Spinat säen: So klappt’s im Garten und auf dem Balkon

Spinat kannst du fast das ganze Jahr über pflanzen. Am besten säest du Spinat im Frühjahr oder Spätsommer aus. Du kannst ihn direkt ins Gemüsebeet oder ins Hochbeet pflanzen und schon nach vier Wochen die ersten Blätter ernten.

Hände fassen in ein Beet mit Spinat
Spinat kannst du auch im Hochbeet ziehen. © Goodboy Picture Company / E+
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Das Wichtigste in Kürze:

Spinat ist ideal für alle, die sich erstmals im Gärtnern versuchen. Das gesunde Blattgemüse ist sehr pflegeleicht, wächst in jedem Klima und auf unterschiedlichen Böden gut und du kannst ihn bereits nach 4 Wochen pflücken.

Wann kann ich Spinat säen?

Echter Spinat (Spinacia oleracea) keimt auch bei niedrigen Bodentemperaturen zuverlässig, weshalb du die Frühsorten schon ab Ende Februar bis April aussäen kannst. Dann erntest du schon am Mai frischen Spinat.

Sommersorten setzt du am besten Ende Mai in die Erde und kannst sie Ende Juni ernten.

Auch im Herbst kannst du Spinat aussäen: Herbstsorten werden im August gepflanzt und können zwischen September und Oktober geerntet werden.

Sogenannten Winterspinat säst du zwischen September und Oktober aus. Dann kannst du den Spinat im April ernten.

Welche Spinatsorte sich wann eignet

Je nachdem, wann du Spinat anpflanzt, eignen sich unterschiedliche Sorten. Bei Aussaat im Sommer ist es wichtig, eine Sorte zu wählen, die schossfest ist. Das heisst, dass sie bei anhaltender Wärme nicht so schnell ausschiesst und zu blühen beginnt.

Spinatsorten-Kalender
Spinatsorten-Kalender © Redaktion

Gewusst? Babyspinat ist kein junger Spinat, sondern eine Züchtung. Er hat besonders zarte Blätter und eignet sich für frischen Salat.

Spinat säen: Standort und Boden

Spinat bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Welcher Standort der richtige ist, variiert jedoch zwischen den Sorten. Auf der Verpackung der Samen findest du hierzu in der Regel genaue Angaben.

Da Spinat sehr lange Pfahlwurzeln bilden kann, sollte der Boden gut aufgelockert sein. Ein humusreiches Substrat mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,4 ist ideal.

Tipp: Spinat kannst du auch im Hochbeet anbauen. Hier ist er wegen seiner kurzen Kulturdauer perfekt als Vor- oder Nachkultur für anderes Gemüse geeignet.

Gute Pflanznachbarn für Spinat

Spinat eignet sich auch für die Mischkultur. Gute Pflanznachbarn sind etwa Kohlrabi, Erdbeeren, Tomaten, Radieschen und Lauch. Weniger gut verträgt Spinat sich mit Randen und Mangold.

So säst du Spinat im Freiland oder Hochbeet

Du kannst Spinat zwar auch vorziehen, üblicherweise sät man ihn jedoch direkt nach draussen. Dadurch sparst du dir das Umpflanzen.

Boden vorbereiten

Bevor du Spinat säst, solltest du den Boden so gut es geht von Unkraut befreien. Sonst haben die zarten Blätter keine Chance. Nun kannst du noch etwas reifen Kompost in die Erde einarbeiten. Lockere die Erde anschliessend gut auf und ebne ihn mit einem Rechen ein. Im Hochbeet kannst du hierfür einen kleinen Handrechen verwenden.

Saatrille ziehen

Ziehe mit einem Pflanzstock oder einem kräftigen Ast eine gerade, 2 bis 3 cm tiefe Rille in die Erde.

Spinat Samen werden in eine Rille gestreut
Foto © urafoc / iStock / Getty Images Plus

Spinat säen

Nun kannst du die Spinatsamen sehr dich in die gleichmässig tiefe Rille legen. Säst du gleich mehrere Reihen Spinat an, halte dich zwischen den Rillen an einen Abstand von ca. 25 cm.

Samen zudecken

Damit der Spinat gut keimt, muss jedes Samenkorn von Erde umgeben sein. Schliesse die Samenrille entweder von Hand oder mit der Rückseite eines Rechens und drücke die Erde leicht an.

Saatgut giessen

Zuletzt solltest du die Erde, in die du die Samen gesetzt hast, gründlich giessen. So regt man das Keimen an. Halte die Erde auch anschliessend gleichmässig feucht, bis die schmalen Keimblätter sich zeigen.

Übrigens: Du kannst Spinat auch im Topf anbauen. Achte dann auf eine Mindesttiefe des Topfes von 30 bis 40 cm, damit der Spinat seine Wurzeln gut ausbilden kann.

Beim Spinat säen auf Falschen Mehltau achten

Spinat ist zwar beim Anbau und der Pflege anspruchslos, breitet sich allerdings Falscher Mehltau aus, kann das im schlimmsten Falle zum Absterben des Spinats führen. Falscher Mehltau ist ein Pilz, der die Blätter des Spinats befällt. Besonders bei Anbau unter Folien besteht die Gefahr, dass sich der Pilz ausbreitet.

Im Freiland ist es ratsam, Spinat möglichst bodennah zu giessen. Denn Falscher Mehltau ist auf Blattnässe angewiesen.

Giftig ist Mehltau übrigens nicht. Gründlich abgewaschen kannst du befallene Blätter also dennoch essen. Da der Pilz jedoch Allergien auslösen kann, ist der Verzehr nicht empfehlenswert – insbesondere für Kinder und ältere Menschen.

Wann und wie Spinat ernten?

Je nach Witterung kannst du dich bereits nach vier bis acht Wochen über den ersten Spinat aus deinem Garten freuen.

Ernten kannst du den Spinat, sobald die Blätter etwa 5 cm lang sind. Ernte dabei am besten immer ein paar Blätter von einer Pflanze. Alternativ kannst du auch die ganze Pflanze ernten und den Spinat aus der Erde ziehen.

Person hockt im Beet und schneidet Spinat
Schneide Spinat ca 2 cm über der Erde ab. © alicjane / iStock / Getty Images Plus

Tipp: Schneide Spinat besser kurz über der Erde ab und lass die Wurzel stehen. Sie dienen benachbarten Pflanzen als Dünger.

Sobald Spinat blüht, wird er bitter und ungeniessbar. Dann solltest du ihn nicht mehr ernten.

Spinat überwintern

Säst du Wintersorten, muss der Spinat den Winter im Garten überstehen. Wenn die Samen im Oktober ausgesät werden, bleiben sie den Winter über im Garten. Am besten übersteht Spinat die Kälte, wenn er bereits erste Blätter ausgebildet hat. Kommt es zu sogenannten Kahlfrösten (also Minusgraden ohne Schneefall), solltest du den Spinat abdecken – etwa mit Reisig oder einem Vlies.

Ist Spinat mehrjährig?

Spinat wird in der Regel als einjähriges Gemüse angebaut. Du kannst jedoch eine Pflanze mehrfach beernten, wenn du immer nur die äusseren Blätter mit einer Schere knapp über dem Boden abschneidest. So treibt Spinat nochmals aus und du kannst ihn in der gleichen Saison nochmals beernten.

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