildet haben. Diese können dann getrocknet und für die nächste Aussaat verwendet werden. 

Dank ihrer Robustheit, dem schnellen Wachstum und der einfachen Vermehrung ist Kresse eine ideale Kultur für einen nachhaltigen Anbau im Haus- oder Kleingarten. Mit den richtigen Nachbarpflanzen lässt sich zudem ein gesundes Ökosystem schaffen, das Schädlingen keine Chance lässt.

Nachhaltigkeitsscore

  1. Wasserbedarf: Kresse bevorzugt einen gleichmässig feuchten Boden, verträgt aber auch kurze Trockenperioden gut (0 Punkt).
  2. Hitzeresistenz: Kresse ist relativ hitzeresistent und eignet sich gut für wärmere Regionen (+1 Punkt).
  3. Natürliche Schädlingsbekämpfung: Mischkulturen mit Zwiebeln oder Knoblauch können Schädlinge abwehren, und regelmäßiges Gießen hilft ebenfalls (+1 Punkt).
  4. Hilfe gegen Schädlinge: Kresse kann Blattläuse von Tomaten fernhalten und fördert den Ertrag von Erdbeeren (+1 Punkt).
  5. Interessant für Insekten und Bestäuber: Kresseblüten bieten Nektar und Pollen für Bestäuber wie Bienen und Hummeln (+1 Punkt).
  6. Gute Nachbarpflanze: Kresse eignet sich gut für Mischkulturen und fördert das Wachstum anderer Pflanzen (+1 Punkt).
  7. Mehrjährig: Kresse ist einjährig, kann aber durch Selbstaussaat oder gezielte Aussaat im nächsten Jahr weitervermehrt werden (0 Punkte).
  8. Selbstvermehrung: Kresse lässt sich leicht durch Selbstaussaat vermehren (+1 Punkt).

Gesamtbewertung: +6 Punkte

So entsteht der Score

Der Nachhaltigkeitsscore stellt sich aus 8 verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit zusammen, der von der Redaktion mit Hilfe von ChatGPT berechnet wird. Dabei fliessen verschiedene Faktoren in die Beurteilung ein, die nicht alle eindeutig sind. Mit dem Score lassen sich verschiedene Pflanzen vergleichen und nachhaltigere Entscheidungen im Garten treffen. Die maximal zu erreichende Punktzahl ist 8, die tiefste ist -8. 

– Erstellt von Philippe mit Unterstützung von ChatGPT und Perplexity.

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