Garten im Juni - jetzt wird es produktivIm Juni zeigt sich der Garten von seiner produktiven Seite: Vieles blüht, erstes Gemüse ist erntereif, und mit ein paar gezielten Handgriffen bleiben Beete, Obst und Balkonpflanzen gesund. Hier erfährst du, was jetzt wirklich wichtig ist – von Tomaten und Erdbeeren über Unkraut und Läuse bis zu ökologisch sinnvollen Arbeiten, die Pflanzen und Tieren gleichermassen helfen. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Foto: © udra / iStock / Thinkstock Im Juni sinnvoll im Garten zu erledigen Jetzt heisst es oft: ernten, ernten, ernten. Viele frühe Gemüsesorten sind im Juni bereit für die Küche, zum Beispiel Erbsen, Karotten, verschiedene Kohlarten oder frühe Kartoffeln. Regelmässiges Ernten hält manches Gemüse zart und fördert bei einigen Kulturen sogar weiteren Ansatz. Mulche deine Beete und giesse je nach Wetterlage bewusst nach: Der Juni kann bereits sehr trocken sein, und eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, gehäckseltem Pflanzenmaterial oder anderem geeignetem Material hilft, die Bodenfeuchte zu stabilisieren und Temperaturschwankungen im Boden abzufedern. Tomaten brauchen jetzt besonders viel Aufmerksamkeit: Entferne bei Stabtomaten die Seitentriebe, binde die Pflanzen an Stäben oder Schnüren fest und achte auf eine gleichmässige Wasserversorgung. So bleiben Wuchs und Fruchtentwicklung ausgeglichener. Hecken und Gehölze kannst du bei Bedarf leicht in Form bringen, weil der erste starke Austrieb oft bereits nachlässt. Wichtig ist dabei ein zurückhaltender Schnitt. Aus ökologischer Sicht ist der Juli für einen Formschnitt häufig noch günstiger. Bei Obstbäumen lohnt sich nach dem natürlichen «Junifall» oft das Ausdünnen. Wenn du überzählige kleine Früchte entfernst, kann der Baum seine Kraft besser auf die verbleibenden Früchte verteilen, was Qualität und Grösse verbessern kann. Kontrolliere Pflanzen regelmässig auf Schädlinge. Kartoffelkäfer lassen sich am besten früh absammeln, und Blattläuse solltest du zunächst beobachten, bevor du eingreifst. Oft regulieren Nützlinge den Befall mit etwas Geduld von selbst. Ein Rückschnitt ausgewählter Stauden nach dem Prinzip des «Chelsea Chop» kann die Blütezeit verlängern und Pflanzen kompakter halten. Dafür werden einzelne Triebe oder Pflanzenteile gezielt eingekürzt. Wenn du es im Mai noch nicht geschafft hast, kannst du viele Sommerblumen jetzt noch direkt ins Beet säen. Bei ausreichend Wärme und regelmässiger Feuchtigkeit keimen viele Arten auch im Juni zuverlässig. Was du jetzt besser vermeidest Verzichte auf radikale Heckenschnitte. Der Vogelschutz ist weiterhin wichtig, und erlaubt beziehungsweise sinnvoll ist jetzt höchstens ein vorsichtiger Formschnitt. Dünge nicht zu Zeiten, in denen starke Hitze erwartet wird. Wenn der Boden stark aufheizt, kann das die Wurzeln belasten und Schäden begünstigen. Giesse Pflanzen nicht über die Blätter, wenn die Sonne stark scheint. Nasse Blätter erhöhen das Risiko für Pilzkrankheiten, und die Pflanzen geraten zusätzlich unter Stress. Mähe den Rasen nicht bei extremer Trockenheit. Das schwächt die Gräser, fördert Trockenstress und kann die Rasenfläche langfristig lückig und anfälliger machen. So wird dein Garten im Juni ökologisch wertvoller Lass Blumenwiesen oder blütenreiche Bereiche möglichst stehen. Der Juni ist Hochsaison für viele Bestäuber, und jeder nicht gemähte Abschnitt bietet Nahrung und Rückzugsraum. Mulchschichten schützen nicht nur vor Austrocknung, sondern fördern auch Regenwürmer und helfen, Mikroorganismen im Boden zu erhalten. Das stärkt das Bodenleben und verbessert die natürliche Fruchtbarkeit. Weniger Ordnung bedeutet oft mehr Artenvielfalt. Asthaufen, Krautinseln oder bewusst etwas wildere Gartenecken bieten Lebensraum für Insekten, Spinnen, Amphibien und andere Nützlinge. Stelle Wasser für Insekten bereit, zum Beispiel in flachen Schalen mit Steinen als Landehilfe. Gerade in warmen Phasen sind solche kleinen Wasserstellen eine einfache und wirksame Unterstützung. Wenn du Schnittarbeiten planst, prüfe Hecken und Gehölze immer zuerst auf Nester. Viele Jungvögel sitzen im Juni noch im Geäst. Wenn möglich, verschiebe den Schnitt lieber. Unsere Redaktions-Highlights für den Juni für ein gutes Gelingen und viel Spass im Garten Mehr Erdbeeren ernten durch das richtige DüngenIndem Sie Ihre Erdbeeren richtig düngen und Sie so mit ausreichenden Nährstoffen versorgen, können Sie den Ertrag Ihrer Pflanzen deutlich steigern. Passen Sie jedoch auf, dass Sie nicht zu viel düngen. Die richtige Pflege für Petunien im Topf oder BeetPetunien lieben viel Sonne. Wie Sie die vielfältige Pflanze pflegen für besonders viele Blüten und was sie über die Petunia Hybrida wissen müssen – plus Tipps zu Standort und Sorten. Reben schneiden für eine schöne Form und hohen ErtragReben zieren Hauswänden oder Gartenlauben. Es lohnt sich, die Reben regelmässig zu schneiden. Dann reifen mehr Früchte aus, die Weinstöcke bleiben gesund und lassen sich so in die perfekte Form bringen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Vogelschreck und Gartendeko: Witzige Vogelscheuchen selber bastelnEine Vogelscheuche basteln ist ein schönesProjekt für ein entspanntes Gartenwochenende mit der Familie. Den Einfällen sind dabei keine Grenzen gesetzt: Der klassische Strohmann ist schliesslich nur eine unter vielen Möglichkeiten. Gartenpflanzen durch Hausmittel vor Spinnmilben-Befall schützenMit dem Sommer naht auch die bevorzugte Zeit der Spinnmilben. Luft und Boden werden trockener und bieten dem Schädling ein ideales Klima. Damit Zierpflanzen, Obst und Gemüse nun nicht gefährdet sind, gilt es frühzeitig die Spinnmilben zu bekämpfen. So können Sie Schmierläuse erfolgreich bekämpfenSchmierläuse, auch Wollläuse genannt, gehören zur Familie der Schildläuse und treten weltweit an verschiedenen Pflanzen auf. Die Schädlinge erreichen eine Grösse von etwa 3 bis 6 mm und sind resistent gegen Kälte, sie überleben sogar Temperaturen bis -40°C unbeschadet. Doch Schmierläuse kann man mit natürlichen Mitteln gut bekämpfen. Von Juni bis Herbst im eigenen Garten frischen Brokkoli erntenBrokkoli wird von vielen geschätzt, weil er weniger stark nach Kohl schmeckt als andere Sorten. Der Anbau im Garten ist recht unproblematisch und lohnt sich, denn frischen Brokkoli zu ernten ist fast die ganze Gartensaison über möglich. Vergissmeinnicht richtig pflegen im Garten und auf dem BalkonVergissmeinnicht gibt es in unzähligen Arten. Mit ihren blauen, rosafarbenen und weissen Blüten erfreuen sie den Gärtner in jedem Frühjahr. Vergissmeinnicht pflegen erfordert keine grossen Anstrengungen. Mit ein paar kleinen Tipps sorgen Sie für prachtvolle Blütenteppiche in Ihrem Garten. Blumenkohl im Juni säen bringt eine erste Ernte im HerbstDer zarte Kohl aus dem eigenen Garten lässt sich vielfältig zubereiten. Blumenkohl säen und ihn richtig zu pflegen ist aber nicht ganz einfach. Doch mit etwas Fingerspitzengefühl können Sie bei einer Aussaat im Juni die weissen Köpfe bis zum Herbst ernten. So pflanzen und pflegen Sie Margeriten am bestenMargeriten sind ein echter Hingucker im Garten und auf dem Balkon und dabei pflegeleicht. Wie Sie die Blumen am besten pflanzen und pflegen plus Tipps zum Überwintern und Schneiden. Wie kann man den Kohlweissling im Garten schonend bekämpfen?Der Kohlweissling ist einer der am meist verbreitetsten Tagfalter. Dieser Schädling ist auf keinen Fall zu unterschätzen, denn seine Raupen können grosse Schäden anrichten. Um den Kohlweissling zu bekämpfen, ist es am besten, die Eier und Raupen des Schädlings zu entfernen. Aber es gibt auch noch weitere Möglichkeiten. Im Juni Porree oder Lauch pflanzen für eine reiche HerbsterntePorree, oder auch Lauch genannt, gehört zu den Zwiebelgemüsesorten. Die pikanten, leicht scharfen Stangen lassen sich in der Küche vielseitig verwenden. So gelingt es auch Anfängern Porree zu pflanzen, um ihn im Herbst frisch zu ernten. Erdbeeren vermehren mit Ablegern aus dem eigenen GartenSüsse, rote Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Einige Jahre lang tragen die Sträucher ihre saftigen Nüsschen. Dann ist es Zeit für eine Neuanpflanzung. Wenn Sie kontinuierlich mit Ablegern Ihre Erdbeeren vermehren, können Sie viele Jahre lang eine reiche Ernte einfahren.