Öko-Bademode: Die Trends für Badeanzüge, Bikinis & Tankinis

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Trendige Strandmode verhilft zu einer guten Figur an sommerlichen Badeseen. Wer dabei ein Zeichen für den Umweltschutz und für gerechte Arbeitsbedingungen setzen möchte, kauft faire Öko-Bademode.

Mit nachhaltiger Bademode werden Sie diesen Sommer zum Blickfang!
Mit nachhaltiger Bademode, wie mit dem bunten Einteiler von Greenbay, werden Sie diesen Sommer zum Blickfang! Foto: © Fa. Adolf Riedl GmbH & Co

Die Bademode ist in diesem Sommer auf kräftige Farben und grosse Muster eingestellt. Grafische Mustermixe, Blütendrucke, Military und Neonfarben beherrschen den Strand. Es ist alles erlaubt, damit Frau auffällt. Bikiniunter- und -oberteile kann man wild miteinander kombinieren.  Ungewöhnliche Zusammenstellungen sind am Strand oder am Badesee gern gesehen, womit man  stets eine gute Figur macht. Sogar gehäkelte Bikinis sind wieder angesagt. Neben dem Mehr an Farbe gibt es zudem wieder mehr Stoff: Nun reichen die Badehosen über die Hüfte und überdecken die ein oder andere Problemzone. Wer jedoch nach Öko-Bademode sucht, findet nur wenige nachhaltige Angebote. Laut einer GfK Switzerland-Studie (2011) achtet die Hälfte der Schweizer Bevölkerung beim Kleidungskauf auf das Bio-Siegel. Doch fast genauso viele gaben an, dass es noch zu wenige Angebote in diesem Bereich gibt. Das gilt auch für die nachhaltige Bikini-Mode. Deshalb haben wir uns umgesehen und zeigen, wo man umweltschonende und fair produzierte Bikinis kaufen kann.

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Öko-Bademode muss keinesfalls verstaubt daherkommen. Die sportlichen Shorts von Lalesso aus fairer Produktion eignen sich für den Spaziergang am Strand entlang, aber auch für das Wasser. Foto: © Lalesso, Photography by Andrew Verster Cohe

Öko-Bademode muss keinesfalls verstaubt daherkommen. Die sportlichen Shorts von Lalesso aus fairer Produktion eignen sich für den Spaziergang am Strand entlang, aber auch für das Wasser. Foto: © Lalesso, Photography by Andrew Verster Cohe

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Warum sollte man faire Öko-Bademode kaufen?

Ob Jeans, T-Shirts oder Bikinis –  Kleidungsstücke entstehen oft unter wenig menschenwürdigen Bedingungen. Zudem belastet die Produktion häufig die Umwelt. Deshalb setzt sich die Erklärung von Bern (EvB) in der Schweiz für «saubere Kleidung» ein. Die Organisation befragt regelmässig Modefirmen nach Transparenz, Verhaltenskodizes, Beschaffungspolitik und Kontrollen sowie Überprüfung von sozialen Mindeststandards. Eine Liste unter www.evb.ch/p17957.html informiert anhand von Ampelfarben, wie sich das Engagement nach eigenen Auskünften im Jahr 2010 gestaltete. Bekannte Sportfirmen wie Burton, Etnies oder Rip Curl gelten als Verweigerer. Der EvB markiert Quicksilver als nachlässig. Billabong und Vaude sind als Einsteiger gelistet, wobei das letztgenannte Unternehmen inzwischen der Fair Wear Foundation beigetreten ist. Patagonia ist als Modefirma überraschenderweise mit durchschnittlichem Engagement ausgewiesen. Bekannte Firmen wie Adidas und Puma fehlen jedoch.

Adidas hat einen Verhaltenskodex und ist Mitglied der Fair Labor Association. Trotz allem forderte die Initiative «Saubere Kleidung» das Unternehmen im letzten Jahr auf, für existenzsichernde Löhne in den Zulieferfabriken zu sorgen. Anfang 2012 berichtete der Independent  von Arbeitsrechtsverletzungen bei einem türkischen Zulieferer. Puma hat einen Verhaltenskodex und ist Mitglied bei der Fair Labor Association. Inzwischen hat die Firma weitere Projekte ins Leben gerufen, u.a. um die Transparenz in der Lieferkette zu verbessern. Jedoch zeigt ein Bericht eines Arbeiters in einer Textilfabrik, wie weit das Unternehmen noch von den anvisierten Zielen entfernt ist. Weitere Informationen zu verschiedenen Firmen finden sich auf der Webseite der deutschen Romero-Stiftung.

PET-Bademode

Rezykliertes PET hat sich seit einigen Jahren als Hightech-Polyesterstoff in der Modebranche etabliert. Dieses Material hat eine bessere Ökobilanz als gewöhnliches Polyester. Darüber informieren beispielsweise die «Footprint Chronicles» von Patagonia. Laut PET-Recycling Schweiz setzt die Bekleidungsindustrie damit ein Zeichen für den Umweltschutz, da man so CO2 und Erdöl einspart. Greenbay, Patagonia und Curlee Bikini stellen faire Öko-Bademode aus rezyklierten PET-Flaschen her. Bekannte Sportfirmen wie Billabong, Burton, Etnies, Rip Curl und Oakley fertigen  «PET-Strandmode», welche jedoch selten die gerechten Arbeitsbedingungen berücksichtigt, wie die Übersicht des EvB beweist.