Garten im Dezember: schützen, ernten und vorausdenkenWelches Wurzelgemüse du jetzt ernten kannst, was du im Dezember pflanzen kannst oder wie du ein Hochbeet selber baust für das kommende Jahr, erfährst du in diesem Gartendossier. Hier erhältst du auch Tipps für den Winterputz und wie du Igel im Winter füttern kannst. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Foto: © Konoplytska/ iStock / Getty Images Plus Jetzt sinnvoll im Garten erledigen Winterschutz kontrollieren und ergänzen: Häufle bei Rosen den Wurzelbereich mit Erde oder Kompost an, decke empfindliche Stauden bei Bedarf mit Reisig ab und isoliere Kübel gut. So schützt du Wurzeln und empfindliche Pflanzenteile besser vor Kahlfrost und starken Temperaturschwankungen. Immergrüne Pflanzen an frostfreien Tagen giessen: Wenn die Witterung trocken ist, brauchen immergrüne Gehölze und Pflanzen gelegentlich Wasser, weil sie auch im Winter über die Blätter Feuchtigkeit verlieren. Giesse nur an Tagen ohne Frost, damit das Wasser im Boden versickern kann. Obstbäume und Gehölze aufmerksam inspizieren: Entferne Schneebruch möglichst rasch und prüfe Stämme auf Verletzungen. Ein Weisseln der Stämme kann helfen, starke Temperaturunterschiede zu mindern und Frostrisse zu verhindern. Werkzeuge, Wasserleitungen und Regentonnen winterfest halten: Reinige und trockne Gartengeräte, entleere Wasserleitungen und sichere Regentonnen gegen Frost. Das verlängert die Lebensdauer deiner Ausstattung und verhindert Frostschäden. Mit der Vogelfütterung beginnen und auf Sauberkeit achten: Wenn du Vögel fütterst, halte Futterstellen sauber und biete geeignetes Futter an. So unterstützt du Gartenvögel im Winter, ohne die Ausbreitung von Krankheitserregern zu fördern. Die Planung fürs nächste Gartenjahr starten: Sichte vorhandenes Saatgut, prüfe Haltbarkeit und Keimfähigkeit und entwirf einen Gartenplan. Gerade im Dezember ist Zeit, Fruchtfolgen, Mischkulturen und neue Schwerpunkte in Ruhe zu überlegen. Die Ernte aus Winterbeeten nutzen: Rosenkohl, Grünkohl, Lauch und Topinambur können jetzt oft frisch geerntet werden. Viele dieser Kulturen sind robust und bringen auch in der kalten Jahreszeit noch Geschmack und Vitamine auf den Tisch. Knoblauch noch stecken, wenn es bisher nicht geklappt hat: Manche Sorten lassen sich bis in den Dezember setzen. Voraussetzung ist ein nicht gefrorener Boden und ein Standort, an dem überschüssige Nässe gut abfliessen kann. Was du im Dezember besser lässt Keine Rückschnitte bei Frost: Schneide Gehölze und Stauden nicht bei gefrorener Witterung zurück. Schnittstellen können einreissen, und die Pflanzen sind anfälliger für Frostschäden. Gefrorenen Boden weder betreten noch umgraben: Wenn der Boden hart gefroren ist, leidet seine Struktur besonders schnell. Verdichtungen und mechanische Schäden können das Bodenleben und die Durchlüftung langfristig beeinträchtigen. Kübelpflanzen nicht giessen, solange der Wurzelballen gefroren ist: In gefrorenem Substrat kann Wasser nicht richtig abfliessen oder aufgenommen werden. Das erhöht das Risiko von Staunässe und Wurzelfäule. So bleibt dein Garten auch im Winter ökologisch wertvoll Laub liegen lassen: Eine Laubschicht bietet Igeln, Insekten und Spinnen ein wichtiges Winterquartier. Gleichzeitig schützt sie den Boden vor Austrocknung, Erosion und starken Temperaturschwankungen. Samenstände stehen lassen: Verblühte Stauden und Samenstände sind im Winter wertvolle Futterquellen für Vögel und dienen Insekten als Rückzugsort. Ausserdem bringen sie Struktur und Leben in den winterlichen Garten. Trinkstellen für Tiere frostfrei halten: Vögel und kleine Wildtiere finden im Winter oft nur schwer Wasser. Eine regelmässig kontrollierte, frostfreie Wasserstelle kann deshalb sehr hilfreich sein. Auf radikales «Aufräumen» verzichten: Ein naturnaher Garten darf im Winter ruhig etwas unordentlich wirken. Diese Winterruhe ist für Bodenorganismen, Nützlinge und viele Kleintiere essenziell. Nistkästen jetzt nicht mehr reinigen, wenn das im Herbst versäumt wurde: Im Winter nutzen manche Vögel Nistkästen als geschützte Schlafplätze. Deshalb ist es jetzt besser, sie in Ruhe zu lassen. Unsere Redaktions-Highlights für den Dezember für ein gutes Gelingen und viel Spass im Garten Mit Fettfutter helfen Sie Wildvögeln am besten durch den WinterEs ist immer wieder ein schönes Erlebnis, die einheimische Vogelwelt am Futterhaus aus der Nähe beobachten zu können. Der Sinn oder die Notwendigkeit der Vogelfütterung ist allerdings auch unter Experten umstritten. Es kommt vor allen Dingen darauf an, die Wildvögel richtig zu füttern, am besten mit Fettfutter. Exotische Cherimoya pflanzen: Wie geht das auch in der Schweiz?Warum im Garten nicht ein paar exotische Früchte pflanzen? Es gibt eine Reihe von attraktiven Exoten, die sich auch in unseren Breiten wohlfühlen. Gehört die in Südamerika heimische, exotische Cherimoya dazu? Wie es klappt, die südliche Frucht in Ihrem Garten zu pflanzen. Igel füttern? Wann es sinnvoll ist und was sie fressen dürfen Edelreiser jetzt schneiden und im Frühjahr zur Veredelung nutzenDer Begriff Edelreiser bezeichnet abgeschnittene Triebe von Obstgehölzen, die zur Veredelung derselben dienen, indem sie mit den sogenannten Unterlagen verwandter Gewächse verbunden werden. Das Ziel dieser Kombination zweier Veredelungspartner ist eine Optimierung der jeweiligen Obstgehölze. Fleissige Helferlein: Asseln im Garten machen Kompost zu ErdeSie haben Asseln im Garten? Freuen Sie sich! Spontane Sympathie erwecken die kleinen, das Tageslicht scheuenden Krabbeltiere zwar selten. Doch Asseln im Garten und Asseln im Kompost sind Zeichen für einen funktionierenden Nährstoffkreislauf. Sie helfen zudem, dass Ihr Kompost schneller zu fruchtbarer Erde wird. Rosenkohl wird durch Frost schmackhafter und weniger bitterBesonders am Rosenkohl ist, dass er kurzen Frost nicht nur unbeschadet übersteht, sondern seine geschmacklichen Vorzüge dadurch sogar noch besser entfalten kann. Dem Vitamingehalt kann dies zudem kaum etwas anhaben. Fast alle gesunden Inhaltsstoffe des Rosenkohls bleiben trotz Frost erhalten. Nützlinge: Hängende Verstecke helfen Ohrwürmern beim ÜberwinternWer aus gutem Grund auf Chemie in Bäumen und auf Beeten verzichtet, ist auf Nützlinge im Garten angewiesen. Ohrwürmer haben zwar keinen ganz makellosen Ruf, sind aber als Vernichter von Blattläusen im Biogarten hochwillkommen. Bauen Sie den kleinen Helfern ein paar Verstecke, um ihnen das Überwintern zu erleichtern!