Endlich Spargelzeit! Wie Sie die feinen Stangen am besten kochen

Zum Spargeln kochen reichen im Grunde zwar ein Topf, Wasser und Salz. Für besonderen Genuss kann man jedoch zusätzlich auf einige kleine Tricks setzen, mit denen die grünen oder weissen Stangen noch knackiger und feiner werden. 

Spargeln kochen: Tipps & Tricks
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Gerade die weissen Spargelstangen sind in ihrer nur kurzen Saison von April bis Juni heiss begehrt. Aber auch die eher nussig schmeckenden grünen Spargeln landen gerne in unseren Kochtöpfen. Für maximalen Genuss und das beste Ergebnis, mit wenig Verlust der wertvollen Inhaltsstoffe, kann man beim Spargeln kochen Einiges beachten.

Spargeln richtig kochen im Topf

Zunächst sollte beim Spargeln kochen so wenig Wasser wie möglich verwendet werden. Sie sollten lediglich mit dem Kochwasser bedeckt sein. Auch sollten die weissen wie grünen Stangen erst kurz vor dem Kochen geschält werden. Die weissen vom Kopf abwärts im Ganzen, beim grünen Spargel nur etwa das untere Drittel.

Wer die Spargeln dennoch längere Zeit vor dem Kochen bearbeitet, sollte die geschälten Stangen in ein feuchtes Geschirrtuch einwickeln und in den Kühlschrank legen. Das kann man übrigens auch mit ungeschälten Spargeln immer gleich nach dem Einkauf machen und ihn, wenn nötig, so 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp für mehr Genuss: Zusätze beim Spargeln kochen

Salz sollte auf jeden Fall in den Kochtopf gegeben werden. Es lässt den Spargel beim Kochen nicht ganz so stark auslaugen. Eine Prise Zucker ist ebenso hilfreich. Es entzieht dem Spargel die enthaltenen Bitterstoffe. Gerade dem grünen Spargel hilft dies geschmacklich auf die Sprünge.

Zitronensaft: Weisse Spargeln kochen und etwas Zitronensaft hinzuzugeben hat zur Folge, dass etwas dunklere Spargelköpfe leicht gebleicht werden. Dunkel können die Spargelköpfe dadurch werden, dass das schnellwüchsige Pflänzchen vor dem Ernten aus der Erde schaute. Beim grüne Spargeln kochen sollte man keinen Zitronensaft ins Wasser geben, schliesslich sollen diese auch grün bleiben.

Wer den Spargeln etwas Gutes tun möchte, gibt zusätzlich etwas Butter hinzu. Das verstärkt, wie bei vielen Gemüsesorten, den Geschmack.

Naturgemäss gehen beim Spargeln kochen viele wertvolle Inhaltsstoffe im Kochwasser verloren. Bedingt kann man sie auffangen, wenn der Sud – zusammen mit den Abschnitten und Schalen – zu einer Spargelsuppe gekocht wird.

Einen speziellen Spargeltopf zu verwenden gart die schlanken Stangen besonders schonend. Dieser Topf wird nur etwa zu zwei Drittel mit Wasser gefüllt, darin stehen die Spargeln und die zarten Spargelspitzen werden so nur im Dampf gegart.

Besonders aromatisch sind die Spargeln auch, wenn sie, statt im Topf, in etwas Öl in einer Pfanne gegart werden.

Wie lange Spargeln kochen? Die ideale Garzeit

Spätestens wenn die Spargelstangen schlapp auf dem Teller liegen, ist der Spargel zu lange gekocht. Da die Stangen oft unterschiedlich dick sind, gilt als Faustregel: Der Spargel ist in 20 – 30 Minuten fertig gekocht. Er sollte dann noch den nötigen «Biss» haben.

Man kann die ideale Gartzeit beim Spargeln kochen aber auch zwischendurch immer wieder prüfen. Am leichtesten geht das mit einer Gabel. Einfach immer mal wieder einen Spargel herausnehmen. Sobald er auf der Gabel liegt und dabei ein wenig durchhängt, ist er fertig.

Spargeln nur in der Saison kaufen und zur Not einfrieren

Leider ist die Spargelsaison hierzulande schon nach 6-8 Wochen meist wieder vorbei. Im Supermarkt finden wir gerade grünen Spargel inzwischen dennoch fast das ganze Jahr über. Hier sollte man jedoch nur bedingt zugreifen. Denn diese sind oft extrem weit gereist. Mehr dazu lesen Sie hier: «Spargelzeit: Beim Spargel kommt es auf die Herkunft an!»

Und noch ein Tipp: Spargeln kann man problemlos einfrieren. Waschen, schälen und ab in die Kühltruhe. So kann man auch ein paar Monate nach der Saison – nicht zu lange lagern –, die leckeren Spargeln kochen. Diese müssen dann gefroren direkt ins kochende Wasser gegeben werden.

Quellen: Gemuese.ch, de.statista.com

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann