Rosenkohl wird durch Frost schmackhafter und weniger bitter

Besonders am Rosenkohl ist, dass er kurzen Frost nicht nur unbeschadet übersteht, sondern seine geschmacklichen Vorzüge dadurch sogar noch besser entfalten kann. Dem Vitamingehalt kann dies zudem kaum etwas anhaben. Fast alle gesunden Inhaltsstoffe des Rosenkohls bleiben trotz Frost erhalten.

Der Rosenkohl wird weniger bitter bei Frost
Der Rosenkohl übersteht den Frost nicht nur gut, er profitiert auch noch davon! Foto © iStock / Thinkstock
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Rosenkohl-Pflege: Durch Frost den bitteren Geschmack reduzieren

Der auch in den Schweizer Gärten als typisches Wintergemüse angepflanzte und unter anderem als Sprossenkohl bezeichnete Rosenkohl ist eine im 18. Jahrhundert in der Region Brüssel entstandene Zuchtform aus mittlerweile nicht mehr existierenden Kohlarten.

Der aus botanischer Sicht zur Familie der Kreuzblütengewächse zählende Rosenkohl gilt als relativ anspruchslose Gemüsesorte, welche nährstoffreiche Beete mit einem lockeren und sandigen Lehmboden sowie einem relativ hohen Wasseranteil bevorzugt.

Die an Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen reichen Kohlsprossen benötigen nur kurzzeitig Minusgrade, da sich der bittere Geschmack des Rosenkohls bei Frost förmlich verzieht, zugunsten eines herb-süsslichen Aromas. Dies geschieht durch die Umwandlung von Stärke in Zucker (der als natürliches Frostschutzmittel dient), womit der Rosenkohl durch Frost eine geschmackvolle und kostenlose «Veredelung» erfährt. Somit verträgt Rosenkohl zwar Frost, doch keinesfalls langanhaltende und/oder intensive Kälteperioden, sodass es sich bei der Rosenkohl Pflege empfiehlt, die Pflanzen vor dem Zufrieren des Bodens an einem frostgeschützten Ort zu platzieren.

Rosenkohl: Die richtige Pflege und Ernte im Herbst

Besonders bei langanhaltender trocken-heisser Witterung, sowie bei der Knospenbildung im Herbst benötigt Rosenkohl zur Pflege reichlich Wasser. Faulende Knospen und welkende Blätter sollten Sie rechtzeitig entfernen, um eine Pilzerkrankung zu vermeiden.

Die Rosenkohlsprossen werden nicht unmittelbar bei Minusgraden, sondern erst nach dem Auftauen geerntet. Dazu können Sie die Kohlsprossen direkt am Strunk abbrechen, wobei Sie zuerst die unteren, da schneller reifenden Sprossen und dann die sich noch entwickelnden oberen Triebe ernten. Somit stellt Ihnen der Rosenkohl bei Frost über einen längeren Zeitraum seine nahr- und schmackhaften Sprossen zur Verfügung.

Blanchierte, also kurzzeitig in heissem Wasser gegarte Rosenkohlsprossen bleiben übrigens deutlich länger frisch (in unbehandelter Form gekühlt circa vier Tage) und lassen sich so auch für etwa ein Jahr einfrieren.