Natur pur: Die schönsten Ziele in den Schweizer Alpen

fDie Schweizer Alpen sind ein ideales Ausflugsziel für Naturfans. Weit über die Landesgrenzen sind sie bekannt und Teile davon sind sogar als UNESCO Welterbe ausgezeichnet. Was sie so schützenswert und wunderschön macht.

Schweizer Alpen: Touren und Infos rund um die einmalige Region
Foto: © swiss-image.ch / Christian Perret
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Insgesamt 11 Stätten, Regionen und Naturschönheiten in und um die Schweizer Alpen sind heute von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet.

Hierzu zählen die Altstadt von Bern, die prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen, das Benediktinerinnen-Kloster von St. Johann und der Stiftsbezirk St. Gallen. Aber auch die Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds sowie die drei Burgen von Bellinzona gehören dazu.

Direkt in den Schweizer Alpen sind zudem einige so richtig malerische Landschaften Teil des Welterbes. Nicht umsonst, denn die einmalige Natur in diesen wenig oder sogar unberührten Gegenden ist atemberaubend schön und damit besonders schützenswert. Aber sehen Sie selbst:

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Ein riesiger Strom aus Eis mitten in der Schweiz

In den Schweizer Alpen gibt es 24 grössere Gletscher. Doch einer sticht deutlich heraus: der Aletsch. Er ist nicht nur der grösste und längste Gletscher in der Schweiz, sondern auch der gesamten Alpen. Zusammen mit dem weltbekannten Jungfraumassiv und dem einzigartigen Aletschwald gehört dieses Naturwunder seit 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Foto: Lorenz Andreas Fischer / swissimage.ch

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Ein gewaltiger Eisstrom ist Teil der Schweizer Alpen

Der Grosse Aletschgletscher ist mit seinen 23 km Länge der gewaltigste Eisstrom in den Schweizer Alpen. Er ist das Herzstück des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch und gilt als Relikt der letzten Eiszeit.

Die vielseitige Region wurde 2001 als erste Alpenregion von der UNESCO ausgezeichnet und umfasst mehr als 800 km2 einzigartige Natur. Eines der vielen Ausflugsziele ist hier die  Aletsch-Arena, welche das ganze Jahr über mit unzähligen Freizeitangeboten lockt. Alleine in dieser Region kann der Aktivurlauber auf etwa 300 km Wegen wandern und Velo fahren. Golfen, klettern, Seilparkerlebnisse und im Winter ein abwechslungsreiches Angebot für Skifans, Boarder und Schlittler ist in der Jungfrau-Aletsch-Region ebenfalls geboten.

Auch der wunderschöne Oeschinensee, das idyllische Kiental und das Gastertal sind in den Schweizer Alpen einen Ausflug wert und die Gebiete Grimsel, Bietschhorn wie auch die Blüemlisalp bieten dazu einzigartige Aus- und Einblicke in diese fantastische Natur der Region.

Besonders schön in den Schweizer Alpen: Parc Ela und die Albulabahn

Zu den eindrücklichsten Naturerlebnissen der Schweizer Alpen zählt der Naturpark Parc Ela. Die Graubündner Schönheit ist der grösste Schweizer Naturpark, der nicht nur mit einmaligen Moorlandschaften, urwüchsigen Wäldern und faszinierenden Gletschern den Naturfreund überzeugt. Die Wahrzeichen des Parc Ela sind drei Grössen der Schweizer Alpen, der Julier, Albla und Septimer, faszinierende Berge, die weit über den Park hinausragen.

Zum Welterbe indes gehört im Parc Ela die Albulabahn. Alleine der atemberaubende Viadukt, welcher bereits 1901 gebaut wurde, ist absolut sehenswert. Das besondere an dem 65 m hohen Bauwerk ist seine bogenförmige Konstruktion. Die insgesamt 130 km lange Strecke der Rhätischen Bahn kann man auf insgesamt zehn Etappen erwandern, wollen die Füsse oder Kondition nicht mehr, dann kann man jederzeit an einer der Stationen in den Zug steigen und das UNESCO Welterbe zur Fortbewegung nutzen. Weitere Tipps zum Parc Ela gibt es in dem Beitrag Unterwegs im Parc Ela: Den grössten Naturpark der Schweiz erleben.

Weitere Welterbestätten in den Schweizer Alpen

In den Luganersee eingebettet liegt der Monte San Grigio, das nächste Welterbe in den Schweizer Alpen. Er glänzt jedoch nicht nur durch die einmalige Lage und bietet fantastische Aussichten. Denn in seinem Innern hat er jede Menge Schätze versteckt in Form von Fossilien. Weit über 200 Millionen Jahre sind diese alt und sie werden bereits seit 150 Jahren als Zeitzeugen der Weltentstehung erforscht.

Nicht von der Natur, sondern von Menschenhand geschaffen sind die sehr steilen Weinberge von Travaux. Sie wurden aufwändig von Mönchen angelegt und erstrecken sich auf etwa 40 km. Nebenbei bildet dieses Welterbe das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Schweiz.

Ein Musterbeispiel für die alpine Plattentektonik findet man an einem weiteren Welterbe in den Schweizer Alpen. Die Tektonikarena am Piz Sardona ist entstanden, indem sich enorme Gesteinsmassen übereinander geschoben haben, was heute als beispielhaft für Plattentektonik und Gesteinsverwerfungen gilt.

Mehr zu den ausgezeichneten Stätten und Regionen hierzulande lesen Sie in dem Beitrag Einzigartige Natur entdecken: UNESCO-Welterbe in der Schweiz.

Schweizer Alpen: Für jeden Wanderer das Richtige

Es gibt eine Vielzahl an Wanderwegen in und um die Welterbestätten in der Schweiz. Unsere Tipps:

10 leichte Wanderungen, die einmalige Ausblicke bieten.

Meist in den Alpen gelegen finden sich auch viele wundervolle Kraftorte der Schweiz.

Immer einen Ausflug wert ist der nun über 100 Jahre alte Schweizer Nationalpark.

Apps helfen mit Tipps zu den Schweizer Alpen

Es gibt gleich mehrere Apps, mit denen man die Schweizer Alpen und so manche Welterbestätte interaktiv erleben kann. Sehr ausführlich ist beispielsweise die Alpen-Magazin-App des SAC. Sie liefert Bergsport- und Naturfans ausführliche Tourentipps, gibt Sicherheitsinformationen und informative Artikel. Mehr zur Schweizer Alpen-App finden Sie hier.

Über den Strassenzustand der Alpenpässe informiert die gleichnamige App, mehr als 30 ausführlich beschriebene Wanderungen gibt es auf einer App von Schweiz Tourismus und über mögliche Lawinengefahren in den Schweizer Alpen informiert die Lawinen-App.

Quellen: Unesco, Kandersteg.ch, whiterisk.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann