Natürliche Dämmstoffe im Vergleich

Nachwachsende Dämmstoffe sind nachhaltig.

Nur natürliche Dämmstoffe sind wirklich nachhaltig.

In einem überwiegend mit der Umwelt und Gesundheit verträglichen Prozess werden die Rohstoffe getrocknet, zerkleinert und versponnen. Natürliche und künstliche Bindemittel werden den späteren Platten, Vliesen, Matten oder Schüttmaterialien bei der Weiterverarbeitung beigefügt. Holz- und Recyclingmaterialien kommen in der Schweiz am häufigsten zum Einsatz. Doch die Auswahl geeigneter Dämmstoffe ist um einiges grösser.

Holz ist ein traditioneller Baustoff, der für ein gesundes Raumklima sorgt. Holzfaserdämmplatten enthalten keine Bindemittel, haben gute Dämmwerte, Schallschutz und hohe Wärmespeicherfähigkeit. Dadurch kann man im Winter Heizkosten sparen. Doch die Herstellung ist vergleichsweise energieaufwändig. Auch Abfallprodukte aus Sägereien, wie Holzspäne, können als Dämmstoffe verwendet werden.

Zellulose ist sehr gut zur Wärmedämmung geeignet. Es ist ein kostengünstiges Recyclingsprodukt aus Zeitungspapier, was als Flocken in Hohlräume eingeblasen wird. Chemische Mittel verhindern die schnelle Alterung und helfen auch gegen Schädlinge. Zellulose hat sehr gute Dämmwerte und gilt als guter Wärmespeicher.

Schafwolle ist ein günstiger, nachwachsender Rohstoff. Dämmmatten aus Wolle sind sehr flexibel und eignen sich deshalb für Holzkonstruktionen. Zudem hat sie hervorragende Dämm- und Schallschutzwerte. Wichtig ist, dass Schafwolle Feuchtigkeit aufnehmen und auch abgeben kann. Ferner bindet sie Schadstoffe, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Um diesen positiven Effekt zu erreichen, sollte auf Plastik beim Bau verzichtet werden. Stattdessen könnte man Windpapier einsetzen, was wesentlich atmungsaktiver ist. Nachteilig ist, dass das Material in geringen Mengen mit Mottenschutzmittel behandelt werden muss. Doch diese Stoffe gasen nicht aus und belasten somit nicht die Bewohner.

Hanf ist eine anspruchslose Pflanze, die als Naturdämmstoff zum Beispiel als «Thermohanf» erhältlich ist. Sie ist gegen Schädlinge resistent und weist gute Dämmwerte auf. Einzige Zusätze sind Chemikalien, die als Brandschutz dienen.

Flachs dämmt gut, hat einen guten Schallschutz und wirkt feuchtigkeitsregulierend. Es ist ein Nebenprodukt der Textil- oder Papierproduktion. Sie sind als Stopfwolle,Matten und Trittschallplatten erhältlich.

Um den Überblick nicht zu verlieren, hilft das Label Natureplus, die passenden und umweltfreundlichen Materialien für die Aussendämmung zu finden.

Vorteile und Nachteile von Fassadendämmung

Wer Schäden in der Fassade ausbessert, kann im gleichen Schritt eine Wärmedämmung einplanen. Ausnahmen bilden Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Auch selten bewohnte Häuser, wie beispielsweise Kirchen, sollten eher von Innen gedämmt werden. Vorteil einer fachmännisch angebrachten Fassadendämmung ist, dass sich kein Schimmel bildet. Die nutzbare Wohnfläche bleibt gleich und es kommt zu keiner erschwerten Montage von Möbeln oder Heizkörpern. Dennoch kostet die Aussendämmung mehr als die Innendämmung, weil zum Beispiel zusätzliche Kosten für Gerüst und Material anfallen. Die Bauarbeiten sind witterungsabhängig, was die Zahl möglicher Fehler erhöhen kann. Dennoch empfehlen Experten in der Regel eine Aussendämmung, denn im Vergleich zur Innendämmung werden die Wärmeverluste halbiert.

Somit sorgt eine ökologische Aussendämmung nicht nur für warme Füsse und gesundes Wohnklima sondern entlastet auch die Umwelt.

Links

  • Hausverein Schweiz - Informationen über u.a. ökologische Aussendämmung für umweltbewusste Eigentümer.
  • HEV Schweiz - Hauseigentümerverband, der über Wärmedämmung informiert.
  • natureplus - Das Label bietet eine Übersicht über zertifizierte Produkte und Anbieter.

 

 

Quellen: HEV Schweiz, Minergie, SIA, Hausverein Schweiz, Gebäudehülle Schweiz, Wikipedia, WWF, EnergieSchweiz, CEPE

Bio-Baustoffe: Mit natürlichen Baumaterialien gesund wohnen

Bio-Baustoffe: Mit natürlichen Baumaterialien gesund wohnen

Warum Sie «Stolz auf Schweizer Holz» sein sollten

Warum Sie «Stolz auf Schweizer Holz» sein sollten

Umweltfreundlich renovieren

Umweltfreundlich renovieren