Nachhaltige Outdoor-Mode: Die 8 besten Labels und Tipps

Funktional, bequem und nicht zuletzt auch stylisch soll nachhaltige Outdoorbekleidung sein. Diese 8 Labels tragen wir mit gutem Gewissen.

Unsere Tipps und Lieblingslabels für nachhaltige Outdoor-Mode
Wenn das Wetter alle nach draussen lockt, sollte auch die Kleidung stimmen.  Foto: © zVg Mammut
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Auch, oder gerade bei Outdoor-Mode sollten Sie Wert auf eine nachhaltige Produktion legen. Denn vor allem in funktionalen Textilien können bei konventioneller Produktion Stoffe enthalten sein, die der Umwelt schaden. Bei den folgenden Labels sind Sie auf der sicheren Seite.

1. Sherpa: Von Nepal inspiriert

2003 als Unterstützungsprojekt für Nepal angelaufen, ist Sherpa heute ein unabhängiges Schweizer Outdoor-Label mit Sitz in Sursee. Das Unternehmen hat heute über 20 Shops in der Schweiz (und einen Onlineshop) und bietet von der hochalpinen Ausrüstung bis zum Trekking- und Freizeit-Outfit jede Menge coole Funktionskleidung für Frauen und Männer sowie ein paar Kinderartikel. Zum Vorbild für seine Outdoorbekleidung nimmt sich Sherpa die Techniken die Sherpas in Nepal, um sich gegen Wind und Wetter zu schützen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Die regenfeste Kleidung ist PFC-frei und das breite Sortiment wird fair und nachhaltig produziert. Daneben arbeitet Sherpa daran immer mehr erneuerbare und recycelte Materialen einzusetzen. Dies gilt sogar für Verpackungen und Preisschilder.

Nachhaltigkeitstipp 1: Achten Sie, wenn möglich, auf die Bezeichnung «PFC-frei». PFC sind unterschiedliche Fluorverbindungen, die hauptsächlich für die wasserabweisende Funktion der Bekleidung eingesetzt werden. Leider sind PFCs richtig schlecht für die Umwelt. Sie bauen sich praktisch nicht ab und sollen krebsauslösend sein. Manche PFCs können flüchtig sein (man atmet sie ein) oder befinden sich im Trinkwasser.

Nachhaltigkeitstipp 2: Wolle schlägt Fleece, zumindest was die Umweltbelastung angeht. Denn leider lösen sich bei jeder Wäsche pro Fleecepulli oder – Jacke bis zu 2 Gramm Fasern. Das bedeutet: Mikroplastik-Belastung des Wassers. Leider soll sich Mikroplastik auch aus Softshelljacken und Funktionssocken lösen. Hier kann ein sehr feinmaschiger Wäschebeutel helfen.

 

2. Rotauf – aus der Schweiz, für die Schweiz

Das Label Rotauf ist ein weiteres Schweizer Label, das fair produziert. Rotauf hat es gewagt, in der Schweiz aus vornehmlich Schweizer Rohstoffen schicke Outdoor-Mode herzustellen, die zahlbar ist und im ganz normalen Alltag ebenso tragbar ist wie bei der Trekking-Tour.

Auf den praktischen, aber ambivalenten Fleece (siehe Infobox) wird verzichtet. Stattdessen wird auf funktionale Wolle gesetzt, die von Schafen stammt, die auf den Disentiser Alpen ihr Leben geniessen. Die Kollektion umfasst schick-funktionale Jacken, kuschelweiche Unterwäsche oder alltagstaugliche Pullover.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Rotauf hat sich der Greenpeace-Kampagne «Detox» angeschossen und verpflichtet sich in der Produktion auf über 430 als gefährlich definierte Chemikalien zu verzichten. Rotauf verfolgt damit einen der weltweit härtesten Chemiestandart der Textilbranche.

Achten Sie bei Outdoorbekleidung auf diese Siegel:

  • Nachhaltig produzierte Outdoorbekleidung erkennen Sie an dem GOTS-Siegel und der Auszeichnung IVN-Best-Standard.
  • Achten Sie auf das bluesign®-Label. Damit sind Kleidungsstücke ausgezeichnet, die Mensch und Umwelt so wenig wie möglich belasten. Sozusagen ein ökologisches Reinheitsgebot für Textilien.
  • Mitglieder in der Fair Wear Foundation (FWF) sorgen in der ganzen Produktionskette für faire Arbeitsbedingungen.
  • Achten Sie auf OEKO-TEX®-Standard 100, ein unabhängiges Produktlabel für schadstoffgeprüfte Textilien aller Art - vom Garn und den Stoffen bis hin zum gebrauchsfertigen Artikel.

 

3. Mammut: Alles andere als ein Fossil

Die Schweizer Mammut AG sieht sich als Premiummarke im Outdoorsegment. Auch hier wird Nachhaltigkeit gross geschrieben. So setzt das Unternehmen in vielen Bereichen auf nachhaltige Materialien. Etwa 65 Prozent der Materialien sind heute bereits bluesign®-zertifiziert oder der Anteil an Recyclingmaterial in der Produktion – Stichwort PET-Flaschen – wird von aktuell 17 auf 100 Prozent im Jahr 2025 gesteigert.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Dass Nachhaltigkeit und Style kein Widerspruch sind, das beweist die aktuelle Kollektion, die teilweise sogar im urbanen Umfeld top aussieht.

Flicken lohnt sich

Ob direkt beim Hersteller oder bei der Schneiderin: Outdoorbekleidung (andere natürlich auch) flicken lassen lohnt sich. Mammut nennt hier beispielhaft Zahlen: Das Unternehmen führt jährlich 15’000 Reparaturen durch (6’000 Textilien aus der Schweiz, 9’000 aus Deutschland). Das spart 3 Mio. Liter Wasser, jede Menge Rohstoffe und 375’000 Kg CO2-Äquivalente ein.

 

4. R’adys – Spezialist für Bergsport

2003 in der Zentralschweiz gegründet, produziert R’adys Outdoor Essentials hochfunktionelle und technische Bergsportbekleidung.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Auf den Gebiet der ökologischen Produktion gilt R'adys als Vorreiter, denn das Unternehmen hat als eines der ersten PFC aus seiner Kollektion verbannt.

Die Mehrheit der eingesetzten Stoffe ist zudem bluesign-zertifiziert. Weiter wird rund 50 Prozent der Kollektion in Europa produziert.

 

5. Vaude: Die nachhaltige Traditionsmarke

Seit den 1970er-Jahren ist das deutsche Familienunternehmen Vaude für hochwertige Outdoorbekleidung bekannt. Seit Längerem macht es sich auch mit nachhaltiger und innovativer Funktionskleidung für Outdoorbegeisterte einen Namen. Daneben führt das Label auch Ausrüstung für Bergsportler und Equipment für Radsportfans.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Vaude ist als erstes Unternehmen nach der EU-Umweltverordnung EMAS zertifiziert, ein Öko-Audit, das strenge Massstäbe an Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen setzt.

Vaude setzt auf umweltfreundliche Naturmaterialien und ressourcenschonende Rohstoffe sowie sehr viele bluesign-zertifizierte Grundprodukte. In Sachen Klimabilanz setzt das Unternehmen auf Transparenz. Alle Werte können auf der Webpage nachgelesen werden. 

 

6. Patagonia: Nachhaltiger Vorreiter

In Sachen Nachhaltigkeit hat der US-Outdoorausrüster Patagonia sicher Massstäbe gesetzt. Ein Paradebeispiel: Die Idee der Rücknahme alter Outdoorbekleidung zum Reparieren, Re- oder Upcyceln, ein Prinzip, welches zahlreiche Firmen heute übernommen haben.

Das Unternehmen möchte Zeichen für faire und umweltfreundliche Produktstandards setzen, setzt auf Recyclingstoffe, Bio-Baumwolle, ressourcenschonenden Hanf oder nachhaltig produzierte Wolle.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Patagonia verfügt über grosse und stylische Outdoor- und Freizeitkollektionen für Männer, Frauen und Kinder.

 

7. Tierra: Schickes aus Schweden

Keiner der Outdoor-Giganten, sondern klein, fein und ultraschick? Dann kommen Sie an der  Outdoorbekleidung der schwedischen Firma Tierra kaum vorbei. Das Unternehmen produziert überwiegend in Europa, setzt bei Baumwolle bewusst auf Bio und ersetzt die ressourcenintensive Baumwolle auch mal durch die Holzfaser Lyocell.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Bei Tierra wird recycelt, in Sachen Imprägnierung setzt man auf umweltfreundliche Materialien und, besonders cool: Deterra, die Outdoorjacke aus 100 Prozent Naturmaterialien und Nylonfasern aus Rhizinusöl. Leider bieten Schweizer Shops (noch) keine grosse Auswahl an Tierra-Bekleidung. Fragen Sie doch einfach mal nach!

Unser Tipp: Das grosse Sortiment von Tierra können Sie bei Globetrotter.de bestellen. Übrigens: Nicht verwechseln mit der Zürcher Damemodemarke mit gleichem Namen.

Videostatement zur preisgekrönten Deterra-Jacke von Tierra

 

8. Finkid: Outdoorbekleidung speziell für Kids

Auf dieses Label haben wohl viele Eltern gewartet – Finkid Outdoorklamotten. Das Unternehmen aus Finnland mit Büro in Berlin hat sich darauf spezialisiert, coole, langlebige und clever-funktionale (Zip-in-System) Bekleidung für aktive Kinder herzustellen. Auch eine kleines Sortiment für Frauen ist vorhanden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Findkid produziert ausnahmslos nach OEKO-TEX®-Standard, verzichtet auf PFC, achtet auf faire Produktionsbedingungen und produziert bewusst lediglich zwei Kollektionen im Jahr. Und das alles gibt es zum familienfreundlichen Preis. Das Label ist mittlerweile bereits in vielen Outdoorgeschäften vertreten.

Nachhaltigkeitstipp 3: So waschen Sie Ihre Outdoorbekleidung richtig

Gerade funktionelle Outdoorbekleidung – wasserfest und schmutzabweisend – sollte möglichst schonend gewaschen werden, damit sie ihre Eigenschaften nicht verliert. Daher gilt:

  • Groben Schmutz vor der Wäsche entfernen
  • Mildes Waschmittel ohne Bleichmittel nehmen
  • Keinen Weichspüler verwenden
  • Möglichst kalt oder mit niedriger Temperatur waschen
  • Niedrige Schleuderzahl wählen
  • Reissverschlüsse vor dem Waschen schliessen und verstellbare, zugezogene Bänder öffnen
  • Outdoorbekleidung wie wasserdichte Jacken möglichst separat von konventioneller Kleidung waschen
  • Durchgeschwitzte Funktionsoberbekleidung sollte man aber auf jeden Fall waschen, denn, so Korinna Mamie, Head of Global Customer Service bei Mammut, Schweiss und natürliche Öle der Haut greifen die wasserfeste Membran an.
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